Willkommen auf meinem Blog
Hier findest du allerlei Inspirationen, die du mit Stampin' Up! Produkten gestalten kannst. Alle verwendeten Materialien kannst du, so denn sie noch aktuell sind, bei mir bestellen oder auf einem meiner Workshops live ausprobieren. Ich freue mich auf dich! Jetzt bestellenZum Workshop anmeldenNach dem Event ist vor dem Event.
Liebes Saarland und Rest vonne Welt,
Da artet der Herbst ja fast schon wieder in Stress aus. Kaum sind die Taschen ausgepackt, steht auch schon das nächste Stampin‘ Up! Event vor der Tür.
An diesem Wochenende findet nämlich in Brisbane, Australien unsere halbjährige OnStage Live Veranstaltung statt, die vor einiger Zeit die jährliche Convention abgelöst hat. Ja, wir haben also inzwischen die Möglichkeit, uns alle 6 Monate ganz offiziell mit Kolleginnen aus der ganzen Welt zu treffen, auszutauschen, uns schulen zu lassen, Spaß zu haben, neue Kataloge in Empfang zu nehmen, neue Produkte zu streicheln und das Ganze immer im Turnus mal in Europa, mal in den USA und mal im Südpazifik. Diesmal also in Down Under.
Aber keine Sorge, ich bin dann doch nicht so bekloppt, dass ich mal eben für drei Tage nach Australien jetsette. Zumal Australien mit seiner mehr als restriktiven Flüchtlingspolitik in letzter Zeit eh ziemliches Ansehen bei mir eingebüßt hat und so schnell nicht auf der Reiseliste steht, aber das ist ein ganz anderes Thema.
Nun gut, wäre der Knirps nicht, hätte ich es vielleicht trotzdem mal ganz kurz mal in Erwägung gezogen teilzunehmen und paar Tage Sightseeing dran zu hängen, denn interessant fände ich es ja schon mal, mir dieses Fleckchen Welt anzuschauen, zumal wenn man es mit einer SU-Veranstaltung koppeln kann. Aber mal eben zillionen Stunden mit dem Wicht in den Flieger…nee, das muss dann doch nicht sein und wenn doch stehen andere Urlaubsziele noch höher im Kurs. Australien fiel also aus, dafür hab ich mich ganz vernünftig für die Teilnahme an der kürzeren dafür aber deutlich näheren lokalen Veranstaltung angemeldet. Düsseldorf ist ja auch ganz hübsch, ne.
Parallel zum 3tägigen Riesenliveevent finden nämlich für die flugängstlichen und budgetlimitierten unter uns zu Hause auch immer lokale eintägige Veranstaltungen statt. Zwar in deutlich abgespeckterer Variante, dafür aber erreichbar. Ist halt doch ne andere Hausnummer nach Düsseldorf zu fahren, als nach Brisbane.
Standesgemäß müsste ich euch jetzt meine Swaps für das Treffen präsentieren, wäre da nicht das Problem, dass ich keine geschafft habe.
Das Mini-T. hat nämlich im Moment seine äußerst hilfsbereite Phase. Alles, was Mama anfasst, muss von seiner Seite aus auch nochmal genauestens inspiziert und nach seinem persönlichen Gusto optimiert oder weiterausgearbeitet werden, um es mir zwei Minuten später mit strahlenden Augen zu präsentieren, schließlich möchte man ja auch gelobt werden, wenn man sich schon so angestrengt hat, um zu helfen.
Nun haben wir aber leider ziemlich unterschiedliche Geschmäcker. Er z.B findet Bänder viel toller, wenn die kompletten 9 Meter abgerollt und quer durch das ganze Zimmer verteilt wurden, ich für meinen Teil bevorzuge sie auf der Rolle und die Rolle im Schrank.
Er mag Stifteexplosionen durchs ganze Zimmer, ich mag Stifte lieber fein säuberlich im dazu passenden Aufbewahrungskasten.
