Auflösung Jubiläumsgewinnspiel 5 Jahre Puenktchenstempel

Liebes Saarland und Rest vonne Welt,

erstmal möchte ich mich auf diesem Weg ganz herzlich für alle lieben Kommentare, Anregungen und Vorschläge bedanken.

Kommentare sind einfach das Salz in der Bloggersuppe und es macht wesentlich mehr Spaß, nicht nur ins Blaue hinein zu schreiben, sondern auch Feedback zu bekommen. Über die ein oder andere Anregung werde ich mir sicher nochmal Gedanken machen und freue mich natürlich auch in Zukunft über regen Austausch.

Zum vielseits gewünschten Buch ist es nicht so, dass mir das nicht schon das ein oder andere mal durch den Kopf gegangen wäre. Ich habe nur bisher nicht die leiseste Ahnung, wie man so ein Projekt ans Rollen bringen könnte, insofern ist es bisher noch eher ein warmer Gedanke als ein konkretes Vorhaben, aber falls da draußen jemand einen heißen Draht ins Verlagswesen hat, ich wäre per se nicht abgeneigt…

Dann wurden auch vermehrt Anleitungen gewünscht. So sehr ich diesen Wunsch auch nachvollziehen kann, so ist das doch ein Service, den ich nur sehr eingeschränkt auf dem Blog anbieten werde. Der Grund dafür ist, dass es a) sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, b) es mir lieber ist, wenn ihr in meine Workshops kommt und ich euch selbst anleiten kann und c) ausnahmslos alle Anleitungen, die ich in den 5 Jahren hier gepostet habe, wenige Stunden später ohne jeglichen Verweis auf mich oder den Blog mit entferntem Wasserzeichen bei Pinterest und Co. rumgereicht wurden. Ich weiß, das Netz lebt von geteilten Inhalten, aber wenn man beim Hochladen schon weiß, dass man es in wenigen Minuten in geklauter Form woanders wiederfindet, macht das nicht unbedingt Lust auf mehr, von daher: schaut demnächst mal in meinen Kalender, dort wird sich in der nächsten Zeit wieder vermehrt was tun, und auch für die weiter entfernten, wird gesorgt werden, so dass ihr doch zu euren Anleitungen kommt. Lasst euch einfach überraschen.

Was ich euch aber jetzt schon zusichern kann, ist dass es in Zukunft einen komplett überarbeiteten Newsletter geben wird, bei dem es auch Anleitungen und Onlinekurse geben wird. Da ich mich dazu aber erst noch tiefer in die Technik reinarbeiten muss, damit das so ablaufen kann, wie ich es mir wünsche, werde ich euch vorerst noch ein wenig vertrösten müssen. Aber gut Ding will ja Weile haben…

Auflösung Jubiläumsgewinnspiel 5 Jahre Puenktchenstempel

Aber kommen wir zu dem spannenden Teil dieses Beitrages. Zur Feier des Tages hatte ich euch ein kleines Gewinnspiel versprochen:

5 Jahre SU puenktchenstempel.de

Auch wenn ich nicht jeden einzelnen Kommentar beantwortet habe (zumindest jede Mail müsste inzwischen beantwortet sein) so habe ich doch jeden einzelnen gelesen und mich sehr darüber gefreut! Alle Kommentare und Shares habe ich am Ende zusammengerechnet und den Zufallsgenerator entscheiden lassen.

Drumrolls….

Gewonnen hat somit Kommentar Nummer 20:

Mein herzlicher Glückwunsch geht also an Tamara! Deinen Gutschein bekommst du in den nächsten Tagen per Email zugeschickt. Ich hoffe, ich kann dir damit eine Freude machen!

Allen anderen Teilnehmern danke ich nochmal von Herzen für eure Rückmeldungen und vielleicht ist der ein oder andere stille Leser ja auch auf den Geschmack gekommen und hinterlässt auch mal einen Kommentar, wenn es kein Gewinnspiel gibt. Ich würde mich sehr über euer Feedback freuen!

Einen schönen Restsonntag wünsche ich euch und natürlich auch einen guten Start in die Woche.

Bis bald,

bye

Nadine

Gertrude und das Scan&Go

Liebes Saarland und Rest vonne Welt,

vor gut 5 Jahren wurde unweit von uns ein neuer Edeka eröffnet. Seitdem bestand keine Notwendigkeit mehr für mich, zu dem 15 km weiter entfernten Globus Supermarkt zu fahren.

Für Menschen außerhalb des Saarlandes sei gesagt, Globus ist von der Dimension her so etwas wie Real oder Walmart nur mit mehr Franzosen.

Nun hat sich Frau T. vor einiger Zeit auf die Brust geschrieben, die Haushaltskasse ein wenig enger zu schnüren und somit wurde Globus wieder zum Thema, weil es halt dort einfach die besseren Angebote gibt, Lieblingsedeka hin oder her.

Es war also Zeit für den Wocheneinkauf während Mann und Kind kränkelnd zu Hause lagen. Macht es mich eigentlich zur schlechten Ehefrau und Mutter, wenn ich zugebe, dass ich diesen Zustand für den Einkauf als eher praktisch empfand und ich nicht zwingend das Bedürfnis verspürte, mich wahnsinnig zu beeilen?

Ich fuhr also gemütlich zu Globus, schlenderte halbwegs tiefenentspannt durch den Laden und schaute, was es alles so neues gibt z.B. neue selbst-Scan Dingens für die man aber erst eine Kundenkarte beantragen muss und somit für mich nicht in Frage kamen. Ich packte also wie gewohnt den Einkaufswagen voll, ganz oldschool mit Bezahlen an der Kasse und so, beschloss dann aber kurz vorm Rausgehen, mich doch noch für das neue Scan-Selbst- Bezahlsystem registrieren zu lassen, denn wenn ich jetzt wieder öfter dort einkaufen sollte, macht das durchaus Sinn und wann komm ich schon wieder ohne Kind hin und kann die Kundenkarte in Ruhe beantragen?

Das war also der Plan.

Glücklicherweise hatte ich keine Tiefkühlsachen im Einkaufswagen, das hätte nämlich in einer Katastrophe geendet.

Ich parkte also meinen vollgeladenen Wagen und ging zur Information, wo bereits ein Mann und eine belgische Familie anstanden. Über dem Mann prangte ein Riesenschild in Leuchtorange mit Pfeil nach unten: “Scan&Go hier anmelden”.

Die Dame an der Information, nennen wir sie der Einfachheit halber mal Gertrude erklärte dem Mann, was es mit der neuen Kundenkarte auf sich hat, wie er scannen muss, wie das Bezahlen funktioniert und dass er 18 sein muss, um Alkohol zu kaufen, 16 für Zigaretten. Der Mann, ca. 60–65 Jahr schaute sichtlich irritiert, nickte aber.

Ich lauschte den weiteren Erklärungen, denn Gertrude war, sagen wir mal, nicht das schnellste Pferd im Stall und ich hegte die Hoffnung, die Registrierung so etwas beschleunigen zu können, wenn sie die Aufklärungslitanei nicht noch einmal aufzählen muss.

Sie redete und redete, tippte wieder was am PC und redete und redete. Ich sah mich schon der belgischen Familie alles übersetzen, denn mit Verlaub, Gertrude wirkte auch nicht unbedingt, als könne sie ohne Dolmetscher auch nur Bonjour sagen, geschweige denn einer belgischen Familie das komplette neue System erklären. Aber die Vision sollte sich erübrigen, denn nach einer weiteren Viertelstunde kapitulierte die belgische Familie und ich rutschte auf. So langsam machte sich doch der Wunsch breit, bald wieder zu den kränkelnden Männern heim zu kommen.

Als Gertrude endlich mit dem Herrn fertig war, wandte sie sich mir zu. Yippee, es geht voran!

“Ja?”
“Ich würde mich auch gerne registrieren lassen.”
“Wofür?”

Noch keine drei Sätze gewechselt und ich zuckte schon innerlich.

Ja wofür wohl? Ich zeigte freundlich lächelnd auf die Leuchtreklame.

“Für die Scan&Go Kundenkarte.”
“Ah. Ausweis und Formular brauch ich.”

