Archiv für Aus dem Leben der T.s

Besinnliches vom Hauptzollamt und ein frohes neues Jahr

Liebes Saarland und Rest vonne Welt,

kürzlich war es mal wieder soweit. Ich musste das Haus verlassen und ein Paket abholen. Diesmal nicht etwa bei der Post sondern beim Hauptzollamt.

Das klingt erst mal wichtig, man muss dazu aber vielleicht wissen, dass unser Hauptzollamt mehr so ein Zollämtchen ist. Genau genommen befindet es sich in einem normalen alten Wohnhaus, wie es sie im Saarland zu Hauf gibt. Erst mal 7 Stufen hoch, Eingangstür mit der Breite einer Abstellkammer, enger Flur und dann auch schon die Tür zum eigentlichen Raum. Hinter dieser Tür, welch Überraschung, unmittelbar ein ewig langer Tresen, so dass man sich auch ja nicht drehen kann.

Genau das richtige, wenn man wie ich zu Fuß mit schwedischem Riesenkinderwagen unterwegs ist.

Ich manövrierte also mich, das Kind und den Kinderwagen erst mal ins Haus rein, dann zwischen erwähnte Wand und Tresen, atmete die Beklemmung weg und trug mein Anliegen vor. Nun begab es sich aber, dass auf dem Schreiben, ich möge die Sendung bitte beim Zoll abholen und die passende Dokumentation mitbringen, nicht drauf stand, um welche Sendung es sich handelte. Es soll nämlich tatsächlich Menschen geben, die mehr als nur ein Teil im Ausland bestellen und dann schlichtweg nicht wissen, welches davon der Zoll rausgefischt hat und somit welche Dokumentation gebraucht wird.

Ich hatte also eine ziemliche Zettelwirtschaft dabei, nur nicht den, den ich benötigte. Kurzum, mein Aufenthalt im Zollamt war etwas längerer Natur.

Während zwei Zollbeamte sichtlich bemüht waren, mir entgegenzukommen und auf den falschen Zetteln vielleicht doch den passenden Wert zu finden, betrat ein älteres Ehepaar den Raum.

Man soll ja nicht vorschnell urteilen, aber beim ersten Blick auf die Dame schoss mir durch den Kopf „wenn die mal nicht gleich zicken wird.“ Der Blick, der Gesichtsausdruck…sagen wir mal so, freundliche Gelassenheit sieht anders aus.

Ich sollte ihr Unrecht tun.

Während ich also immer noch versuchte, mein 30€ Kettchen zu verzollen, hörte ich wie der Mann anfing, mit dem Zollbeamten zu argumentieren, die Sendung würde ich ja gar nicht in die EU eingeführt werden.

„Doch, sie wird gerade eben eingeführt. Dafür sind Sie ja hier,“ erklang es beschwichtigend.

„Nein, wird sie nicht. Er nimmt sie ja direkt wieder mit raus.“

„Ja, aber das wissen wir ja nicht, für uns wird sie gerade eingeführt und deswegen müssen wir sie auch verzollen“, der Erklärungsversuch des Zollbeamten.

„Man muss nichts verzollen, das nicht eingeführt wird!“
„Sie führen es ja aber ein.“
„Nein, er führt es ja wieder aus!“

Der Ton wurde rauer.

Während ich innerlich noch über die Terminologie des Einführens und Ausführens kicherte und mir ausmalte, dass der Rentner vielleicht etwas entspannter wäre, wenn er sich mal was einf… – nein, lassen wir das -, stellte sich heraus, dass der Sohn in Brasilien lebt, über Weihnachten die Eltern besucht, und sich etwas dorthin hat liefern lassen, weil Bestellungen in Brasilien nie ankommen, und gedenkt es nach Weihnachten direkt wieder mitzunehmen.

Soweit so gut.

Der Rentner sah nun aber mal so gar nicht ein, dass er das Päckchen verzollen soll, wenn es doch gar nicht eingeführt wird. Der Zollbeamte wiederum sah nun so gar nicht ein, dass das Paket nicht verzollt werden soll, denn es wird ja eingeführt. Denn auch eine kurze Einfuhr ist eine Einfuhr. Letztlich schaffte er es aber nicht, dem Rentner das begreifbar zu machen.

Sagen wir mal so, Anwärter auf Zollbeamter des Jahres wird auf unserem Amt vermutlich niemand je werden, aber zumindest war der Beamte sichtlich bemüht, die Ruhe zu bewahren, obwohl der Rentner inzwischen einen Ton an den Tag legte, der jeglicher Kinderstube entbehrte.

„Kriegt er das Geld denn nachher wieder, wenn Sie schon nicht wissen, was Sie tun?“ polterte der Rentner zum vierten Mal.

Dem Beamten schwoll jetzt doch die Halsschlagader und ein „NEIN“ entfuhr ihm wohl etwas harscher als geplant.

„Nun werden Sie mal nicht unverschämt! Ihren Namen jetzt aber flott“ dröhnte der Alte.

Die Frau hatte sich inzwischen verzogen.
Der Beamte versuchte, es ihr gleich zu tun und setzte sich hinter seinen Monitor und raunte ein „von mir kriegen Sie gar nüscht“. Eine Zollbeamtin übernahm.

„Der Kollege, wie heißt er?“ brüllte der Rentner 40 Zentimeter neben dem Kinderwagen.

Ich stand derweil eingepfercht zwischen zwei Wänden, dem Tresen und dem Kinderwagen und nahm den latent irritierten Nachwuchs mal lieber auf den Arm.

„Wenn Sie sich beschweren wollen, können Sie das über diese Nummer…“ versuchte die Beamtin zu beschwichtigen, aber der Rentner ließ sie nicht ausreden.

„Das Paket wird nicht eingeführt, verstehen Sie das nicht!! Wo bin ich denn hier?!!“ brüllte er in den Raum.

„Wir wissen nunmal nicht, was später mit dem Paket passiert, jetzt wird es eingeführt!“ entfuhr es dem Zollbeamten nochmal aus seiner Ecke.

Der Rentner sah rot.

„Nicht in dem Tonfall Freund, nicht in dem Tonfall!“ schrie er rum. „Ich bin hier Kunde!“
„Wir sind der Zoll und kein Geschäft“ erwiderte ein anderer Beamte ganz nüchtern und ruhig, „eigentlich sind Sie hier gar nichts, außer laut.“

Inzwischen schlug der Rentner mit der Faust auf dem Tresen rum.
„das Paket ist dem Sohn, der nimmt es wieder mit, keine Einfuhr!!“ wütete er rum.

„Also haben Sie es gar nicht bestellt sondern ihr Sohn?“ fragte die Beamtin irritiert.
Dem Rentner drohte die Halsschlagader an der Stirn zu reißen.
„Was willst du jetzt sagen? Darfst du es mir jetzt nicht geben?“ schrie er die Beamtin an.

„Eigentlich nicht, nein. Nicht ohne Vollmacht“

Der Rentner warf ihr die Vollmacht ins Gesicht und knallte abermals mit den Fäusten auf den Tresen.

Inzwischen hatte der erste Beamte wie auch immer knappe 15 € von ihm abkassiert und das Paket ausgehändigt.

„Ich WEISS, DASS ER DAS GELD wieder bekommt!“ wütete und tobte er trotzdem weiter.

„Na dann ist ja alles bestens und es gibt keinen Grund zum Aufregen“ rutschte es mir raus, ging aber im Trubel unter.

„Ah, sind Sie selbst vom Zoll?“ fragte die Beamtin mit einem gewissen Abstand zum Tresen.
„NEIN, ICH SCHAUE FERN!! Die Sendungen und so, da weiß man das!“ tobte der Rentner und knallte wieder mit Fäusten auf den Tresen.

Da war es aus. Der Zollbeamtin entfuhr ein Lachen.

„Und in der Apotheken Umschau stand‘s auch!“ entfuhr es mir. Nicht der cleverste Schachzug mit Kind auf dem Arm, Wand im Rücken, Wand zur Seite und Tresen zur anderen. Er drehte sich mit erhobener Faust zu mir um, ich immer noch Kind auf dem einen Arm, Handy in der anderen Hand.

„Wagen sie es und ich ruf die Polizei“ zischte ich ihm zu.

Er boxte in den Tresen.

Irgendwer stieß hervor, es sei ein Kind anwesend, er solle mal darüber nachdenken, aber da war er bereits wutentbrannt rausgestürmt.