Er mag Stempelkissen offen auf dem Boden, alternativ auch Sofa, verteilt, ich mag sie geschlossen im Aufbewahrungsturm.
Ihr seht, es ist schwierig, zumindest wenn am Ende des Tages das Bastelreich (und der Rest des Hauses) wieder nach Erwachsenengeschmack zurückgebaut sein soll. Da geht sie dahin, die „freie“ Zeit.
Und da noch so viele andere Projekte auf den Plan standen, blieben die Swaps einmal mehr auf der Strecke, meine Kolleginnen mögen es mir verzeihen, zumindest die, die selbst Kinder dafür aber keine Haushaltshilfe haben.
Der Vorteil an so einem hilfsbereiten Kind ist aber, dass es beim Schränke „Aufräumen“ Dinge findet, von denen man gar nicht mehr wusste, dass man sie noch hat.
Aber wenn sie denn schon mal ausgeräumt sind, kann man sie auch verbasteln, auch wenn sie den Sprung in den aktuellen Katalog in Teilen leider nicht geschafft haben.
So leider auch das Pergamentpapier mit den Goldpunkten.
Aber ausrangiert oder nicht, es macht immer noch eine gute Figur.
Fehlen jetzt noch die Wechselplatte vom Stativ und der Funkauslöser. Aber vielleicht habe ich ja Glück und der Knirps gräbt sie irgendwo hervor, während ich meinen Kram für OnStage packe. Fänd ich tatsächlich ganz prima.
Bye
Nadine
Und dann werden Gebete doch endlich erhört…
Liebes Saarland und Rest vonne Welt,
da ruft man nichtsahnend den Demonstratorbereich von Stampin‘ Up! auf und wird gleich mit super Neuigkeiten begrüßt.
Nicht nur, dass es zum November ein phantastisches neues Angebot gibt, nämlich 25 % auf folgende Stempelsets:
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Nein, es gibt jetzt auch endlich endlich endlich wundervolle „gestickte“ Framelits bei Stampin‘ Up!. Was hab ich gehofft und gebetet, dass wir solche Teile endlich ins Sortiment bekommen, denn immer irgendwelche Linien oder Pünktchen per Hand oder gar per Prickelnadel in die Kreise und Quadrate einzufügen hat zwar durchaus meditativen Charakter, ist aber für den T.schen Geduldsfaden eine Herausforderung. Von Massenanfertigungen ganz zu schweigen. Aber nun sind sie endlich da, seht selbst, was es mit den Teilchen auf sich hat:
| 145372 | Framelits Formen Stickmuster—Mit 12 Stanzformen; Je Vier Kreise, Ovale Und Quadrate | 36,00 €/£27.00 |
Eigentlich sind sie erst im kommenden Jahreskatalog, aber weil sie so toll sind, gibt es sie schon vorab. Ist das nicht großartig?!
Und deswegen halte ich meinen Text heute auch kurz, denn ich muss jetzt gleich mal meine Bestellung eintippen gehen.
Euch einen schönen Feiertag, denkt an die warmen Socken wenn ihr auf den Friedhof geht, denn auch wenn die Sonne scheint, et ist Herbst, Pfarrer sind nicht die schnellsten beim Gräber Segnen und Schnupfen, ich kann es euch sagen, braucht echt niemand auf dieser Welt.
Bye
Nadine
Spielplatztalk
Nachmittags auf dem Spielplatz.
Blick auf’s sandige Kind.
Mutter 1: „ich brauche wirklich eine Putzfrau“Mutter 2: „nee, bei uns kann man vom Boden essen“
Ich:“cool, wir kriegen da auch locker ein 3 Gänge Menü zusammen“.