Ah ja, doch so freundlich? Nun gut, ist Freitag, da kann man in einem Supermarkt schon mal etwas genervt sein, vielleicht hat sie ja auch schon seit einer Stunde Feierabend, wer weiß. Außerdem will ich sie ja nicht heiraten, ich möchte nur eine Kundenkarte.

Ich reiche ihr also meinen Ausweis und bitte Sie mir das besagte Formular zum Ausfüllen zu geben, denn es liegen nirgendwo welche aus. Gertrude schnauft, reicht mir aber ein Formular mitsamt Kuli.

Eine weitere Frau hatte sich inzwischen neben mich gesellt und hinter ihr wurde die Schlange länger und länger. Freitag halt.

Die Frau fragt freundlich: “ich hätte auch gern ein Formular und hätten Sie bitte auch noch einen Kuli?”
Gertrude legt ihr das Formular vor die Nase, stößt hervor “haben wir nicht” und widmet sich wortlos dem PC. Ich reiche der Frau meinen Kuli und schiebe das ausgefüllte Formular zu Gertrude über den Tresen.

Gertrude studiert akribisch meinen Ausweis und fängt an, in der Geschwindigkeit eines hirngeschädigten Faultieres meine Daten einzutippen.

“Bei Name bitte T. eintragen und nicht M., das ist mein Mädchenname.” versuche ich das Prozedere etwas zu beschleunigen.
Sie stiert auf den Ausweis.
“Da steht aber M.!”
“Ich weiß, das ist ein luxemburgischer Ausweis, bei uns werden die Geburtsnamen nicht geändert, da wird nur der neue Name ergänzt. Schauen Sie, da unten drunter steht ”ép. T.“ das ist die französische Abkürzung für verheiratete T.”

Sie zeigt auf die Zeile darüber.
“Da steht aber M.”.
“Ja, eine Zeile drunter steht T.. Das ist anders als in Deutschland. Auf deutschen Ausweisen steht T. geborene M., auf luxemburgischen Ausweisen steht M. verheiratete T.! Schreiben Sie bitte T. rein, so heiß ich nämlich”.

Sie wirft die Stirn in Falten, greift zum Formular, schaut drauf und tut…nichts.

“Sie können auch einfach die Daten vom Formular abtippen, da steht alles richtig drauf”.

Sie dreht und wendet wieder den Ausweis, fängt dann aber zu meiner Freude doch an, zu tippen. Halleluja! 

“Staatsangehörigkeit?”
“Luxemburgisch”
Schweigen.

Sie starrt den Monitor an. Dreht wieder den Ausweis auf links, starrt wieder den Monitor an.

“Kann ich Ihnen irgendwie helfen?” frage ich in der Hoffnung, sie suche vielleicht die Ausweisnummer oder verstehe sonst ein französisches Wort nicht.

Sie starrt den Monitor an.

“Ich hab nur Deutsch, Holländisch, Türkisch, Französisch.”

“Da gibt’s doch bestimmt noch ”sonstige“ zur Auswahl wenn Sie runterscrollen”

Gertrude starrt den Monitor an und bewegt die Maus keinen Millimeter.
“Ich hab nur Deutsch, Holländisch, Türkisch, Französisch.”

“Das tut mir aufrichtig leid, aber ich bin halt aus Luxemburg.”

“Beate komm mal her!”.

Beate, vom Aussehen her Azubine erstes Lehrjahr, stapft lustlos ran.

“Ich hab nur Deutsch, Holländisch, Türkisch, Französisch”.

Beate kuckt, schweigt und bewegt die Maus keinen Millimeter.
Ich schaue beide ungläubig an und flehe fast schon: “nehmen Sie Deutsch. Nehmen Sie bitte einfach Deutsch”.

Die Schlange wird länger und länger.

Gertrude greift zu meiner Überraschung nach der Maus und wählt tatsächlich Deutsch aus. Im Dropdown-Menü erkenne ich groß und deutlich “sonstige”. Ich seufze, verkneife mir aber jeglichen Kommentar. Gertrude dreht und wendet den Ausweis abermals.

Sie tippt das Geburtsdatum ein. Das Feld leuchtet rot.
“Sie müssen es mit Bindestrich eingeben”
Gertrude japst entsetzt: “Wie jetzt, Doppelname?”

“Was? Wie? WTF? Nein!” Ich breche innerlich zusammen.
“Nein, ich habe keinen Doppelnamen! Das Geburtsdatum! Sie müssen das Geburtsdatum mit Bindestrichen eintippen, da steht Format tt-mm-jjjj!”
“Ah, das war bei dem Herrn gerade eben auch schon so, sonst ging es nicht weiter”
“Ach was?!” entfährt es mir.

Sie tippt. Das Feld wird grün, welch Wunder!

Sie dreht zum gefühlten 300. mal meinen Ausweis.

“Da fehlt die Adresse.”
“Die habe ich Ihnen ins Formular geschrieben. Luxemburgische Ausweise haben keine Adressaufkleber auf der Rückseite, das ist ein rein deutsches Phänomen”.
“Aber da fehlt die Adresse”. Sie stiert ungläubig auf die Rückseite des Ausweises.

Mein Blutdruck droht meinen Schädel zu sprengen. Ich komme mir vor wie beim Zubettbringspiel von Mini-T.: immer wenn man denkt, man hat’s geschafft, geht’s von vorne los. Whac-a-Mole Level 181. 

“Ja, ich weiß, das ist halt so. In Luxemburg werden keine Adressen auf Ausweise geklebt. Das gibt es dort halt einfach nicht. Tippen Sie sie einfach vom Formular ab, da steht sie drauf”.

Sie grummelt, tippt dann aber endlich.

L I S

“Lieselottenstrasse mit IE” sage ich, bereue es aber sofort schon wieder.

L I S S

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L E

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L I 

Ich möchte ihr die Tastatur entreißen und sie ihr zigfach überbraten.

L I E S S O

Egal, wohn ich halt ab jetzt in der Liessottenstrasse, auch recht, Hauptsache weg hier.

Mist, gemerkt.

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L I S L I E ….

Gefühlte Stunden später, Straße und Hausnummer sind eingetragen. Fehlen noch Postleitzahl und Ort.

“Sie wohnen ja gar nicht in Luxemburg!”
“Nein, ich wohne 10 km von hier entfernt”.
“Dann muss das doch geändert werden!”
“Bitte?”
“Der Ausweis. Dann müssen Sie sich ja ummelden.”

Mein Auge zuckt. Ich möchte in die Theke beißen. Oder ihr einen der Geschenkkörbe überziehen. Oder… nein, das wäre strafbar.

“Ich BIN umgemeldet, aber das steht auf dem Ausweis nicht drauf, ein luxemburgischer Ausweis enthält nunmal keine Adressen!!”
“Dann müssen sie einen neuen beantragen!”
“Wie meinen?”
“Sie müssen einen neuen beantragen mit Adresse”
Mir pulsiert die Halsschlagader und ich setze deutlich lauter an
„Ich krieg doch keinen deut..

Just in dem Moment, als ich drohe, die Contenance zu verlieren und sie anzuschreien, dass man mit Umzug in ein anderes Land Himmelherrgott doch keine neue Staatsbürgerschaft erhält und man auch 20 mal das Land wechseln kann und der luxemburgische Ausweis verdammte Axt immer noch ein luxemburgischer Ausweis ist, vernehme ich die Stimme der Frau neben mir:

“Der Ausweis ist doch bestimmt beim Umzug beantragt worden und nur noch nicht fertig!”

Mir entgleist alles, was ich hab und meine innere Stimme schreit: “ich wohne seit verdammten 20 Jahren hier, wollt ihr mich alle verarschen?!”, bin aber zu perplex, um auch nur in irgendeiner Form zu antworten und stiere die Frau nur gänzlich ungläubig an.

Sie lächelt freundlich und flüstert: “Glauben Sie mir, ich kenne diese Frau, wir stehen sonst morgen noch hier.”

Mir dämmert’s.