Da standen wir nun also alle etwas sprachlos.

Sollte sich zufällig einer der hier Mitlesenden in der Situation wiederkennen: ich hätte da noch ein paar Fragen.

Wie unzufrieden muss man mit sich und der Welt sein, um wegen 15€ völlig zurecht anfallenden Zollgebühren ein derartiges Fass aufzumachen?

Kann man tatsächlich so gefangen in seiner „ich hab recht und du bist dumm“-Rolle sein, dass man nicht wahrnimmt, dass ein Zweijähriger unmittelbar neben einem steht und das vielleicht nicht der beste Zeitpunkt ist, seiner Rage freien Lauf zu lassen?

Warum benötigt man mehrjährige Ausbildungen, Hochschulstudien und ähnliches zur Ausübung eines Berufes wenn es doch auch Frühstücksfernsehen tut?

Durchlaufen Zollbeamte nicht eigentlich auch die gleiche Grundausbildung wie die Polizei mit Dienst an der Waffe und so?
Und wenn ja, kann man die Ausbildung wirklich erfolgreich abschließen, wenn man bei allen Deeskalationstrainingseinheiten gefehlt hat?

Wer hat sich ausgedacht, dass ein Aufkleber mit Beschreibung und Warenwert außen am Paket nicht ausreicht, um das Paket zu verzollen, ein Etsy-Screenshot am Handy aber wohl?

Fragen über Fragen.

Letztlich habe ich mein Kettchen doch noch bekommen, der Zwerg im Anschluss eine Portion Chicken Nuggets und ein Eis, somit endete der holprige Vormittag doch noch für beide zufriedenstellend.

Nur die Frau des Rentners, die tut mir aufrichtig leid, inzwischen verstehe ich nämlich auch ihren Blick und Gesichtsausdruck.

In diesem Sinne, habt eine stressfreies Silvester und kommt gut ins neue Jahr.

Wir lesen uns wohl erst 2018 wieder. Denn nicht nur Silvester steht vor der Tür sondern auch die Sale-A-Bration und der neue Frühlings-/Sommerkatalog.

Da möchte das Stempelzimmer noch ein klein wenig um- und ausgeräumt werden, damit der neuen Saison nichts im Wege steht.

Ich wünsche euch alles Gute, habt einen schönen Jahreswechsel und passt auf euch auf.

Bye

Nadine

 

 

Nix mit stiller Nacht und so

Liebes Saarland und Rest vonne Welt,

heute habe ich kein Foto für euch. Zumindest kein schönes. Was auch immer für eine Seuche mich erwischt hat, sie hat mich ausgehebelt. Und zwar gänzlich. Seit nunmehr 14 Tagen lieg ich flach mit Schnupfen, Husten, Kreislauf, inzwischen ISG, sonstigem Rücken, Gastritis und sonstiger Begleiterscheinungen, die kein Mensch braucht. Das letzte Kreative war ein Adventskalender für den Nachwuchs und bei Tüte 21 habe ich ernsthaft überlegt, mal eben die Kollegen in Leuchtorange zu bemühen.

Wenn man an seinem Basteltisch steht und einem plötzlich flau wird, der Kreislauf weg geht und sich ein mieses Druckgefühl in der Brust breit macht, kann man schon mal mit dem Gedanken spielen.

Da aber der Mann des Hauses daheim war, seines Zeichens berufsbedingt wissen sollte, was zu tun ist, endete es dann doch ohne die Kollegen in Leuchtorange, sondern mit mir auf dem Fußboden neben der Kücheninsel, Füße hoch, während er mit einem Auge mich, mit dem anderen das Risotto beaufsichtigte.

Wir einigten uns nach einer Weile drauf, dass der Auslöser vermutlich eher eine Gastritis auf den infektuosen Gesamtzustand oben drauf war und kein Herzinfarkt, denn wer braucht schon Krätze, wenn man auch Läuse und Flöhe zeitgleich haben kann und saßen es aus.

Aber Mütter aller Welt, sorgt euch nicht: solltet ihr mal regungslos auf dem Boden liegen, so übt das eine magische Anziehungskraft auf eure zweijährigen aus. Ohne jetzt den direkten Vergleich zu haben, aber aus eben jener Erfahrung heraus wage ich zu behaupten, dass ein gepflegtes 13 kg Hoppe Hoppe Reiter auf dem Brustkorb auch reanimierende Wirkung haben kann. Blöd nur, wenn es langweilig wird, weil Mama nicht mitsingt.

Es empfiehlt sich also vielleicht doch, das Handy griffbereit zu haben und zu wählen bevor man die Grätsche macht.

An dieser Stelle ein kleiner Technikhinweis. Viele neuere Handys haben eine SOS-Notruf Funktion. Bei meinem iPhone SE (soviel zu neu *hust*) reicht es, 5 mal schnell hintereinander den an/aus Knopf oben zu drücken, und dann baut sich nach einem kurzen Countdown automatisch eine Verbindung zur 112 auf. Sehr praktisch, denn je nachdem möchte oder kann man nicht noch Handysperre lösen, Kontakte App öffnen, Nummerblock anklicken und dann erst wählen. Macht euch einfach mal schlau, Samsung und Androide haben solche Gimmicks auch.

Hier findet ihr mehr Infos von Apple dazu.

Nunja, war in unserem Falle letztlich nicht nötig, ausruhen und abwarten hat‘s auch getan, aber das weiß man ja gerne erst hinterher. Lange Rede kurzer Sinn: Brustschmerz ist inzwischen zwar weg, Infekt und restliche Begleiterscheinungen leider nicht, deswegen ist das kreativste, was der T.sche Haushalt in den letzten zwei Wochen gesehen hat, ein Adventskranz bestehend aus den Kerzen vom Vorjahr auf einem Ikea Teller und einer Handvoll Plastikgrün, und ansonsten gibt es nichts, aber auch rein gar nichts, was ich euch zeigen könnte.

Was in Anbetracht der sich immer noch (jammer, seufz, ächz) in Reparatur befindenden Kamera gar nicht soooo schlecht ist.

In diesem Sinne, ich wünsche einen schönen zweiten Advent gehabt zu haben und ich begebe mich mal wieder zur gehusteten nächtlichen Ruhestörung.

Bye

Nadine

P.S. die Frühjahrskataloge gehen nach und nach auf die Reise. Für einen Packmarathon reicht der Kreislauf nämlich noch nicht aus.

P.P.S. Sollte noch jemand auf eine Mail von mir warten, bitte nochmal nachhaken. Seit dem Hackerangriff auf den Blog, spinnt der E-Mailserver, die Datenbank oder was such immer. Ich hoffe inständig, dass das auch die Tage noch behoben werden kann und bis zur SAB alles wieder rund läuft. Inklusive mir und der ISG Blockade.

Dinge, die schön waren im Oktober 2017

Liebes Saarland und Rest vonne Welt,

hell, dunkel, hell, dunkel, Winter! So kommt es mir jedenfalls vor. Draußen war es gerade noch bunt und sonnig und schön, Herbst halt und mit einem Wimpernschlag sind die Bäume kahl und das Verlangen nach einem Crèpes- und Glühweinstand auf dem Spielplatz größer als je zuvor.

Es ist kalt! Genau genommen sogar scheiße kalt, wenn man 3 Stunden lang dem Nachwuchs von einer feuchten Bank aus beim Loch im Sand Graben zuschaut.

Und den (noch) nicht Eltern unter euch Lesern sei gesagt, Zweijährige haben ein schier unfassbares Durchhaltevermögen, wenn es darum geht, mit dem kompletten Bruder, Siku und Wader Baustellenfuhrpark Löcher in Sand zu graben.

Aber abgesehen von den langen Unterhosen und Thermoleggins gab es natürlich auch tolle Momente und Dinge im Oktober.

Farben

Alles leuchtet und strahlt. Wenn dann das Wetter auch noch mitspielt, perfekt!

Familienzeit

Arbeit, Termine, soziale Medien so wichtig das auch alles im Leben eines Bloggers ist, es geht doch nichts über die Zeit, in der man einfach mal alles stehen und liegen lässt und einfach mal das tut, worauf der Nachwuchs Lust hat.

Denn auch wenn man sie manchmal an die Wand nageln möchte, der Unterhaltungswert ist doch unbezahlbar.