Warum hab ich nur den Eindruck, heute keine neue Freundin gewonnen zu haben…
Und wieder auf Achse: Großes Teamtreffen 2016
Liebes Saarland und Rest vonner Welt,
Knapp anderthalb Jahre ist es nun her, dass mich so ein kleines, mal mehr mal weniger lautes, mitunter auch mal seltsam riechendes, aber alles in allem zum Anbeißen niedliches Etwas in eine Schaffenszwangspause versetzt hat. So schön das auch sein kann/mag: irgendwann ist auch mal wieder gut. Dieser Punkt ist bei mir nun seit ca. 3 Monaten erreicht, so dass ich mich tatsächlich wie Schnitzel auf den Herbst gefreut habe.
Denn da jagt ein Event das nächste. Während ich anfangs noch gedacht habe, es wäre zu viel und ich könne den Knirps nicht so oft abtreten, zumal es auch organisatorisch nicht wirklich gut planbar war, bin ich inzwischen doch ganz froh, dass ich es gemacht habe. Es sind ja durchaus die kleinen Freuden des Lebens, die einem gut tun und in meinem Fall ist das, ab und an mal einen ganzen Tag zu verbringen, ohne stündlich an einem Hinterteil schnüffeln zu müssen. Ja, so schnüffelfreie Tage und ihr Entspannungsgehalt werden gemeinhin sehr unterschätzt.
Wider Erwarten war das Mini-T. äußerst kooperativ und verlangte seinen nächtlichen Milchsnack zu einem Zeitpunkt, der zwar allgemein als eher unchristlich empfunden wird, in dem Fall aber nicht besser hätte sein können, denn seien wir mal ehrlich, wäre es der Wecker gewesen, der mich um 4 geweckt hätte, hätte er die Aktion nicht überlebt und ich wäre vor 8 nicht aus den Federn gekrochen. Aber so… mei, wenn ich schon wach bin, dann kann ich auch zum Teamtreffen fahren.
346 km galt es also bei Dunkelheit, Regen und Nebel zu überwinden. Und das möglichst unfallfrei, denn in der Eifel um die Zeit in nen Graben zu fahren, da hilft nur beten.
Klappte aber alles problemlos und ich kam gesund, von munter möchte ich zwecks der Uhrzeit nicht reden, in Gelsenkirchen an.
Jenni staunte nicht schlecht, als ich vor ihr stand. Sie hatte wohl mit allem gerechnet, aber nicht, dass ich so kurz nach den Spooky Days schon wieder zum Teamtreffen fahren würde. Ha! Einmal wieder Blut geleckt…
Es war schon ein buntes Treiben vor Ort. Es hatten sich nämlich zig fleißige Helferlein gemeldet, die emsig mithalfen, alles aufzubauen und zu dekorieren.
Mein Part bei diesen Events ist ja inzwischen fast schon standardmäßig das Knipsen. Mach ich ja auch echt gern, schließlich kann ich eh nicht stillsitzen. Nur muss ich echt zugeben, dass der Raum im Pfarrheim und meine Kamera (oder die Fähigkeiten des Bedieners) einfach nicht kompatibel sind.
Wer auch immer es sich ausgedacht hat, einen gelben Holzfußboden, mit einer dunkelbraunen Holzdecke, dunkellilanen Vorhängen an den Tageslicht-Seitenfenstern mit einem knallrotem Bühnenvorhang und Neonlicht zu kombinieren, der hat entweder von Weißabgleich noch nie was gehört oder aber hasst ihn abgrundtief. Summasummarum ist es also völlig wurscht, wie ich die Kamera einstelle, irgendeinen brutalen Farbstich haben sie immer.
Ca. 100 Mädels und zwei Männer hatten den Weg nach Gladbeck gefunden und horchten inständig den Worten der Gastgeberin, die sich zur Feier des Tages in Schale geworfen hatte.
Holla die Waldfee und Aua die Fußsohle sag ich da nur. (Dass in dem Beutel, der da so halsbrecherisch hinter ihr liegt, die Chucks drin waren, verschweige ich jetzt mal gepflegt).