Ich atme tief ein und sage so freundlich es mit einem 290er Puls nur geht zu Gertrude: “ja, ja ich weiß, Sie haben völlig recht, aber auf dem luxemburgischen steht die Adresse halt nicht und den deutschen hab ich ja noch nicht erhalten.”

Gertrude nickt zufrieden, scannt die Kundenkarte und reicht sie mir inklusive Ausweis.

Es ist vollbracht! Ich halte den heiligen Gral aller Kundenkarten in der Hand! 

Ich stoße ein dezentes Danke in Richtung der Frau aus, sende 6 Stoßgebete zum Himmel, verabschiede mich und ergreife unmittelbar die Flucht, bevor sie noch was sagen kann.

Und während ich meinen Einkaufswagen schnappe und ihn völlig erledigt trotz neuer Scan & Go Karte zur Kasse schiebe, höre ich wie Gertrude mir nachruft, dass ich aber wirklich erst mit 18 Alkohol kaufen darf.

Vielleicht geh ich nächste Woche doch einfach wieder zu Edeka! 

Beste Grüße Stampin' Up! puenktchenstempel.de

Bye

Nadine

Jubiläumsgewinnspiel: 5 Jahre puenktchenstempel.de

Liebes Saarland und Rest vonne Welt,

ich kann es selbst kaum fassen, aber puenktchenstempel.de wird heute 5! Auf den Tag genau vor 5 Jahren, habe ich meinen ersten Blogbeitrag verfasst.

Wenn mir damals einer gesagt hätte, dass ich 5 Jahre später immer noch mit gleicher Motivation dabei bin, hätte ich vermutlich irrgläubig den Kopf geschüttelt. Und jetzt? Jetzt sind 5 Jahre rum und genau so ist es passiert: auch wenn das veränderte Leben drumherum es ein wenig schwieriger macht, in gleicher Intensität wie früher zu posten, so macht es mir doch nach wie vor noch den gleichen Spaß wie vor 5 Jahren.

Aber nicht nur der Blog hat Jubiläum, zeitgleich habe ich auch bei Stampin‘ Up! als Demonstratorin angefangen, was de facto der eigentliche Grund war, diesen Blog überhaupt ins Leben zu rufen. 

Aber auch das war eine Entscheidung, die ich bisher noch nicht eine Sekunde bereut habe. Wie es dazu kam, dass ich überhaupt Demonstratorin geworden bin, habe ich hier bereits vor längerer Zeit mal beschrieben, die Wortflut kann ich euch also guten Gewissens in diesem Beitrag ersparen.

Das sind nun also 5 Jahre her und in der Zeit hat sich so wahnsinnig viel getan, dass ich es tatsächlich nur schwer in Worte fassen könnte. Aber das Wichtigste ist tatsächlich: ich habe es nicht bereut und ich würde die Entscheidung jeder Zeit noch einmal genau so treffen, wie ich sie damals getroffen habe, denn es war rückblickend einer der besten, die ich überhaupt je getroffen habe, auch wenn das jetzt noch so abgedroschen klingen mag.

Es gehört natürlich schon jede Menge Durchhaltevermögen und Disziplin dazu, einen Blog und ein selbständiges Gewerbe über so viele Jahre zu pflegen, insofern klopfe ich mir jetzt einfach mal selbst auf die Schulter, das geschafft zu haben, aber ich weiß natürlich auch, dass all das nur möglich ist, weil ihr immer wieder zum Lesen, Fotos Kucken und Bestellungen Aufgeben hier vorbei schaut, zu Workshops, Parties oder auch nur zum Käffchen vorbei kommt und mich auf diesem Weg begleitet.

Und genau deswegen möchte ich mich bei euch bedanken und euch auch die Möglichkeit geben, den zukünftigen gemeinsamen Weg mit zu gestalten. 

Schreibt mir einfach, was ihr euch für die nächsten Jahre von mir wünscht,  was ihr sehen oder lesen möchtet, was euch gefällt oder auch nicht so gefällt, sei es hier auf dem Blog, bei Facebook, YouTube oder Instagram und helft mir, euch auch in Zukunft Inhalte zu liefern, die euch interessieren. 

Unter allen Kommentaren und Shares verlose ich als Jubiläumsdankeschön, einen Stampin‘ Up! Einkaufsgutschein im Wert von 100,00 €.

5 Jahre SU puenktchenstempel.de

Den Gewinner werde ich hier am 15.10.2017 bekannt geben und die Person natürlich auch auf dem mir zur Verfügung stehenden Weg kontaktieren.

Ich drücke euch alle Daumen und freue mich sehr auf die nächsten 5 Jahre mit euch,  Stampin‘ Up! und meiner bunten, kreativen und wirren alltäglichen Welt. 

Bye

Nadine

 

CampInk 2017 – Do legst di nieder!

campink 2017

Liebes Saarland und Rest vonne Welt,

in den letzten Jahren hat es sich eingebürgert, dass ich bei größeren Stampin‘ Up! Events den Job der Knipse übernehme. Und so kam es, dass ich auch in diesem Jahr den Weg nach Rückersbach zurücklegte und Kerstin, Jenni und Heike auch bei ihrem diesjährigen CampInk 2017 photographisch zur Seite stand.

Wobei „Weg zurücklegen“ eine gnadenlose Übertreibung ist. Nach anderthalb Stunden im Auto war ich nämlich gerade mal in der benachbarten Pfalz. Eine Strecke, die normalerweise in 17 Minuten zu schaffen ist. Aber 100 Meter Baustelle und dann auch nur eine Fahrbahn, zum Wochenende, einem Wochenende ohne Ferienbeginn oder -ende…. da kann so ein Verkehr schon mal gänzlich zum Erliegen kommen. Denn wo kämen wir auch hin, wenn man so abstruse Regelungen wie Rettungsgasse bilden, bis zum Ende der Fahrbahn durchfahren und Einfädeln lassen berücksichtigen würde. Pfü! Geht ja gar nicht!

So wie die Fahrt begann, setzte sie sich auch fort. Die Bilanz des Tages waren letztlich über 4 Stunden für 209 km, aber ich kam an!

Es versteht sich allerdings leider von allein, dass der Großteil des ersten Workshoptages sich schon dem Ende neigte, als ich endlich der Aufforderung „CampInk, do ’nei!“ nachkommen konnte.

Ich schlich mich also in einem etwas unpassenden Moment rein und zückte die Kamera, sofern man überhaupt luftnötig in einem zu engen Dirdl auf Stöckelschuhen schleichen kann…

Aber Frau will ja ins Konzept passen, also hieß es diesmal leiden fürs Alpenglühen. Wer braucht scho Luft, wenn d’Corsage sitzt.

Man hätte die Luftnot natürlich auch einfach umgehen können…

oder seinen Holzmichl zum Auffangen mitbringen können…

wichtig war aber vor allem eins: bloß keinen Spaß haben. Ist ja schließlich ’ne ernste Angelegenheit hier in Unterfranken! Himmeherrgodsakramentnoamoi!

Neben Holz hatten wir aber auch alle jede Menge Papier vor der Hüttn und das sollte im Laufe der zwei Tage noch zu ordentlichen Projekten verschafft werden.

Die einzige Frage, die sich mir im Verlauf stellte, war ob der gemeine Zipfelmoser auf der Wiesn nicht aweng an Problem mit der Aussprache von „fabisch“ haben wird. Mir wurde seinerzeit in Bayern tschuldigung FRANKEN baygebracht (watn Schenkelklopfer), dass das R zu rollen hat, wie in Schokolarde! Wenn si do amoi net aweng Hessisch oagschlische hott.

Aber ich schweif ab.

Zurück zum Thema. Papier vor der Hüttn verarbeiten. Bitte sehr:

Um nur eine kleine Auswahl zu zeigen.

Was soll ich sagen, am Ende des Tages hatt’mer se doch im Sack die drei und sie lachten.

Ansonsten muss ich vermutlich nicht mehr viel schreiben, der Verlauf solcher Veranstaltungen ist ja meist sehr ähnlich:

Tür auf – Lautstärkepegel hoch, Basteln – Lautstärkepegel runter, Pause, Lautstärke hoch – essen, essen, essen … weiterbasteln … essen, essen, essen … basteln…. essen, essen, essen. Fiepen im Ohr, Ochs in der Semmel im Bauch. Schlafen. Wiederholen. Heim.