Neues Spielzeug

Hach, wie hab ich mich drauf gefreut! Ich muss ja zugeben, dass ich noch die „alten“ Blendabilities“ hier liegen haben, die vor einiger Zeit wieder aus dem Stampin‘ Up! Sortiment genommen wurden, weil angeblich die Deckel nicht luftdicht genug waren und die Stifte zu schnell trocknen ließen. Vielleicht habe ich Glück gehabt, meine funktionieren auf jeden Fall immer noch einwandfrei. Aber die neuen Marker auf Alkoholbasis ergänzen das Farbspektrum so toll, dass ich quieken könnte.

Die Ernte

Egal ob mager…(ein einziger Apfel an einem doch eher großen Apfelbaum).

oder etwas zu reich….

…es ist einfach jedes mal wieder großartig, mitzuerleben, was man mit ein klein wenig Erde, Wasser und Glück (denn mit grünem Daumen hat es bei uns herzlich wenig zu tun) alles auf doch recht überschauberem Platz ranzüchten kann.

Ich bin echt gespannt, wann wir es jemals schaffen, uns einen richtigen Gemüsegarten anzulegen und was wir dann alles einkochen müssen…dem Kürbis ging es zumindest in Teilen schon an den Kragen.

5 Jahre Stampin‘ Up!

Ein Jubiläum ist ja immer was feines, aber ein 5 jähriges ist schon eine besondere Marke. Zumal, wenn es sich um eine ursprüngliche  Schnapsidee handelte, die sich im Verlauf tatsächlich als richtig guter Plan herausgestellt hat.

Das waren sie, die schönen Dinge im Oktober, wenn auch nicht vollständig, aber zumindest mal eine gute Auswahl.

Und so Gott will und ich es in den nächsten Tage endlich schaffe, den nachwuchsbedingten Buchhaltungsstau (ja, noch den von 2016 *hust*) wegzuarbeiten, ist es dann auch schon an der Zeit, in den Weihnachtsmodus zu schalten und dann endlich, ENDLICH, E N D L I C H den Basteltisch auch wieder für seinen ursprünglichen Zweck zu nutzen! Da freu ich mich am allermeisten drauf!

Bye

Nadine

 

Gertrude und das Scan&Go

Liebes Saarland und Rest vonne Welt,

vor gut 5 Jahren wurde unweit von uns ein neuer Edeka eröffnet. Seitdem bestand keine Notwendigkeit mehr für mich, zu dem 15 km weiter entfernten Globus Supermarkt zu fahren.

Für Menschen außerhalb des Saarlandes sei gesagt, Globus ist von der Dimension her so etwas wie Real oder Walmart nur mit mehr Franzosen.

Nun hat sich Frau T. vor einiger Zeit auf die Brust geschrieben, die Haushaltskasse ein wenig enger zu schnüren und somit wurde Globus wieder zum Thema, weil es halt dort einfach die besseren Angebote gibt, Lieblingsedeka hin oder her.

Es war also Zeit für den Wocheneinkauf während Mann und Kind kränkelnd zu Hause lagen. Macht es mich eigentlich zur schlechten Ehefrau und Mutter, wenn ich zugebe, dass ich diesen Zustand für den Einkauf als eher praktisch empfand und ich nicht zwingend das Bedürfnis verspürte, mich wahnsinnig zu beeilen?

Ich fuhr also gemütlich zu Globus, schlenderte halbwegs tiefenentspannt durch den Laden und schaute, was es alles so neues gibt z.B. neue selbst-Scan Dingens für die man aber erst eine Kundenkarte beantragen muss und somit für mich nicht in Frage kamen. Ich packte also wie gewohnt den Einkaufswagen voll, ganz oldschool mit Bezahlen an der Kasse und so, beschloss dann aber kurz vorm Rausgehen, mich doch noch für das neue Scan-Selbst- Bezahlsystem registrieren zu lassen, denn wenn ich jetzt wieder öfter dort einkaufen sollte, macht das durchaus Sinn und wann komm ich schon wieder ohne Kind hin und kann die Kundenkarte in Ruhe beantragen?

Das war also der Plan.

Glücklicherweise hatte ich keine Tiefkühlsachen im Einkaufswagen, das hätte nämlich in einer Katastrophe geendet.

Ich parkte also meinen vollgeladenen Wagen und ging zur Information, wo bereits ein Mann und eine belgische Familie anstanden. Über dem Mann prangte ein Riesenschild in Leuchtorange mit Pfeil nach unten: “Scan&Go hier anmelden”.

Die Dame an der Information, nennen wir sie der Einfachheit halber mal Gertrude erklärte dem Mann, was es mit der neuen Kundenkarte auf sich hat, wie er scannen muss, wie das Bezahlen funktioniert und dass er 18 sein muss, um Alkohol zu kaufen, 16 für Zigaretten. Der Mann, ca. 60–65 Jahr schaute sichtlich irritiert, nickte aber.

Ich lauschte den weiteren Erklärungen, denn Gertrude war, sagen wir mal, nicht das schnellste Pferd im Stall und ich hegte die Hoffnung, die Registrierung so etwas beschleunigen zu können, wenn sie die Aufklärungslitanei nicht noch einmal aufzählen muss.

Sie redete und redete, tippte wieder was am PC und redete und redete. Ich sah mich schon der belgischen Familie alles übersetzen, denn mit Verlaub, Gertrude wirkte auch nicht unbedingt, als könne sie ohne Dolmetscher auch nur Bonjour sagen, geschweige denn einer belgischen Familie das komplette neue System erklären. Aber die Vision sollte sich erübrigen, denn nach einer weiteren Viertelstunde kapitulierte die belgische Familie und ich rutschte auf. So langsam machte sich doch der Wunsch breit, bald wieder zu den kränkelnden Männern heim zu kommen.

Als Gertrude endlich mit dem Herrn fertig war, wandte sie sich mir zu. Yippee, es geht voran!

“Ja?”
“Ich würde mich auch gerne registrieren lassen.”
“Wofür?”

Noch keine drei Sätze gewechselt und ich zuckte schon innerlich.

Ja wofür wohl? Ich zeigte freundlich lächelnd auf die Leuchtreklame.

“Für die Scan&Go Kundenkarte.”
“Ah. Ausweis und Formular brauch ich.”

Ah ja, doch so freundlich? Nun gut, ist Freitag, da kann man in einem Supermarkt schon mal etwas genervt sein, vielleicht hat sie ja auch schon seit einer Stunde Feierabend, wer weiß. Außerdem will ich sie ja nicht heiraten, ich möchte nur eine Kundenkarte.

Ich reiche ihr also meinen Ausweis und bitte Sie mir das besagte Formular zum Ausfüllen zu geben, denn es liegen nirgendwo welche aus. Gertrude schnauft, reicht mir aber ein Formular mitsamt Kuli.

Eine weitere Frau hatte sich inzwischen neben mich gesellt und hinter ihr wurde die Schlange länger und länger. Freitag halt.

Die Frau fragt freundlich: “ich hätte auch gern ein Formular und hätten Sie bitte auch noch einen Kuli?”
Gertrude legt ihr das Formular vor die Nase, stößt hervor “haben wir nicht” und widmet sich wortlos dem PC. Ich reiche der Frau meinen Kuli und schiebe das ausgefüllte Formular zu Gertrude über den Tresen.

Gertrude studiert akribisch meinen Ausweis und fängt an, in der Geschwindigkeit eines hirngeschädigten Faultieres meine Daten einzutippen.

“Bei Name bitte T. eintragen und nicht M., das ist mein Mädchenname.” versuche ich das Prozedere etwas zu beschleunigen.
Sie stiert auf den Ausweis.
“Da steht aber M.!”
“Ich weiß, das ist ein luxemburgischer Ausweis, bei uns werden die Geburtsnamen nicht geändert, da wird nur der neue Name ergänzt. Schauen Sie, da unten drunter steht ”ép. T.“ das ist die französische Abkürzung für verheiratete T.”

Sie zeigt auf die Zeile darüber.
“Da steht aber M.”.
“Ja, eine Zeile drunter steht T.. Das ist anders als in Deutschland. Auf deutschen Ausweisen steht T. geborene M., auf luxemburgischen Ausweisen steht M. verheiratete T.! Schreiben Sie bitte T. rein, so heiß ich nämlich”.

Sie wirft die Stirn in Falten, greift zum Formular, schaut drauf und tut…nichts.