Ganz didaktisch wertvoll gab es diesmal Stationenlernen. Kerstin, Catrin, Moni und Steffi boten jeweils ein tolles Projekt an, das dann gruppenweise nachgebaut werden konnte.
Ich halte mich jetzt einfach mal kurz, nachdem ich neulich schon so viel von den Spooky Days geschrieben habe. Es gab wieder mal jede Menge Thementische mit grandiosen Ideen, die zum Nachmachen einladen, es gab jede Menge Essen, mehr als jeder Normalsterbliche je zu sich nehmen kann, es gab Geschnatter, Gequieke, Gelächter und auch ein paar wenige Tränchen. Genau so wie es sich für den Haufen Mädels gehört und es auch mal emotional wird.
Was gab es noch… Handys. Jede Menge Handys.
Sei es wegen einer Facebook Live Schalte oder einer potenziellen Garderoben Erweiterung des Köllerschen Kleiderschranks.
Auf jeden Fall gab es jede Menge Spaß, Input und Bestätigung, dass es auch nach 4 Jahren immer noch die richtige Entscheidung war, Demonstratorin bei Stampin‘ Up! zu werden.
Da ich ja weiß, dass ihr alle scharf drauf seid, noch mehr Fotos zu sehen, halte ich an dieser Stelle jetzt einfach mal die Klappe, allerdings nicht, ohne mich bei allen für den tollen Tag zu bedanken:
Zur Fotogalerie
Du hast noch nicht genug von großen Demotreffen? Kein Thema. Im Januar findet das nächste große Treffen hier bei mir im Saarland statt. Alle Infos findest du hier. Eine handvoll Plätze gibt es auch noch, zögere also nicht zu lange, dich anzumelden, denn wenn voll, dann voll. Kuscheln ist zwar schön, bei Workshops aber eher hinderlich. Von daher muss die Obergrenze platztechnisch leider einfach sein.
Und wenn es dich reizt, mehr über unsere Demo-Treffen und den Job als Stampin‘ Up! DemonstratorIn zu erfahren, kannst du mich jederzeit anschreiben oder anrufen, ich beantworte dir gern deine Fragen und freue mich natürlich auch sehr, über jedes neue Teammitglied. Bisher ist mir mal noch nicht zu Ohren gekommen, dass es wer bereut hätte und falls doch, bitte schnellstens melden 🙂
Bye
Nadine
Das waren sie die SU Spooky Days
Liebes Saarland und Rest vonne Welt.
Da isses auch glatt schon wieder vorbei das Wochenende. Eher spontan packte ich am Freitag die Familie ein und fuhr unangemeldet in Richtung Rückersbach zu Kerstin, Jenni und Heike und ihren diesjährigen Spooky Days.
Bevor jetzt aber jemand auf die Idee kommt, es mir nächstes Jahr gleich zu tun, muss ich vorweg sagen, dass ich dort nur die knipsende Beilage bin und nicht etwa ein heimlich eingeschlichener Teilnehmer. Mein olles Lehrergen lässt es nämlich leider nicht im Ansatz zu, dass ich mich in so einer Gruppe auf den Hintern setze und mich einzig und allein auf mein Projekt konzentriere, was eine offizielle Teilnahme ziemlich ad absurdum führen würde. Vielmehr muss ich für meinen Seelenfrieden immer wieder rumlaufen, hier und da schauen, ob es irgendwo was zu helfen gibt und ggfs. den drei Organisatorinnen zur Hand gehen, und sei es nur, indem ich ihnen das Fotografieren abnehme.
Das hat wie immer für einige verwirrte Nachfragen gesorgt, ob alles ok sei und ob ich wirklich nicht mit basteln würde? Ja, es ist alles ok und nein, ich möchte wirklich nicht im Gewusel von 70 Frauen millimetergenau werkeln. Den Verschnitt, den ich dabei ablenkungsbedingt verursachen würde, kann man niemandem guten Gewissens zumuten.