Dazwischen noch viel Gaudi, Kleber- und Schneideunfälle, Ratschen, noch mehr Gaudi und am Ende des Wochenendes 6 tolle Projektideen mal mehr mal minder fertig gestellt mit jeder Menge Dekoinput und „muss haben“-Effekte und die Freude, viele liebe Menschen wiedergesehen zu haben.


Ich könnte jetzt noch lang und breit weiter ausholen – wobei ich dann erst mal wieder mein Bayrisch aufpolieren müsste – da ich ja aber weiß, wie neugierig ihr seid, gibt’s jetzt statt weiterer Worte einfach den Link zur Galerie, ich glaube, die Bilder sprechen für sich. 

Zur Galerie

Pfiat eich

Nadine

 

5 Dinge, die schön waren im September 2017

Liebes Saarland und Rest vonne Welt,

der September neigt sich dem Ende und auch diesen Monat möchte ich einmal kurz Revue passieren lassen, was in diesem Monat schön war.

1. Meine erste Nacht allein im Hotel seit über zwei Jahren.

Ich kann die Vorfreude nicht in Worte fassen! Wir sind ja, gesegnet mit einem Kind, das sich schlaftechnisch in der Besucherritze am wohlsten fühlt und einer Familie, die so weit entfernt wohnt, dass mal ein schnelles Übernachten bei Oma und Opa schlicht bisher nicht drin war. Und so habe ich tatsächlich seit Sommer 2015 nicht eine einzige Nacht alleine in einem Bett gelegen, denn bei allen Auswärtsübernachtungen hat es sich so ergeben, dass Mann und Kind mitgereist sind.

Aber nun war Teamtreffen in Gelsenkirchen und ich fuhr alleine hin. Ganz ganz alleine. Mit Übernachtung! ❤️

Was wurden mir im Vorfeld Dinge auf dem Spielplatz und beim Teamtreffen prophezeit. “Du wirst kein Auge zu tun”, “du wirst sie die ganze Nacht suchen”, “du wirst sie vermissen”, “du wirst aufwachen und erschrecken weil niemand da ist”…

Was soll ich sagen, nichts dergleichen trat ein. Ich bin um 22 Uhr ins Bett gefallen und hab geschlafen wie Stein. Ein toter Stein. Ein sehr, sehr alter, toter Stein. Bis 3 Uhr. Dann haben mich derart viechische Halsschmerzen geweckt, dass an ein Weiterschlafen fern des Medikamentenschranks nicht mehr zu denken war. *ergänze hier vulgären Fluch-Jargon deiner Wahl*.

Murphys Law! Frei nach dem Motto “Mama, wenn du schon ohne mich woanders schläfst, geb ich dir wenigstens was mit, das dich an mich erinnert: meine Kindergartenbazillen”. Danke mein Sohn, ich hab dich auch lieb.

Wo wir schon beim Thema sind: an alle Eltern, die ihre Kinder wissentlich krank in Betreuungseinrichtungen abgeben oder sie auf Spielplätze, in Musikschulen, Sportvereine und ähnliches schleppen, “heute Nacht hat er noch gebrochen, aber er wollte sooooo gern kommen”, euch wünsche ich Flöhe und zu kurze Arme zum Kratzen!

Dennoch: Halsweh hin oder her, ich hatte ein Bett für mich allein. Und ich wage zu behaupten, dass das der heimliche feuchte Traum aller Mütter weltweit ist. Meiner mal definitiv!

2. Der Medikamentenschrank

Rekapitulieren wir kurz den Monat:
Woche 1: Kind leichte Triefnase.
Woche 2: Mutter fiebrige Angina.
Woche 3: Mutter Angina besser, dafür 2x Zahnextraktion mit nicht heilen wollendem Zahnkanal.
Woche 4: Kind Bronchitis mit Pseudokrupp, Mutter und Vater erneute Gäste auf dem viralem Mutterschiff mit noch unklarem Reiseziel.

Ich gebe es unumwunden zu, die Pharmaindustrie war/ist/bleibt in diesem Monat mein bester Freund und ich könnte dankbarer dafür nicht sein.

3. Stampin’ Up! Treffen

Mit Paulines Teamtreffen und dem Saartistic2 Demotreffen gab es im September gleich zwei Veranstaltungen, die durch wunderbare Stimmung und einzigartige Menschen herausstachen.

Gerade letztere hat mich im Vorfeld etwas nervös werden lassen. Da plant man monatelang, macht sich Gedanken und zerbricht sich den Kopf, ob man allen gerecht wird, sich die Mädels wohl fühlen und einen schönen Kreativtag haben und dann wird man kurz vor knapp derart krank, dass tatsächlich kurz in Frage stand, ob ich den Tag überhaupt überstehe. Aber hat erstaunlich gut geklappt, wozu Endorphine nicht alles gut sind, und ich bin tatsächlich fitter abends nach Hause gefahren als in der Früh hin. Da soll mal noch einer sagen, Basteln wäre sinnlos.

4. Nachbarn und Freunde

Events mit 80 Leuten schafft man nicht allein. Schon mal gar nicht, wenn man tags zuvor noch mit Fieber rumgerannt ist. Da ist es mit Geld nicht zu bezahlen, dass Nachbarssöhne mal eben zum Tische Aufbauen mitkommen, -tochter samt Freundin den Küchendienst übernimmt und der Auf- und Abbau maßgeblich von freiwilligen Helfern getätigt wurde. Andernfalls hätte ich den Tag wohl eher nicht überstanden. Ein ganz großes Dankeschön nochmal an dieser Stelle!

5. Der Garten

Auch im September machte er mich wieder glücklich. Zu sehen, dass totgeglaubte Pflänzchen sich doch noch prächtig entwickeln, die letzten sommerlichen Sonnenstrahlen alles noch ein letztes mal Aufbäumen lassen und dem Kind beim Umschichten des Sandkastens und Steinhaufens zuschauen zu können, das alles erdet mich und bringt mich zur Ruhe.

Auch wenn der Garten uns im wahrsten Sinne über den Kopf wächst, so ist es doch einfach nur schön. Außer der Vorgarten. Der ist alles, nur nicht schön. Aber vielleicht schafft der es ja in die Top 10 vom Oktober. Mal schauen.

Sicher, es gab noch mindestens 5 weitere Sachen, die schön waren und die ich verbloggen könnte. Aber nachdem gerade 2/3 des T.schen Haushaltes zum ersten Mal seit langem endlich friedlich schlafen, werde ich das Ganze jetzt voll machen und mich dazu gesellen. Denn Schlafen ist von allen schönen Dingen mit Abstand das Schönste und ich brauche ja schöne Momente, um im Oktober was zu berichten zu haben 😉

Aber bevor ich mich jetzt verabschiede möchte ich noch auf etwas hinweisen, das für alle Kreativen unter euch, also sozusagen für 99% aller Leser dieses Blogs eine super tolle Info ist:

Stampin‘ Up! Aktion: Wir feiern den Weltkartenbasteltag mit 15% Preisnachlässen

Am 7. Oktober 2017 ist wieder Weltkartenbasteltag. Ein einziger Tag ist natürlich für uns Stampin‘ Up!ler viel zu kurz und deswegen feiern wir einfach ganze 10 Tage lang, nämlich vom 01. bis zum 10. Oktober. Weil aber alleine feiern doof ist, nehmen wir euch einfach alle mit an Bord und schenken euch zur Feier des Tages mal eben 15 % Preisnachlass auf diese Produkte.

Und beim Kauf von Flink-Fix-Spezialklebeband (Art.-Nr. 129026) gibt es zwei Nachfüllpackungen GRATIS dazu!

Diese Aktion gilt wie gesagt für Bestellungen zwischen dem 01. und 10, Oktober 2017 und gilt sowohl für Bestellungen per Mail/Telefon als auch im Online Shop. Ich freue mich, von euch zu hören.