“Sie können auch einfach die Daten vom Formular abtippen, da steht alles richtig drauf”.

Sie dreht und wendet wieder den Ausweis, fängt dann aber zu meiner Freude doch an, zu tippen. Halleluja! 

“Staatsangehörigkeit?”
“Luxemburgisch”
Schweigen.

Sie starrt den Monitor an. Dreht wieder den Ausweis auf links, starrt wieder den Monitor an.

“Kann ich Ihnen irgendwie helfen?” frage ich in der Hoffnung, sie suche vielleicht die Ausweisnummer oder verstehe sonst ein französisches Wort nicht.

Sie starrt den Monitor an.

“Ich hab nur Deutsch, Holländisch, Türkisch, Französisch.”

“Da gibt’s doch bestimmt noch ”sonstige“ zur Auswahl wenn Sie runterscrollen”

Gertrude starrt den Monitor an und bewegt die Maus keinen Millimeter.
“Ich hab nur Deutsch, Holländisch, Türkisch, Französisch.”

“Das tut mir aufrichtig leid, aber ich bin halt aus Luxemburg.”

“Beate komm mal her!”.

Beate, vom Aussehen her Azubine erstes Lehrjahr, stapft lustlos ran.

“Ich hab nur Deutsch, Holländisch, Türkisch, Französisch”.

Beate kuckt, schweigt und bewegt die Maus keinen Millimeter.
Ich schaue beide ungläubig an und flehe fast schon: “nehmen Sie Deutsch. Nehmen Sie bitte einfach Deutsch”.

Die Schlange wird länger und länger.

Gertrude greift zu meiner Überraschung nach der Maus und wählt tatsächlich Deutsch aus. Im Dropdown-Menü erkenne ich groß und deutlich “sonstige”. Ich seufze, verkneife mir aber jeglichen Kommentar. Gertrude dreht und wendet den Ausweis abermals.

Sie tippt das Geburtsdatum ein. Das Feld leuchtet rot.
“Sie müssen es mit Bindestrich eingeben”
Gertrude japst entsetzt: “Wie jetzt, Doppelname?”

“Was? Wie? WTF? Nein!” Ich breche innerlich zusammen.
“Nein, ich habe keinen Doppelnamen! Das Geburtsdatum! Sie müssen das Geburtsdatum mit Bindestrichen eintippen, da steht Format tt-mm-jjjj!”
“Ah, das war bei dem Herrn gerade eben auch schon so, sonst ging es nicht weiter”
“Ach was?!” entfährt es mir.

Sie tippt. Das Feld wird grün, welch Wunder!

Sie dreht zum gefühlten 300. mal meinen Ausweis.

“Da fehlt die Adresse.”
“Die habe ich Ihnen ins Formular geschrieben. Luxemburgische Ausweise haben keine Adressaufkleber auf der Rückseite, das ist ein rein deutsches Phänomen”.
“Aber da fehlt die Adresse”. Sie stiert ungläubig auf die Rückseite des Ausweises.

Mein Blutdruck droht meinen Schädel zu sprengen. Ich komme mir vor wie beim Zubettbringspiel von Mini-T.: immer wenn man denkt, man hat’s geschafft, geht’s von vorne los. Whac-a-Mole Level 181. 

“Ja, ich weiß, das ist halt so. In Luxemburg werden keine Adressen auf Ausweise geklebt. Das gibt es dort halt einfach nicht. Tippen Sie sie einfach vom Formular ab, da steht sie drauf”.

Sie grummelt, tippt dann aber endlich.

L I S

“Lieselottenstrasse mit IE” sage ich, bereue es aber sofort schon wieder.

L I S S

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L E

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L I 

Ich möchte ihr die Tastatur entreißen und sie ihr zigfach überbraten.

L I E S S O

Egal, wohn ich halt ab jetzt in der Liessottenstrasse, auch recht, Hauptsache weg hier.

Mist, gemerkt.

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L I S L I E ….

Gefühlte Stunden später, Straße und Hausnummer sind eingetragen. Fehlen noch Postleitzahl und Ort.

“Sie wohnen ja gar nicht in Luxemburg!”
“Nein, ich wohne 10 km von hier entfernt”.
“Dann muss das doch geändert werden!”
“Bitte?”
“Der Ausweis. Dann müssen Sie sich ja ummelden.”

Mein Auge zuckt. Ich möchte in die Theke beißen. Oder ihr einen der Geschenkkörbe überziehen. Oder… nein, das wäre strafbar.

“Ich BIN umgemeldet, aber das steht auf dem Ausweis nicht drauf, ein luxemburgischer Ausweis enthält nunmal keine Adressen!!”
“Dann müssen sie einen neuen beantragen!”
“Wie meinen?”
“Sie müssen einen neuen beantragen mit Adresse”
Mir pulsiert die Halsschlagader und ich setze deutlich lauter an
„Ich krieg doch keinen deut..

Just in dem Moment, als ich drohe, die Contenance zu verlieren und sie anzuschreien, dass man mit Umzug in ein anderes Land Himmelherrgott doch keine neue Staatsbürgerschaft erhält und man auch 20 mal das Land wechseln kann und der luxemburgische Ausweis verdammte Axt immer noch ein luxemburgischer Ausweis ist, vernehme ich die Stimme der Frau neben mir:

“Der Ausweis ist doch bestimmt beim Umzug beantragt worden und nur noch nicht fertig!”

Mir entgleist alles, was ich hab und meine innere Stimme schreit: “ich wohne seit verdammten 20 Jahren hier, wollt ihr mich alle verarschen?!”, bin aber zu perplex, um auch nur in irgendeiner Form zu antworten und stiere die Frau nur gänzlich ungläubig an.

Sie lächelt freundlich und flüstert: “Glauben Sie mir, ich kenne diese Frau, wir stehen sonst morgen noch hier.”

Mir dämmert’s.

Ich atme tief ein und sage so freundlich es mit einem 290er Puls nur geht zu Gertrude: “ja, ja ich weiß, Sie haben völlig recht, aber auf dem luxemburgischen steht die Adresse halt nicht und den deutschen hab ich ja noch nicht erhalten.”

Gertrude nickt zufrieden, scannt die Kundenkarte und reicht sie mir inklusive Ausweis.

Es ist vollbracht! Ich halte den heiligen Gral aller Kundenkarten in der Hand! 

Ich stoße ein dezentes Danke in Richtung der Frau aus, sende 6 Stoßgebete zum Himmel, verabschiede mich und ergreife unmittelbar die Flucht, bevor sie noch was sagen kann.

Und während ich meinen Einkaufswagen schnappe und ihn völlig erledigt trotz neuer Scan & Go Karte zur Kasse schiebe, höre ich wie Gertrude mir nachruft, dass ich aber wirklich erst mit 18 Alkohol kaufen darf.

Vielleicht geh ich nächste Woche doch einfach wieder zu Edeka! 

Beste Grüße Stampin' Up! puenktchenstempel.de

Bye

Nadine

5 Dinge, die schön waren im September 2017

Liebes Saarland und Rest vonne Welt,

der September neigt sich dem Ende und auch diesen Monat möchte ich einmal kurz Revue passieren lassen, was in diesem Monat schön war.

1. Meine erste Nacht allein im Hotel seit über zwei Jahren.

Ich kann die Vorfreude nicht in Worte fassen! Wir sind ja, gesegnet mit einem Kind, das sich schlaftechnisch in der Besucherritze am wohlsten fühlt und einer Familie, die so weit entfernt wohnt, dass mal ein schnelles Übernachten bei Oma und Opa schlicht bisher nicht drin war. Und so habe ich tatsächlich seit Sommer 2015 nicht eine einzige Nacht alleine in einem Bett gelegen, denn bei allen Auswärtsübernachtungen hat es sich so ergeben, dass Mann und Kind mitgereist sind.

Aber nun war Teamtreffen in Gelsenkirchen und ich fuhr alleine hin. Ganz ganz alleine. Mit Übernachtung! ❤️

Was wurden mir im Vorfeld Dinge auf dem Spielplatz und beim Teamtreffen prophezeit. “Du wirst kein Auge zu tun”, “du wirst sie die ganze Nacht suchen”, “du wirst sie vermissen”, “du wirst aufwachen und erschrecken weil niemand da ist”…

Was soll ich sagen, nichts dergleichen trat ein. Ich bin um 22 Uhr ins Bett gefallen und hab geschlafen wie Stein. Ein toter Stein. Ein sehr, sehr alter, toter Stein. Bis 3 Uhr. Dann haben mich derart viechische Halsschmerzen geweckt, dass an ein Weiterschlafen fern des Medikamentenschranks nicht mehr zu denken war. *ergänze hier vulgären Fluch-Jargon deiner Wahl*.

Murphys Law! Frei nach dem Motto “Mama, wenn du schon ohne mich woanders schläfst, geb ich dir wenigstens was mit, das dich an mich erinnert: meine Kindergartenbazillen”. Danke mein Sohn, ich hab dich auch lieb.

Wo wir schon beim Thema sind: an alle Eltern, die ihre Kinder wissentlich krank in Betreuungseinrichtungen abgeben oder sie auf Spielplätze, in Musikschulen, Sportvereine und ähnliches schleppen, “heute Nacht hat er noch gebrochen, aber er wollte sooooo gern kommen”, euch wünsche ich Flöhe und zu kurze Arme zum Kratzen!

Dennoch: Halsweh hin oder her, ich hatte ein Bett für mich allein. Und ich wage zu behaupten, dass das der heimliche feuchte Traum aller Mütter weltweit ist. Meiner mal definitiv!

2. Der Medikamentenschrank

Rekapitulieren wir kurz den Monat:
Woche 1: Kind leichte Triefnase.
Woche 2: Mutter fiebrige Angina.
Woche 3: Mutter Angina besser, dafür 2x Zahnextraktion mit nicht heilen wollendem Zahnkanal.
Woche 4: Kind Bronchitis mit Pseudokrupp, Mutter und Vater erneute Gäste auf dem viralem Mutterschiff mit noch unklarem Reiseziel.

Ich gebe es unumwunden zu, die Pharmaindustrie war/ist/bleibt in diesem Monat mein bester Freund und ich könnte dankbarer dafür nicht sein.

3. Stampin’ Up! Treffen

Mit Paulines Teamtreffen und dem Saartistic2 Demotreffen gab es im September gleich zwei Veranstaltungen, die durch wunderbare Stimmung und einzigartige Menschen herausstachen.

Gerade letztere hat mich im Vorfeld etwas nervös werden lassen. Da plant man monatelang, macht sich Gedanken und zerbricht sich den Kopf, ob man allen gerecht wird, sich die Mädels wohl fühlen und einen schönen Kreativtag haben und dann wird man kurz vor knapp derart krank, dass tatsächlich kurz in Frage stand, ob ich den Tag überhaupt überstehe. Aber hat erstaunlich gut geklappt, wozu Endorphine nicht alles gut sind, und ich bin tatsächlich fitter abends nach Hause gefahren als in der Früh hin. Da soll mal noch einer sagen, Basteln wäre sinnlos.

4. Nachbarn und Freunde

Events mit 80 Leuten schafft man nicht allein. Schon mal gar nicht, wenn man tags zuvor noch mit Fieber rumgerannt ist. Da ist es mit Geld nicht zu bezahlen, dass Nachbarssöhne mal eben zum Tische Aufbauen mitkommen, -tochter samt Freundin den Küchendienst übernimmt und der Auf- und Abbau maßgeblich von freiwilligen Helfern getätigt wurde. Andernfalls hätte ich den Tag wohl eher nicht überstanden. Ein ganz großes Dankeschön nochmal an dieser Stelle!

5. Der Garten

Auch im September machte er mich wieder glücklich. Zu sehen, dass totgeglaubte Pflänzchen sich doch noch prächtig entwickeln, die letzten sommerlichen Sonnenstrahlen alles noch ein letztes mal Aufbäumen lassen und dem Kind beim Umschichten des Sandkastens und Steinhaufens zuschauen zu können, das alles erdet mich und bringt mich zur Ruhe.

Auch wenn der Garten uns im wahrsten Sinne über den Kopf wächst, so ist es doch einfach nur schön. Außer der Vorgarten. Der ist alles, nur nicht schön. Aber vielleicht schafft der es ja in die Top 10 vom Oktober. Mal schauen.

Sicher, es gab noch mindestens 5 weitere Sachen, die schön waren und die ich verbloggen könnte. Aber nachdem gerade 2/3 des T.schen Haushaltes zum ersten Mal seit langem endlich friedlich schlafen, werde ich das Ganze jetzt voll machen und mich dazu gesellen. Denn Schlafen ist von allen schönen Dingen mit Abstand das Schönste und ich brauche ja schöne Momente, um im Oktober was zu berichten zu haben 😉

Aber bevor ich mich jetzt verabschiede möchte ich noch auf etwas hinweisen, das für alle Kreativen unter euch, also sozusagen für 99% aller Leser dieses Blogs eine super tolle Info ist:

Stampin‘ Up! Aktion: Wir feiern den Weltkartenbasteltag mit 15% Preisnachlässen

Am 7. Oktober 2017 ist wieder Weltkartenbasteltag. Ein einziger Tag ist natürlich für uns Stampin‘ Up!ler viel zu kurz und deswegen feiern wir einfach ganze 10 Tage lang, nämlich vom 01. bis zum 10. Oktober. Weil aber alleine feiern doof ist, nehmen wir euch einfach alle mit an Bord und schenken euch zur Feier des Tages mal eben 15 % Preisnachlass auf diese Produkte.

Und beim Kauf von Flink-Fix-Spezialklebeband (Art.-Nr. 129026) gibt es zwei Nachfüllpackungen GRATIS dazu!

Diese Aktion gilt wie gesagt für Bestellungen zwischen dem 01. und 10, Oktober 2017 und gilt sowohl für Bestellungen per Mail/Telefon als auch im Online Shop. Ich freue mich, von euch zu hören.

 

Bye
Nadine

12 von 12 im September 2017

Liebes Saarland und Rest vonne Welt,

letzten Monat habe ich ja damit begonnen, bei dem Blogger-Hop 12 von 12 mitzumachen. Nun ist heute wieder der 12. des Monats, also lasse ich euch auch diesmal wieder an meinem Tag teilhaben.

Kurzum: er hätte unspektakulärer nicht sein können.

Wenn ich ihn in einem Bild festhalten müsste, wäre es wohl folgendes:

Die Seuche hat mich nach wie vor fest im Griff, was mich in Anbetracht des bevorstehenden Stampin‘ Up! Demotreffens am Samstag nicht nur schniefen sondern auch im Strahl brechen lässt. Ich hab’s zwar diesmal sogar hinbekommen, nicht alles auf den letzten Drücker zu erledigen, aber jeder, der schon mal ein größeres Event geplant hat, kann sich wohl munter vorstellen, dass doch noch jede Menge kleinere und größere Handgriffe getätigt werden müssen, bevor alles erledigt ist, was mit Brummschädel, zu kurzer Nacht, Schniefnase und gereizten Bronchien allenfalls mühselig von der Hand geht.

Der Tag begann, wie ihn sich die ein oder andere Frau vielleicht sogar wünschen würde. Ich fühlte eine Hand im Gesicht und mir wurden die Worte „heiß bist du“ ins Ohr geflüstert.

Wer sich nun denkt, dass es bei T.s in der früh schon abgeht wie Luzi, wird leider enttäuscht. Die Hand gehörte dem Nachwuchs und die Worte hätten wörtlicher nicht gemeint sein können:  38,3° Fieber. Ächz.

Also erst mal dopen. Nicht, dass es wirklich was bringen würde, denn Erkältungen dauern mit Medikamenten üblicherweise 7 Tage und ohne eine Woche, aber wenigstens hat man das Gefühl, was getan zu haben.

Es ging dann auch nahtlos weiter mit der Lazarettkulinarik.

Der Nachwuchs, der die Seuche überhaupt erst angeschleppt hat,  auch alles andere als fit, so dass erst mal erfolgreiches auf der Couch Lungern angesagt war. Gott lob Netflix, DVD Player und Amazon Prime! Der Vormittag bestand also quasi ausschließlich daraus, eine Folge Sendung mit der Maus nach der nächsten zu schauen. Was soll man auch sonst machen, wenn man krank ist und es draußen schüttet wie aus Eimern.

Irgendwann wurde das Rumlungern dann doch ein wenig zu öde und wir machten uns daran, noch ein wenig für das Demotreffen vorzubereiten.

Ja wir. Alleine stempeln ist nämlich nicht mehr. Sobald ich auch nur mit einem Stempelset ums Eck komme, muss ich es hergeben.