 

Bye
Nadine

Danke für deine Stimme

Liebes Saarland und Rest vonne Welt,

heute geht es hier mal etwas politisch zu. Ja, soll auch mal vorkommen. Das ist der Vorteil des eigenen Blogs, dass man auch mal was verfassen darf, was nicht so wirklich zum eigentlichen Blogthema passt.

Auch dem unpolitischsten Menschen dürfte inzwischen aufgefallen sein, dass am Sonntag Bundestagswahl ist. Ich persönlich würde sehr gerne daran teilnehmen, nun ist es aber leider halt so, dass ich zwar durchaus in diesem wunderbaren Land leben, studieren, unterrichten, arbeiten und Steuern zahlen darf, es aber die kleine Zeile „Staatsangehörigkeit“ auf meinem Pass unterbindet, dass ich mich an der Bundestagswahl beteilige.

Klingt doof, ist doof.

Was ich nämlich hier in meiner Wahlheimat nicht darf, ist für mich in meiner Geburtsheimat sogar Pflicht. Auch nach 20 Jahren „Exil“ noch.

Klingt ebenso doof, ist ebenso doof.

So sehr ich eine generelle Wahlpflicht auch begrüße (ja, manchmal muss man die Leute zu ihrem Glück zwingen), empfinde ich es dennoch als völligen Quatsch, in einem Land wählen zu müssen, in dem man zufälligerweise geboren wurde, dort inzwischen aber den kürzeren Abschnitt seines Lebens verbracht hat, dafür aber in dem Land, in dem man mit Haus, Kind & Hof heimisch geworden ist und die längste Zeit seines Lebens verbringen wird von der Wahl ausgeschlossen ist.

Aber nun gut, so ist das nunmal mit diesen Staatsbürgerschaften und den künstlich festgelegten Grenzen und Hoheitsgebieten. Da könnt ja wem wat weggenommen werden, ne.

Deswegen kommt aber nun ihr nun ins Spiel. Wenn ich mich schon nicht beteiligen darf, tut mir bitte den Gefallen und lasst eure Stimme nicht verfallen.

Ich kann zwar absolut nachvollziehen, dass der ein oder andere von den etablierten Parteien enttäuscht sein mag, mit Politik generell nix am Hut hat oder aber das Gefühl hat, eh nix bewirken zu können, aber hey, es gibt so unfassbar viele alternativ Parteien, da wird sich schon was finden lassen, was sich wählen lässt.

Und damit meine ich echte Alternativen und nicht die Alternative für Deutschland, die keine ist. Denn mit Verlaub diese Partei ist nicht wählbar.

Ein 76seitiges Wahlprogramm, das auf mehr als 50 Seiten klingt, als wäre es 1483 in einer oberbayrischen Schenke von dicken, alten, weißen Männern nach zu viel Selbstgebrautem verfasst worden, darf in einem aufgeklärten, freien, gebildeten 21. Jahrhundert einfach nicht als wählbar gelten, egal wie sehr alle anderen versagt oder nicht versagt haben. Am Ende der 76 Seiten hatte ich tatsächlich das Verlangen, nochmal vorne angefangen, nur um sicherzugehen, dass ich nicht doch einen Paragraphen im Kleingedruckten, übersehen habe, dass Frauen, Alleinerziehenden oder gar Schwulen und Lesben und allem, was für diese Herrschaften sonst noch so unter bäh wuäh fällt das Wahlrecht wieder aberkannt wird.

Gleichberechtigung, na gut, wenn es denn unbedingt sein muss, aber Gleichstellung??? Nein, das geht nun wirklich nicht.

Unterstützung für Alleinerziehende, die den Partner aus welchen Gründen auch immer vor die Tür gesetzt haben? Na wo kommen wir denn da hin. Ist doch egal, ob der Alte dich und die Kinder regelmäßig gegen die Wand klatscht. Bleib gefälligst bei ihm und füge dich ins klassische Familienbild, wenn du nicht am Hungertuch nagen willst!

Ach, und dann wäre da ja auch noch die Sache mit dem Deutschland den Deutschen. Man möge mir verzeihen, dass ich an dieser Stelle mit einem Geschichtsbuch um mich schlagen möchte. Ein „deutsches Volk“ existiert nämlich historisch gesehen gar nicht. Erzähl mal 500 n.Chr. einem Sachsen, dass er zum gleichen Volk wie „der Franke“ oder „der Baier“ gehört. So schnell kannst du gar nicht schauen, wie da zappeduster ist. Von noch früherer Ethnogenese möchte ich gar nicht erst anfangen…

Was ich damit sagen möchte:

Braun steht nur Schokokuchen gut!

Nicht jeder, der die AfD in Betracht zieht ist automatisch ein Nazi. Das ist mir durchaus bewusst. Nur ist es halt so, dass diese Partei Rechtspopulisten und Nazis in den eigenen Reihen offen zulässt, unterstützt und ihnen zu einem breiten Sprachrohr verhilft.

Und somit unterstützt jeder, der die AfD wählt, automatisch auch das rechteste braune Gesocks dieser Partei. Und das, mit Verlaub, geht gar nicht! Sollte es diesbezüglich Fragen ob des weshalbs geben, packe ich gerne zur Anregung des Denkvermögens nochmal das Geschichtsbuch aus.

Es.geht.einfach.nicht!

Und das sage ich nicht, weil auf meinem Pass zufällig etwas anderes in der Spalte steht, wo nach AfD Meinung ausschließlich „Deutsch“ zu stehen und zu gelten hat. Nein, das sage ich, weil ich völlig ungeachtet jeglicher Staatsangehörigkeit, Religion und Kultur an humanistische Werte, das Grundgesetz und das Gleichheitsgebot glaube, drei Dinge, die mit dieser Partei nicht einhergehen, auch wenn sie noch so laut polarisiert und schreit.

Aber gut, ich halte es mit lauten Geschrei in der Politik eh genauso wie in der Schule und bei Großschadensereignisses: die, die am lautesten schreien, sind in der Regel nicht die, die am dringendsten Aufmerksamkeit und Unterstützung benötigen. Die die still in der Ecke sitzen und nichts von sich geben, das sind die, um die man sich kümmern muss, wenn man Katastrophen verhindern möchte.

Bevor ihr euer Kreuzchen also aus Protest gegen die Etablierten dem lautesten Platzhirsch gebt, schaut bitte erst mal noch nach den Parteien, die die Sau nicht mit dem Megaphon durchs Dorf treiben.

Denn ich bleibe dabei: Braun steht nur Schokokuchen gut und zurück ins erzkonservative Mittelalter muss unsere Gesellschaft definitiv nicht. Da waren wir schon, war nicht schön.

Insofern, bevor ihr aus Protest das Kreuz bei der AfD setzt, wählt von mir aus die Bibeltreuen Christen, wählt die V-Parteil (für die, die es nicht wissen: Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer) oder auch das Bündnis Grundeinkommen, völlig wurscht, nur wählt und unterstützt aus Protest keine Partei, die rechtes Gesocks unterstützt. Es könnte nämlich passieren, dass sonst plötzlich mehr Braunes über dieses Land schwappt, als uns allen lieb sein mag. Denn nur als kleiner Denkanstoß: braunes, was von unter Tage hochschwappt ist in der Regel kein Schokoladenbrunnen…. Ich danke euch von Herzen.

Bye

Nadine

P.S.: nein, die Farbe des Kärtchens ist kein subtiler politischer Hinweis. Auch die FDP würde mein Kreuzchen nicht bekommen, wenn mir eins zustünde. Denn so maßgeschneidert kann der Anzug von Herrn Lindner gar nicht sitzen, dass er einen Wahlkampfparolenschwachfug wie  „Digital first, Bedenken Second“ wett machen könnte.

P.P.S.: um den Einfluss der AfD letztlich aber wirklich so gering wie möglich zu halten, brauchen die sicher im Bundestag vertretenen Parteien eure Stimme. Denn alle Stimmen für Parteien, die unter der 5% Prozent Grenze bleiben, fallen am Ende unter den Tisch und spielen bei der Verteilung der Sitze schlicht keine Rolle mehr. Just saying…

Ein alternativer Adventskalender

Liebes Saarland und Rest vonne Welt,

während dieser Beitrag auf dem Blog erscheint, wusel ich inmitten 80 Stampin‘ Up! Demonstrator Kolleginnen umher und habe ganz sicherlich jede Menge Spaß.