Inwiefern die Hilfe von einem Zweijährigen tatsächlich Hilfe ist, sei mal dahin gestellt, aber der Wille ist da. Und wie er da ist. Laut und ausdrucksstark.

Passend zum allgemeinen Zustand fiel das Mittagessen heute besonders reichhaltig und nahrhaft aus. Aber was soll ich sagen, das Kind war glücklich. Und beim Nachmittagssnack erst…

Wobei ich gestehen muss, dass die Mutter noch einen Ticken glücklicher war als das Kind. Aber keine Angst, bevor jetzt die Zeigefinger kommen, es gibt auch Gesundes im Hause T.

Die Suche nach meinem Handykabel hat mich tatsächlich auch mal an die frische Luft gebracht. Naja, also einmal bis zum Auto und wieder zurück,

und was soll ich sagen, ich hätte mich nach den 20 Metern auch wieder unmittelbar hinlegen können.

Da aber tatsächlich mal für einen kurzen Moment die Sonne rauskam und es nicht wie aus Eimern schüttete, wagte ich noch einen kleinen Blick ins Beet.

Ich habe nicht mehr damit gerechnet, aber die „Naschzipfel“ werden tatsächlich so langsam rot. Keine Ahnung, wann üblicherweise Erntezeit für Chilis ist, das mit dem Gärtnern lernen wir ja erst, aber ich werde sie mal noch ne Weile hängen lassen. Entweder der Rest wird auch noch rot oder aber sie sind demnächst genau so tot, wie es die Gurkenpflanze allmählich ist.

Einen letzten Smoothie können wir aber wohl noch damit auffüllen. Sonst fällt mir nämlich nichts mehr ein, was man mit der gefühlten 4879sten Gurke in diesem Sommer noch machen sollte. Tja, und dann ist auch schon Herbst. Was im Sommer die Gurke, ist im Herbst der Kürbis. Wenn die alle noch was werden, Hallelujah, dann wird es bis mindestens Februar viel Suppe geben.

Für weitere Rezepte mit Butternuss bin ich dankend offen.

Soviel zum heutigen Tag in 12 Bildern. Es ist jetzt 18 Uhr, es kommt mir vor wie 23.30 Uhr, insofern wird es jetzt noch ein kleines Abendessen geben, was dankenswerterweise seit Wochen der Part des besten Ehemannes von Welt ist und dann liegt Frau T. auch schon wieder sehr zügig im Bett und wird hoffentlich morgen früh mit anderen Worten begrüßt.

Bye

Nadine

10 Dinge, die schön waren – August 2017

Liebes Saarland und Rest vonne Welt,

um vor lauter Familie, Kind, Haus, Haushalt, Arbeit, Garten, Vorbereitungen für Kreativtreffen und und und nicht den Verstand zu verlieren, sollte man sich manchmal vielleicht mal die Dinge ins Gedächtnis rufen, die wirklich schön sind/waren. Und weil mir gerade tatsächlich danach ist, schreiend im Kreis zu laufen, gibt’s heute (mehr für mich als für euch) eine „kleine“ Liste mit Dingen, die ich im August sehr genossen habe.

1. Gutwettertage

Zugegeben, sie waren im August eher selten. Aber wenn die Sonne dann mal raus kam, war es richtig schön. Nicht zu warm, nicht zu drückend. Genau so, dass es für mich Winterkind optimal war.

2. Gartenfestchen

Ab und an stehen im Hause T. mal Geburtstage an. Oft verstreichen sie einfach so, aber manchmal wird auch ein wenig gefeiert. Wenn es dann aber so ist, dass man eingeladen hat, es aber eine Woche vorher durchgehend geschüttet hat, eine Woche nachher durchgehend geschüttet hat, nur am Tag selbst es strahlend blauer Himmel und bestes Garten-/Grillwetter hatte, dann muss man einfach dankbar sein!

3. Kurzzeitkinderbetreuung

6 Wochen Sommerferien, davon drei ohne jegliche Form der externen Kinderbetreuung, das gehörte nicht ganz so zu den Dingen, die schön waren im August. Ihr lieben ErzieherInnen/BetreuerInnen da draußen, ich danke euch von Herzen für jede einzelne Sekunde, die ihr uns Müttern die Zwerge abnehmt und ein wenig Zeit für uns selbst verschafft. Ich liebe unseren Nachwuchs keine Frage, ich liebe ihn wirklich sehr. Nur ist er halt noch sehr klein und es wird ihm schnell langweilig, wenn Mama so völlig abwegige Dinge wie Buchhaltung machen möchte. Oder allein aufs Klo gehen… und dann kommt er auf blöde Ideen oder die Stimmung kippt. Oder auch beides.

Kurzum, ich hätte vor Glück quieken können, als die Kurzzeitbetreuung nach den Ferien wieder aufmachte. Denn auch wenn es “nur” 20 Stunden im Monat sind und kein regulärer Kita-Platz, sind es genau diese 20 Stunden, die mich davor bewahren, beim 287.654sten “Mama” noch vorm Frühstück einfach überzuschnappen.

4. Genuwine – Pony

Ja, genau das Lied zu dem sich Channing Tatum ölverschmiert durch eine Werkstatt aalt.

Aus welchen Gründen auch immer, macht mich das Lied froh. Das liegt jetzt nicht zwingend an Herrn Tatum, auch wenn es zugegebenermaßen Schlimmeres gibt, was man frau sich ankucken könnte. Aber unter uns gesagt, wer braucht schon Sixpacks, wenn man selbst ne zarte 46er Kleidergröße vor sich her trägt? Hatte ich mal, taugte nix.

Nun ist es aber manchmal so, dass Mann und Kind bereits im Bett liegen und das Haus komplett in Stille gehüllt ist. Wenn dann Frau T. sich um 23:30 Uhr noch mit Katalogversand und Buchhaltung beschäftigt und es just in der Sekunde, wo sie alles ausschalten und schlafen gehen möchte, leise aus dem Eck im Wohnzimmer tönt: “…düb, düb, düb …🎶 i’m just a bachelor, looking for a partner 🎶 …düb, düb, düb…”, dann kann es schon mal passieren, dass das Schlafen gehen noch um 4 Minuten 30 verschoben wird und die T. noch eine Runde durchs Wohnzimmer tanzen muss. Ja, ich mag das Lied. Leugnen wäre zwecklos.

Aber um jeglicher Bilder im Kopf vorzubeugen: es ist jetzt nicht so, dass ich mich dabei ölverschmiert mit ner Flex über den Wohnzimmertisch räkele, denn sind wir mal ehrlich, was in Videos gut aussieht, hat mit der Realität meist recht wenig zu tun…

Zur Verdeutlichung:

Don’t Cha? TAP FOR 🗣#celestechallengeaccepted #celestebarber #funny #alexisren

Ein Beitrag geteilt von Celeste Barber (@celestebarber) am

Also bei aller Liebe, so sehr ich die Körperkontrolle von Familie Tatum auch bewundere und beneide, DAS werde ich in diesem
Leben nicht mehr erreichen. Insofern: Belassen wir es einfach dabei, dass sich meine R&B Dancemoves auf nachts um 23 Uhr bei geschlossenen Rolläden im Wohnzimmer beschränken. Das macht uns alle glücklich. Vor allem die, die es nicht sehen müssen.

5. Die Melone / das Hochbeet

Alles Hämmern und Sägen hat sich mehr als gelohnt. Neben Gurken in der Größe des Mini-T.s, Paprika, Kürbis und Aubergine brachte das Hochbeet auch eine Melonenpflanze hervor, die drohte, die halbe Nachbarschaft einzunehmen.

Geschmacklich war die erste geerntete zwar noch ausbaufähig, was wohl auf den klassischen Fall von zu früh gepflückt zurückzuführen war. Aber alleine die Tatsache, dass an einer Melonenpflanze in einem Hochbeet in unseren Breitengraden ca. 10 Früchte dran hängen, lässt mich quieken.

6. Unkrautfreie Einfahrt

Rücken. Oh Gott hatte ich Rücken. Aber wenn man bedenkt, dass diese komplette Fläche vorher ein einziges Moos-Unkraut Konglomerat war, erfüllt es mich mit purer Freude, dass es jetzt wieder sauber ist. Ich korrigiere: war! Zum Zeitpunkt des Erscheines dieses Blogbeitrags hat die grüne Hölle die feindliche Übernahme schon wieder volle Lotte voran getrieben.