Eins unserer drei Projekte dieses Tages ist ein etwas anderer Adventskalender. Da wir die Deko unseres Treffens in diesem Jahr komplett in schwarz-weiß-grün gehalten haben, wollte ich ein dazu passendes Projekt gestalten.

Nun sind die Hüften im T.schen Haushalt durchaus schon breit genug, also ist mal ein Adventskalender entstanden, der nicht ausschließlich aus Schokolade besteht.

Neben 16 Kärtchen, in die man auch einfach mal nur was nettes reinschreiben oder mal einen Gutschein reinkleben kann, finden sich nämlich nur 8 Schachteln in unterschiedlichen Größen auf dem Kalender, in die man dann natürlich auch mal was Süßes oder sonst was hübsches reinpacken kann. Auf dem Bild sieht man es jetzt nicht, aber die Höhen der Boxen variieren von 1 cm bis 3 cm. Wenn den Liebsten also mal gar nichts anderes einfallen sollte, würde rein theoretisch auch z.B. eine mittlere Schmuckschatulle drin Platz finden können, nur mal so als ganz unschuldiger Gedankengang.

Die Grundfläche der Karten beträgt 7,4 x 10,5 cm, so bekommt man aus einen A4 Bogen praktischerweise vier Karten bzw. je nach Höhe zwei Boxen raus. Ich liebe es ja, wenn keine Schnipsel übrig bleiben. Und der Vorteil der monochromen Variante ist eindeutig, dass man eine Fülle an Gestaltungsmöglichkeiten hat, ohne sich in den Ruin treiben zu müssen. Ein bisschen schwarz/weiß hat ja jeder von uns zu Hause. Und sei es nur in Form eines Eddings, mit dem man auch prima per Hand malen kann, wie z.B. die Nummer 7 und die Nummer 21.

Aufgeklebt habe ich die Karten und Boxen auf einen Bilderrahmen vom gelb-blauen Möbelhaus in Größe 50×70 cm.

Materialliste schwarz-weiß Adventskalender

*Material aus dem Stampin‘ Up! Jahreskalender 2017-2018 bzw. Herbst-/Winterkatalog 2017. Ggfs. nach dem 31.05.18 bzw. 02.01.18 nicht mehr erhältlich.

Wer heute schon ein paar Einblicke in unser Treiben und in die Deko bekommen möchte, dem würde ich meine Instagram-Story ans Herz legen. Ich werde mich bemühen, immer mal kleine Sequenzen hochzuladen. Ich hoffe inständig, ich komme dazu. Ansonsten müsst ihr euch leider noch ein paar Tage gedulden, bis die Fotos von morgen den Weg auf den Blog finden.

Wie haltet ihr es so mit der Weihnachtsdeko? Eher klassisch grün/rot oder auch mal einfach nur schwarz/weiß?

Bye

Nadine

 

 

12 von 12 im September 2017

Liebes Saarland und Rest vonne Welt,

letzten Monat habe ich ja damit begonnen, bei dem Blogger-Hop 12 von 12 mitzumachen. Nun ist heute wieder der 12. des Monats, also lasse ich euch auch diesmal wieder an meinem Tag teilhaben.

Kurzum: er hätte unspektakulärer nicht sein können.

Wenn ich ihn in einem Bild festhalten müsste, wäre es wohl folgendes:

Die Seuche hat mich nach wie vor fest im Griff, was mich in Anbetracht des bevorstehenden Stampin‘ Up! Demotreffens am Samstag nicht nur schniefen sondern auch im Strahl brechen lässt. Ich hab’s zwar diesmal sogar hinbekommen, nicht alles auf den letzten Drücker zu erledigen, aber jeder, der schon mal ein größeres Event geplant hat, kann sich wohl munter vorstellen, dass doch noch jede Menge kleinere und größere Handgriffe getätigt werden müssen, bevor alles erledigt ist, was mit Brummschädel, zu kurzer Nacht, Schniefnase und gereizten Bronchien allenfalls mühselig von der Hand geht.

Der Tag begann, wie ihn sich die ein oder andere Frau vielleicht sogar wünschen würde. Ich fühlte eine Hand im Gesicht und mir wurden die Worte „heiß bist du“ ins Ohr geflüstert.

Wer sich nun denkt, dass es bei T.s in der früh schon abgeht wie Luzi, wird leider enttäuscht. Die Hand gehörte dem Nachwuchs und die Worte hätten wörtlicher nicht gemeint sein können:  38,3° Fieber. Ächz.

Also erst mal dopen. Nicht, dass es wirklich was bringen würde, denn Erkältungen dauern mit Medikamenten üblicherweise 7 Tage und ohne eine Woche, aber wenigstens hat man das Gefühl, was getan zu haben.

Es ging dann auch nahtlos weiter mit der Lazarettkulinarik.

Der Nachwuchs, der die Seuche überhaupt erst angeschleppt hat,  auch alles andere als fit, so dass erst mal erfolgreiches auf der Couch Lungern angesagt war. Gott lob Netflix, DVD Player und Amazon Prime! Der Vormittag bestand also quasi ausschließlich daraus, eine Folge Sendung mit der Maus nach der nächsten zu schauen. Was soll man auch sonst machen, wenn man krank ist und es draußen schüttet wie aus Eimern.

Irgendwann wurde das Rumlungern dann doch ein wenig zu öde und wir machten uns daran, noch ein wenig für das Demotreffen vorzubereiten.

Ja wir. Alleine stempeln ist nämlich nicht mehr. Sobald ich auch nur mit einem Stempelset ums Eck komme, muss ich es hergeben.

Inwiefern die Hilfe von einem Zweijährigen tatsächlich Hilfe ist, sei mal dahin gestellt, aber der Wille ist da. Und wie er da ist. Laut und ausdrucksstark.

Passend zum allgemeinen Zustand fiel das Mittagessen heute besonders reichhaltig und nahrhaft aus. Aber was soll ich sagen, das Kind war glücklich. Und beim Nachmittagssnack erst…

Wobei ich gestehen muss, dass die Mutter noch einen Ticken glücklicher war als das Kind. Aber keine Angst, bevor jetzt die Zeigefinger kommen, es gibt auch Gesundes im Hause T.

Die Suche nach meinem Handykabel hat mich tatsächlich auch mal an die frische Luft gebracht. Naja, also einmal bis zum Auto und wieder zurück,

und was soll ich sagen, ich hätte mich nach den 20 Metern auch wieder unmittelbar hinlegen können.

Da aber tatsächlich mal für einen kurzen Moment die Sonne rauskam und es nicht wie aus Eimern schüttete, wagte ich noch einen kleinen Blick ins Beet.

Ich habe nicht mehr damit gerechnet, aber die „Naschzipfel“ werden tatsächlich so langsam rot. Keine Ahnung, wann üblicherweise Erntezeit für Chilis ist, das mit dem Gärtnern lernen wir ja erst, aber ich werde sie mal noch ne Weile hängen lassen. Entweder der Rest wird auch noch rot oder aber sie sind demnächst genau so tot, wie es die Gurkenpflanze allmählich ist.

Einen letzten Smoothie können wir aber wohl noch damit auffüllen. Sonst fällt mir nämlich nichts mehr ein, was man mit der gefühlten 4879sten Gurke in diesem Sommer noch machen sollte. Tja, und dann ist auch schon Herbst. Was im Sommer die Gurke, ist im Herbst der Kürbis. Wenn die alle noch was werden, Hallelujah, dann wird es bis mindestens Februar viel Suppe geben.

Für weitere Rezepte mit Butternuss bin ich dankend offen.

Soviel zum heutigen Tag in 12 Bildern. Es ist jetzt 18 Uhr, es kommt mir vor wie 23.30 Uhr, insofern wird es jetzt noch ein kleines Abendessen geben, was dankenswerterweise seit Wochen der Part des besten Ehemannes von Welt ist und dann liegt Frau T. auch schon wieder sehr zügig im Bett und wird hoffentlich morgen früh mit anderen Worten begrüßt.