7. Abendspaziergang

Es ist verrückt, aber seit Tagen besteht der Nachwuchs auf einen abendlichen Spaziergang. Den ganzen Tag über muss man das Mini-T.  quasi gewaltsam von bewegten Bildern und der Couch fernhalten, aber pünktlich zum Abendessen schießt ihm plötzlich der natürliche Bewegungsdrang seiner Altersklasse durchs Hirn und es will raus.

Auch wenn mir um die Uhrzeit eindeutig mehr nach Sofa und Kinderzapfenstreich wär, muss ich ja zugeben, dass es auch einfach schön ist, am Abend zusammen als Familie eine Runde durchs Viertel zu drehen, ein wenig Luft zu schnappen und die beginnende Nachtruhe zu genießen. Ich könnte danach tatsächlich unmittelbar selig einschlummern.

8. Bücher

Hinsetzen und in Ruhe ein Buch lesen. Wie ich es vermisse. Man muss nämlich dazu sagen, dass ich lesetechnisch eher etwas extrem veranlagt bin. Entweder ich lese gar nicht oder aber ich verschlinge die Lektüre und höre erst auf, wenn es zu Ende ist. Ich brauche wohl niemandem mit Kleinkind zu erzählen, dass letzteres nur noch möglich ist, wenn man gänzlich auf Nachtschlaf verzichtet. Aber unter uns gesagt: ich bin zu alt für den 💩. Wenn Frau T. nicht ein Mindestmaß von 7 Stunden Schlaf bekommt, ist sie gelinde gesagt tags drauf am A… hinteren Körperteil, auf dem man sitzt. Da der Nachwuchs es allerdings seit Jahren drauf anlegt, mir maximal 3–4 Stunden zu gönnen, kommt Literatur im T.schen Haushalt derzeit zu kurz. Es sei denn, man zählt “das ist Bauer Bernd mit seinem Traktor…” und “Heute ist ein aufregender Tag, Bagger Ben geht mit seinen Freunden Kiki der Kipplaster…in den Baustellenkindergarten” zu Literatur. Dann haben wir derzeit tatsächlich sogar einen eher exzessiven Hang zur Literatur im Hause T., aber ich beziehe mich jetzt mal nur auf meinen lese-Geschmack und da sieht es eher mau aus. Bücher mit viel Text fallen also zeitbedingt im Moment eher hinten runter. Deswegen erfreue ich mich umso mehr über schöne Bücher mit Bildern.

Und da gehören zweifelsohne diese zwei Exemplare dazu.

Noch habe ich beide nicht komplett durchgearbeitet, aber was ich bisher gesehen habe, abgesehen von den Tippfehlern der Erstausgabe des Handletteringbuches, gefällt mir wirklich ausgesprochen gut.

9. Das neue Stempelreich inkl. Rollwagen

Ist die Farbe nicht ein Traum? Ok, die dafür benötigten Lackdosen wurden am Ende vermutlich teurer als der Wagen an sich, aber ich liebe ihn! Genauso wie den neuen Tisch und die neue Deckenlampe. Ein Traum, um die kommende Bastel-Weihnachtssaison einzuläuten. Was ich natürlich auch gleich tun musste.

10. Der Wasserspielplatz

Eine kleine Erkundungstour in die benachbarte Pfalz brachte uns zu diesem kleinen Schmuckstück.

Einen großen Spielplatz direkt vor der Haustür zu haben, ist durchaus ein Segen. Es verleitet allerdings auch dazu, alle anderen Spielplätze in der Umgebung zu vernachlässigen. Umso schöner war der kurze Familienausflug in dieses kleine Matscheparadies. Kneipp-Becken und Trampolin inklusive. Ich fühle mich schon richtig gesund.

Und bei euch so? Welches waren eure schönen Momente im August?

Bye
Nadine

Gute Laune zum Mitnehmen

Liebe Saarland und Rest vonne Welt,

es gibt ja so Tage, da hat man die Augen noch nicht aufgemacht und möchte sie gleich wieder schließen. Ein paar solcher Tage liegen hinter mir und werden wohl auch noch vor mir liegen.

Es gibt einfach unfassbar viel zu tun, tausend Baustellen auf einmal, eine dringender als die andere und man bräuchte eigentlich drei Köpfe, sechs Hände und 72 Stunden pro Tag. Der Nachwuchs sieht das natürlich völlig anders und hat jegliche Form der Kooperation eingestellt, was es nur bedingt einfacher macht.

Sagen wir mal so, die Reizschwelle lag durchaus schon mal höher. Ich kann mir also nur zu gut vorstellen, wie es unserem Stampin‘ Up! Support-Team gestern und vorgestern erging, als uns die Nachricht ereilte, dass unser OnStage Local Event in Mainz bereits am ersten Tag ausgebucht war und doch so manche Demonstratorin, die gerne noch hätte teilnehmen wollen, keinen Platz mehr bekommen hat. Einerseits natürlich ein riesiger Erfolg, weil es zeigt, wie beliebt solche Events doch ist, andererseits natürlich auch ziemliches Entsetzen, weil niemand damit rechnen konnte, dass der Ansturm am ersten Tag so unfassbar sein würde.

Aber aus Erfahrung wird man klug, vielleicht findet es dann nächstes Jahr nicht in der Rheingoldhallte statt, sondern in der Allianzarena, da passen 75.000 rein, das sollte gerade so reichen 😉

Wie dem auch sei, es war also ein hitziger Tag gestern und deswegen ziert nun dieses Zettelchen das Email-Fach des Supports, und meine Wand.

Ich finde, es macht sich durchaus gut.

Mal schauen, ob heute Abend noch Abreißzettelchen dran sind…

Bye

Nadine

 

12 von 12 im August 2017

Liebes Saarland und Rest vonne Welt,

im Rahmen der Maßnahme „Frau T. muss wieder öfter bloggen“ habe ich mich den Monat spaßeshalber mal dazu durchgerungen, bei der monatlichen Blogger-Aktion 12 von 12 mitzumachen.

Nun war aber mein heutiger 12. Tag des Monats ja sowas von völlig unspektakulär, dass die Fotos davon fast schon mitleiderregend sind…

Aber im Sinne von #mehrrealitätimnetz möchte ich sie euch nicht vorenthalten.

Man könnte jetzt schön gepimpte und getunte Bilder eines perfekten Tages inszenieren, aber es ist nunmal wie es ist.

Der Tag beginnt im Hause T. genau so wie er es wohl in Zillionen anderen Haushalten auch tut…mit dreckigem Geschirr. Mal wieder war der Geschirrspüler nämlich am Vorabend noch nicht so voll, dass man ihn hätte starten können, in der morgendlichen Helligkeit kristallisierte sich dann aber heraus, dass, wenn man tatsächlich alles, das so rumstand, reingepackt hätte, vermutlich sogar eine zweite Ladung zusammen gekommen wäre. Hmpf.

Während Frau und Herr T. also ihr bestes taten, um nach einer mäßig erholsamen Nacht, einer Geburstagsfeier und mehreren Toynamis die Casa T. wieder halbwegs vorzeigbar zu machen, frönte das Mini-T. seiner neuen Leidenschaft der Toniebox.

♪♫ und das Hähnchen macht KIKERIKIKIIIIIIIII, jeden morgen schon ganz früh ♪♫

Danach war erst mal einkaufen angesagt.

Ja, es war noch sehr früh. Eine gewisse regionale Genetik lässt sich einfach nicht leugnen. Alaaf.

Zürück zu Hause galt es erst mal die Lieferungen der letzten Tage zu kontrollieren. Da gab es schöne

und es gab noch nicht so schöne.

Wie ich es hasse, wenn bei Großbestellungen die gelieferte Stückzahl nicht stimmt. Also erst mal an den PC und das Nachsenden der fehlenden Stückzahl eingefordert.

Zum trilliardsten male festgestellt, dass DRINGEND eine neue Tastatur fällig ist, aber wieder keine bestellt.

Nebenbei musste die Cameo noch ein wenig schnurren, denn in nur 4 Wochen wollen 80 Stampin‘ Up! Demonstratorinnen mit Dekoration beglückt werden und jeder mit Kindern weiß, 4 Wochen sind NICHTS, wenn man eine Deadline hat.