Bye

Nadine

Paulines Teamtreffen September 2017

Liebes Saarland und Rest vonne Welt,

vielleicht habt ihr es gestern und vorgestern bereits bei Facebook oder Instagram gesehen, ich hatte übers Wochenende zwei ganze Tage Freigang. Olé, olé!

Keine Arbeit, kein Haushalt, kein Mann, kein Kind. Und zwar nicht nur zwei Tage sondern auch noch eine komplette Nacht!! Eine ganze Nacht alleine im Hotel. Ohne Milch, ohne Windeln, ohne Schmatzen, Schnarchen, Zähneknirschen oder Rippentritte. Ich konnte mein Glück kaum fassen.

Aber kennt ihr Karma? Diese miese kleine Kackbratze, die einem nichts, aber auch gar nichts vergönnt? Genau diese Karma sorgte nämlich spontan dafür, dass mir auch in meiner ersten Nacht alleine seit über zwei Jahren kein Schlaf vergönnt war. Nicht etwa, weil ich das Kind vermisste, wie mir ein Großteil der Teilnehmerinnen es vorhergesagt haben, nein, sondern durch winzig kleine elendige Bazillen, die sich in Hals und Nase breit machten und mir mal spontan derartige Halsschmerzen bescherten, dass ich alles in allem auch wieder nur 3 Stunden geschlafen habe. Hmpf!

Aber ich will nicht jammern, anderen fliegen gerade die Häuser um die Ohren oder säuft das komplette Hab und Gut ab, da ist so eine Erkältung doch das geringere Übel, egal wie sehr sie einen beutelt.

Auf Schloss Berge sollte das Teamtreffen diesmal stattfinden. Eine schöne Location mitten in einer gar nicht mal so kleinen Parkanlage, die standesgemäß natürlich auch gleich mehrere Brautpaare inklusive Hochzeitsgesellschaft angelockt hat. Was gleich mal dazu führte, dass mir einer der Gäste gar nicht mal so freundlich Aufträge erteilen wollte, was ich denn zu fotografieren hätte. Er war sichtlich irritiert, als ich ihm freundlich aber bestimmt zu verstehen gegeben habe, dass ich es lieber dabei belasse, das Event zu knipsen, für das ich angereist bin und er leider seine Handykamera bemühen muss, wenn er spezielle Motivwünsche hat.

Depp.

Mit einer Materialschlacht vom anderen Stern begrüßte uns Jenni recht herzlich und nach einem längeren Plausch und ein paar „Ehrungsrunden“ ging es dann auch schon kreativ weiter.

Natürlich nicht, ohne Steffi zu ihrem Wahnsinnsmeilenstein von einer Million Umsatz zu gratulieren. Halleluja, eine Million, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Eine Wahnsinnsleistung in so kurzer Zeit.

Der Kreativteil bestand daraus, dass tischeweise Themen gezogen wurden, die wir nach unserem persönlichen Geschmack umsetzen sollten. Da ich in einer Gruppe mit 40 Leuten unter Zeitdruck so kreativ bin, wie ein Stück Treibholz vor Rügen bei Windstärke Null, blieb ich mal wieder beim Fotografieren.

Dafür waren aber alle anderen sehr fleißig bei der Sache. Es wurden Themen wie Winter, Herbst, Weihnachten, spezielle Farbkombinationen, sowie Halloween und das Thema „lecker“ bedient.

Die Ergebnisse waren phänomenal. Das Wetter ließ uns leider etwas im Stich, so dass die Lichtverhältnisse zum „mal eben schnell“ fotografieren leider etwas ungünstig waren. Aber wir sind ja hier auch kein Hochglanzmagazin 🙂

Hunger mussten wir auch wieder nicht leiden. Ein standesgemäßes Buffet im herrschaftlichen Ambiente versüßte uns die Mittagspause.

 

Lecker war’s!

Satt und in Futternarkose wurden am Nachmittag die Thementische fertig gewerkelt und es sollte ein Gewinner gekürt werden. Ja denkste. Mach mal eine Applaus-Abstimmung, wenn bei jedem einzelnen Tisch, der Applaus genau gleich laut ausfällt. Da musste neutrale Fachkompetenz her.

Am Ende war man sich einig, sich nicht einig zu sein. Es gab kein besser oder schlechter. Die Tische waren einfach alle gleich toll und dann war es auch schon 18 Uhr. Schwupp, Tag 1 rum.

Also fast.

Ein Tag kann natürlich nicht ausklingen, ohne nochmal was gegessen zu haben. Man könnte ja nach Frühstück, zweitem Frühstück, Mittagsbuffet und Kuchenpause glatt noch Hunger haben!

Also ging es mit 40 Mann hoch in ein stylisches asiatisches Lokal, wo der Abend dann gemütlich bei nochmal viel zu viel Essen ausklang.

Dann kam die Nacht, in der mir wieder mal kein Schlaf vergönnt war und der zweite Tag des Teamtreffens brach an. Diesmal sogar mit Sonnenschein und natürlich auch wieder einer Kreativaufgabe für jedermann: ein Dezember-Album. Weihnachten kommt ja immer so plötzlich und so hat man schon eine Vorlage, für den Fall, dass man seinen Dezember dokumentieren möchte.

D’Chefin selbst legte auch Hand an.

Wieder entstanden einzigartige Werke, was hat man auch anderes erwartet.

Ach, und hab ich erwähnt, dass man ja vielleicht nach der samstäglichen Fressorgie wieder Hunger haben könnte? Nur für den Fall gab es sicherheitshalber noch ein Brunchbuffet mit einer klitzekleinen Auswahl.

Kugelrund, immer noch mit Halsweh und halbkomatös war es dann auch schon für mich an der Zeit, mich zu verabschieden. Gelsenkirchen will und will ja einfach nicht näher ans Saarland ran rücken, so dass ich leider schon ein wenig früher aufbrechen musste, um den Mann und das mamaentzügige Kind bei den Schwiegereltern einzusammeln und zu einer halbwegs zivilen Zeit zu Hause anzukommen.

Natürlich nicht, ohne das obligatorische Gruppenbild.

Schee war’s und ich freu mich jetzt schon auf’s nächste Jahr. Nicht zuletzt, weil Gelsenkirchen dann voraussichtlich doch mal näher ans Saarland rückt, aber das erklär ich euch, wenn es soweit ist.

Wem das jetzt noch nicht genug Bildmaterial war, der kann sich gerne noch durch die Galerie klicken.

Zur Galerie

Bye

Nadine

10 Dinge, die schön waren – August 2017

Liebes Saarland und Rest vonne Welt,

um vor lauter Familie, Kind, Haus, Haushalt, Arbeit, Garten, Vorbereitungen für Kreativtreffen und und und nicht den Verstand zu verlieren, sollte man sich manchmal vielleicht mal die Dinge ins Gedächtnis rufen, die wirklich schön sind/waren. Und weil mir gerade tatsächlich danach ist, schreiend im Kreis zu laufen, gibt’s heute (mehr für mich als für euch) eine „kleine“ Liste mit Dingen, die ich im August sehr genossen habe.

1. Gutwettertage

Zugegeben, sie waren im August eher selten. Aber wenn die Sonne dann mal raus kam, war es richtig schön. Nicht zu warm, nicht zu drückend. Genau so, dass es für mich Winterkind optimal war.

2. Gartenfestchen

Ab und an stehen im Hause T. mal Geburtstage an. Oft verstreichen sie einfach so, aber manchmal wird auch ein wenig gefeiert. Wenn es dann aber so ist, dass man eingeladen hat, es aber eine Woche vorher durchgehend geschüttet hat, eine Woche nachher durchgehend geschüttet hat, nur am Tag selbst es strahlend blauer Himmel und bestes Garten-/Grillwetter hatte, dann muss man einfach dankbar sein!