Während der Rest des Hauses sich zum Mittagsschlaf begab, erfreute ich mich an meinem neuen Arbeitstisch. Ein Traum! Arbeiten im Stehen ist nicht nur wesentlich ergonomischer, es geht tatsächlich auch deutlich schneller von der Hand. So entstanden ratz fatz noch 50 Kärtchen, die den neuen Herbst-/Winterkatalog 2017 auf seiner postalischen Reise begleiten.

Nun folgten ein paar Stunden, in denen ich völlig vergessen hab, dass ich Bilder schießen wollte…

Es sei nur so viel gesagt: Kleber alle. Ausflug zu dm. Platzregen. Bäh.

Immerhin taugt der neue Regenmantel.

Und dann war auch schon Abend. Mann und Kind im Bett und mir blieb die Buchhaltung.

5 Jahre Selbständigkeit und dieser Teil macht immer noch überhaupt gar keinen Spaß!

Auch nicht mit Doping.

Also doch lieber weiter Kataloge eintüten und bloggen.

Halbe Stunde später: ups!

Und wie war’s bei euch so?

Bye

Nadine

PS.: wer mehr vom Alltag im Hause T. sehen möchte ist auf Instagram gut aufgehoben

Sommerloch 2017

Liebes Saarland und Rest vonne Welt,

da ist sie wieder die T.! Kaum zu fassen, aber da habe ich mir doch glatt ganz unangekündigt und ungeplant eine mehr als dreiwöchige Pause gegönnt. Unfassbar.

Ist es euch überhaupt aufgefallen oder ging es im allgemeinen Sommerloch unter?

Wie dem auch sei. Woran es lag…ich weiß es nicht. Ist es auch bei mir das Sommerloch, ist es das wieder mal schlafverweigernde Kind, das „zu viel drum rum“ oder einfach nur die Routine nach fast 5 Jahren Bloggen, ich weiß es nicht, aber kurzum: die Luft war tatsächlich raus.

Ob sie allerdings jetzt nach der Auszeit wieder drin ist, kann ich noch nicht mit Gewissheit sagen (das Kind verweigert den Schlaf nämlich immer noch und bringt mich damit regelmäßig ans, nein, übers Limit), aber zumindest habe ich mich auf den Hosenboden gesetzt und einen Redaktionsplan ausgearbeitet.

Am Willen soll es also nicht scheitern.

Aber kennt ihr dieses Gefühl von „alles zu viel“? Zu viel Wäsche, zu viel Papierkram, zu viel Krempel, zu viel Unordnung….einfach von allem zu viel?

So ging es mir schon die ganze letzte Zeit. Sei es der übervolle Kleiderschrank, der nicht kleiner werdende Dokumentenstapel oder einfach nur das trillionste Krümel- und Sandinferno im Wohnzimmer. Es nimmt kein Ende. EINFACH.NIE.EIN.ENDE.

So viel nimmt man sich vor und schafft’s dann doch wieder nicht, was fertig zu bekommen. Teile des Hauses sehen noch genau so aus, wie sie aussahen als wir vor 5 (!!!!) Jahren eingezogen sind, und gefühlt ist nichts, aber auch gar nichts passiert – was natürlich nicht stimmt, aber Gefühl ist Gefühl und irgendwie frustriert es einen immer mehr, und statt doch peu à peu abzuarbeiten, saugt es einem immer weiter die Kraft aus, und statt weniger wird das Chaos nur noch immer mehr.

Und irgendwann wacht man morgens auf und erkennt, dass man sich gerade mitten in einer Abwärtsspirale befindet und weiß vor lauter Trudeln gar nicht, wie oder wo rauskraxeln.

Das nervt mich. Ich bin dazu nicht der Typ. Denn eigentlich funktionierte ich die letzten 35 Jahre meines Lebens nach dem Prinzip „Problem erkannt, Problem weggeschafft“

Und dann kam der Nachwuchs. der Schlafmangel.
Lange hab ich’s kompensiert bekommen, aber jetzt war einfach der Moment gekommen, wo ich am liebsten einfach nur noch lustlos auf der Couch rumgegammelt hätte. Was mich, unter uns gesagt, aber auch nach 5 Minuten nervt und alles andere als nen Ausgleich bringt.

Was also tun? Als erstes musste das Bastelreich dran glauben. Der alte wackelige Plastiktisch flog raus und ein großer, selbstgebauter stabiler Arbeitstisch sollte Einzug erhalten.

Jahaaa so der Plan.

Erinnert ihr euch an den Beitrag Familie T. baut ein Hochbeet? Sagen wir mal so, der Tischbau wurde zu „Hochbeet reloaded“. Ich schildere den Zusammenbau jetzt nicht wieder in aller Ausführlichkeit, aber es sei nur so viel gesagt: es waren wieder einmal 3 Besuche bei Ikea und 5 Besuche im Baumarkt nötig, bis das Teil endlich stand. Außerdem musste ich lernen, dass das Prädikat „sehr ergiebig“ auf Lackdosen eine sehr subjektive Aussage ist.

Summasummarum: es wurde doppelt so teuer wie geplant und dauerte 6 mal so lang, aber das Teil steht: eine große Arbeitsplatte mit drei Kallaxregalen als Unterbau.

Alles in allem VIIIIIIEL zu groß für das Arbeitszimmer, aber in einem Anflug von „dieses Haus muss schöner werden“ habe ich angefangen auszumisten, und vielleicht, wenn der Leidensdruck nur groß genug ist, schaffe ich es ja auch mal, mich von Bastelkrempel zu trennen und Platz zu schaffen.

Das zweite Projekt, was für Ordnung im Zimmer sorgen sollte, war ein Raskog-Servierwagen. Im Moment allerdings nur erhältlich in den Farben schrecklich oder ganz schrecklich. Weiß und schwarz sind im Umkreis von 120 km nämlich ausverkauft, bleiben noch , wie der Schwede es nennt Vanille und rot/braun, oder wie ich es nenne „Nikotin“ und „Gammelgulasch“.

Aber Frau hat ja ne Standleitung zum Baumarkt und fände die Sprühlacke inzwischan auch nachts um 3 in völliger Dunkelheit mit 5 Promille.

Passend zum Rest des Zimmers sollte das Raskog also grün werden. Denn schon lange bevor Pantone auf die Idee kam, „Grünzeug“ bzw. wie es auf Hipsterisch heißt „Greenery“ zum Farbton des Jahres 2017 zu küren und sämtliche Modeblogger, Influencer und Style-Trutschen auf den Zug aufsprangen, war die T.sche Bastelwand grün.

Greenery…ich komme tatsächlich immer noch nicht über diese Bezeichnung hinweg. Es klingt einfach so unfassbar bescheuert. Ist halt grün, ne.

Auch in diesem Falle muss ich sagen, ist „sehr ergiebig“ ein dehnbarer Begriff. Ich benötigte nämlich alles in allem für ein einziges Raskog 4 Dosen Edding Permanent Spray, nur um immer noch nicht fertig zu sein. Eine fünfte Dose sollte allerdings reichen, um das Ergebnis perfekt zu machen, nur, ihr ahnt es: nach weiteren unzähligen Besuchen im Baumarkt, ist die Farbe inzwischen ausverkauft und erst wieder ab 8.8. lieferbar. Da sind wohl noch mehr Leute auf den Greenery-Zug aufgesprungen…

Auch dieses Projekt sollte also nicht in dem dafür angesetzten Nachmittag fertig gestellt werden können, sondern dauert bisweilen noch an. Es ist zum …..

Nunja, immerhin gibt es gute Neuigkeiten von der Vorgartenfront: die Eiben sind Geschichte. Olé olé. Dafür erstreckt sich nun an der Stelle, wo sie standen ein tatsächliches Sommerloch, das es in den nächsten Tagen zu füllen und glätten gilt.

Aber davon berichte ich euch die Tage. Jetzt warte ich mal gespannt auf den Postmann, vielleicht hat der ja die inzwischen im Internet bestellten Dosen Lack im Gepäck und beschert mir ein schönes Wochenende.

Ich möchte endlich wieder an den Basteltisch und nicht mehr in Umzugskartons hausen! Wenn mal wieder Platz und Ordnung herrscht, klappt es vielleicht auch mit der Umsetzung des Redaktionsplans. Es gibt also noch viel zu tun, packen wir’s an!

Bye

Nadine

Nachtrag: Wir packen es dann wohl erst an, wenn die Streptokokken sich ein neues zu Hause gesucht haben *arghs*