3. Kurzzeitkinderbetreuung

6 Wochen Sommerferien, davon drei ohne jegliche Form der externen Kinderbetreuung, das gehörte nicht ganz so zu den Dingen, die schön waren im August. Ihr lieben ErzieherInnen/BetreuerInnen da draußen, ich danke euch von Herzen für jede einzelne Sekunde, die ihr uns Müttern die Zwerge abnehmt und ein wenig Zeit für uns selbst verschafft. Ich liebe unseren Nachwuchs keine Frage, ich liebe ihn wirklich sehr. Nur ist er halt noch sehr klein und es wird ihm schnell langweilig, wenn Mama so völlig abwegige Dinge wie Buchhaltung machen möchte. Oder allein aufs Klo gehen… und dann kommt er auf blöde Ideen oder die Stimmung kippt. Oder auch beides.

Kurzum, ich hätte vor Glück quieken können, als die Kurzzeitbetreuung nach den Ferien wieder aufmachte. Denn auch wenn es “nur” 20 Stunden im Monat sind und kein regulärer Kita-Platz, sind es genau diese 20 Stunden, die mich davor bewahren, beim 287.654sten “Mama” noch vorm Frühstück einfach überzuschnappen.

4. Genuwine – Pony

Ja, genau das Lied zu dem sich Channing Tatum ölverschmiert durch eine Werkstatt aalt.

Aus welchen Gründen auch immer, macht mich das Lied froh. Das liegt jetzt nicht zwingend an Herrn Tatum, auch wenn es zugegebenermaßen Schlimmeres gibt, was man frau sich ankucken könnte. Aber unter uns gesagt, wer braucht schon Sixpacks, wenn man selbst ne zarte 46er Kleidergröße vor sich her trägt? Hatte ich mal, taugte nix.

Nun ist es aber manchmal so, dass Mann und Kind bereits im Bett liegen und das Haus komplett in Stille gehüllt ist. Wenn dann Frau T. sich um 23:30 Uhr noch mit Katalogversand und Buchhaltung beschäftigt und es just in der Sekunde, wo sie alles ausschalten und schlafen gehen möchte, leise aus dem Eck im Wohnzimmer tönt: “…düb, düb, düb …🎶 i’m just a bachelor, looking for a partner 🎶 …düb, düb, düb…”, dann kann es schon mal passieren, dass das Schlafen gehen noch um 4 Minuten 30 verschoben wird und die T. noch eine Runde durchs Wohnzimmer tanzen muss. Ja, ich mag das Lied. Leugnen wäre zwecklos.

Aber um jeglicher Bilder im Kopf vorzubeugen: es ist jetzt nicht so, dass ich mich dabei ölverschmiert mit ner Flex über den Wohnzimmertisch räkele, denn sind wir mal ehrlich, was in Videos gut aussieht, hat mit der Realität meist recht wenig zu tun…

Zur Verdeutlichung:

Don’t Cha? TAP FOR 🗣#celestechallengeaccepted #celestebarber #funny #alexisren

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Also bei aller Liebe, so sehr ich die Körperkontrolle von Familie Tatum auch bewundere und beneide, DAS werde ich in diesem
Leben nicht mehr erreichen. Insofern: Belassen wir es einfach dabei, dass sich meine R&B Dancemoves auf nachts um 23 Uhr bei geschlossenen Rolläden im Wohnzimmer beschränken. Das macht uns alle glücklich. Vor allem die, die es nicht sehen müssen.

5. Die Melone / das Hochbeet

Alles Hämmern und Sägen hat sich mehr als gelohnt. Neben Gurken in der Größe des Mini-T.s, Paprika, Kürbis und Aubergine brachte das Hochbeet auch eine Melonenpflanze hervor, die drohte, die halbe Nachbarschaft einzunehmen.

Geschmacklich war die erste geerntete zwar noch ausbaufähig, was wohl auf den klassischen Fall von zu früh gepflückt zurückzuführen war. Aber alleine die Tatsache, dass an einer Melonenpflanze in einem Hochbeet in unseren Breitengraden ca. 10 Früchte dran hängen, lässt mich quieken.

6. Unkrautfreie Einfahrt

Rücken. Oh Gott hatte ich Rücken. Aber wenn man bedenkt, dass diese komplette Fläche vorher ein einziges Moos-Unkraut Konglomerat war, erfüllt es mich mit purer Freude, dass es jetzt wieder sauber ist. Ich korrigiere: war! Zum Zeitpunkt des Erscheines dieses Blogbeitrags hat die grüne Hölle die feindliche Übernahme schon wieder volle Lotte voran getrieben.

7. Abendspaziergang

Es ist verrückt, aber seit Tagen besteht der Nachwuchs auf einen abendlichen Spaziergang. Den ganzen Tag über muss man das Mini-T.  quasi gewaltsam von bewegten Bildern und der Couch fernhalten, aber pünktlich zum Abendessen schießt ihm plötzlich der natürliche Bewegungsdrang seiner Altersklasse durchs Hirn und es will raus.

Auch wenn mir um die Uhrzeit eindeutig mehr nach Sofa und Kinderzapfenstreich wär, muss ich ja zugeben, dass es auch einfach schön ist, am Abend zusammen als Familie eine Runde durchs Viertel zu drehen, ein wenig Luft zu schnappen und die beginnende Nachtruhe zu genießen. Ich könnte danach tatsächlich unmittelbar selig einschlummern.

8. Bücher

Hinsetzen und in Ruhe ein Buch lesen. Wie ich es vermisse. Man muss nämlich dazu sagen, dass ich lesetechnisch eher etwas extrem veranlagt bin. Entweder ich lese gar nicht oder aber ich verschlinge die Lektüre und höre erst auf, wenn es zu Ende ist. Ich brauche wohl niemandem mit Kleinkind zu erzählen, dass letzteres nur noch möglich ist, wenn man gänzlich auf Nachtschlaf verzichtet. Aber unter uns gesagt: ich bin zu alt für den 💩. Wenn Frau T. nicht ein Mindestmaß von 7 Stunden Schlaf bekommt, ist sie gelinde gesagt tags drauf am A… hinteren Körperteil, auf dem man sitzt. Da der Nachwuchs es allerdings seit Jahren drauf anlegt, mir maximal 3–4 Stunden zu gönnen, kommt Literatur im T.schen Haushalt derzeit zu kurz. Es sei denn, man zählt “das ist Bauer Bernd mit seinem Traktor…” und “Heute ist ein aufregender Tag, Bagger Ben geht mit seinen Freunden Kiki der Kipplaster…in den Baustellenkindergarten” zu Literatur. Dann haben wir derzeit tatsächlich sogar einen eher exzessiven Hang zur Literatur im Hause T., aber ich beziehe mich jetzt mal nur auf meinen lese-Geschmack und da sieht es eher mau aus. Bücher mit viel Text fallen also zeitbedingt im Moment eher hinten runter. Deswegen erfreue ich mich umso mehr über schöne Bücher mit Bildern.

Und da gehören zweifelsohne diese zwei Exemplare dazu.

Noch habe ich beide nicht komplett durchgearbeitet, aber was ich bisher gesehen habe, abgesehen von den Tippfehlern der Erstausgabe des Handletteringbuches, gefällt mir wirklich ausgesprochen gut.

9. Das neue Stempelreich inkl. Rollwagen

Ist die Farbe nicht ein Traum? Ok, die dafür benötigten Lackdosen wurden am Ende vermutlich teurer als der Wagen an sich, aber ich liebe ihn! Genauso wie den neuen Tisch und die neue Deckenlampe. Ein Traum, um die kommende Bastel-Weihnachtssaison einzuläuten. Was ich natürlich auch gleich tun musste.

10. Der Wasserspielplatz

Eine kleine Erkundungstour in die benachbarte Pfalz brachte uns zu diesem kleinen Schmuckstück.

Einen großen Spielplatz direkt vor der Haustür zu haben, ist durchaus ein Segen. Es verleitet allerdings auch dazu, alle anderen Spielplätze in der Umgebung zu vernachlässigen. Umso schöner war der kurze Familienausflug in dieses kleine Matscheparadies. Kneipp-Becken und Trampolin inklusive. Ich fühle mich schon richtig gesund.

Und bei euch so? Welches waren eure schönen Momente im August?

Bye
Nadine