70 Frauen waren also da.
Die Luft konnte man schneiden, dem Tinnitus beim Pfeifen zuhören und vor allem beten, dass es keine Evakuierung gäbe. Denn während ich anfangs noch verblüfft war, wie gut man diesmal zwischen den Tischen umherlaufen konnte, hatte sich das spätestens nach dem ersten Projekt erledigt. Es ist unfassbar, wie viel Gepäck 70 Frauen zu einem Kreativwochenende anschleppen. UNFASSBAR!

Nun haben wir chromosombedingt ja alle diesen latenten Taschenfetisch. Ich persönlich behaupte ja, dass wir dafür gar nichts können, sondern es an den Urinstinkten liegt. Überlegt nur mal, wie viel mühsam gesammelte Beeren in eine Handfläche passen und wieviele in eine Handtasche. Das ist also gar kein Tick, sondern dient einzig und allein dem Überleben des Familienclans, dass wir eine passende Tasche pro Gegebenheit benötigen. Ist ja auch Mist, wenn das Mammut endlich in die Höhle geschleppt wurde und das anschließende Zubereiten daran scheitert, dass alle Utensilien fluchtbedingt noch in der alten Höhle liegen. Wär’s in der passenden Tasche gewesen: ein Griff, alles mit dabei! Ihr seht, wir können da gar nix für, es ist schlichtweg ureigener Überlebensinstinkt.
Gut, wie ich jetzt rechtfertige, dass wir letztlich bei nem Brand elendig ums Leben kämen, weil alle Fluchtwege zugestellt sind, da muss ich noch ’nen Moment drüber nachdenken. Aber irgendwas ist halt schließlich immer.
Die Deko war wieder einmal mehr phänomenal und sorgte für das passende Ambiente.

6 Workshops standen auf dem Plan. Jeweils zwei pro Gastgeberin. So unterschiedlich die drei Mädels sind, so gut ergänzen sie sich, nicht nur in der Auswahl der Projekte. Drei von den 6 Projekten waren Alben. Aber hätte man sie nebeneinander auf den Tisch gelegt, hätte jeder mit 100%iger Treffsicherheit sagen können, welches Album zu wem gehört. Es ist immer wieder faszinierend, wie viel eigene Handschrift in den Modellen steckt, selbst bei Projekten, wo man das Rad nicht neu erfinden kann.
Ein Blick auf die Projekte soll euch natürlich nicht verborgen bleiben. Heike hatte sich ein ziemliches Luxusalbum ausgedacht, sogar mit passender Schatulle.
Von Kerstin gab es Homedeco in Form von zwei Bilderrahmen und ein Album mit perliger Fiddelarbeit.
Jenni war einmal mehr für die clean & simple Fraktion zuständig: zwei Scraplayouts und ein Album ganz ohne Kleber, nur mit reinem Stecksystem. Super Idee, wie allerdings die Lebenserwartung eines solchen Albums im Hause T. wäre, vermag ich noch nicht zu sagen. Ich werde es aber ausprobieren.
Soweit zum kreativen Part.
Kommen wir zum Rahmenprogramm. Das fing für mich gleich mal mit einer Ration Tränchen an, denn wie im letzten Beitrag ja geschrieben, gab es Anfang der Woche einen tragischen Todesfall in der Kernmannschaft. Ein ziemlich unheimlicher Zufall wollte es so, dass die Trauerfeier just am gleichen Tag wie die Spooky Days stattfand.
Fällt sowas tatsächlich unter Zufall? Spooky war es allemal. Und traurig. Unfassbar traurig.
Ich glaube, ausnahmslos jeder kämpfte mit der Fassung. Während wir also mit Kloß im Hals und Tränen in den Augen die Stellung hielten, düste Jenni 3 Stunden von der westlichen an die östliche bayrische Grenze, um Jael, auch im Namen von allen Spooky Days Teilnehmerinnen und SU Teamkolleginnen, die letzte Ehre zu erweisen. Für mich persönlich ein sehr emotionaler Moment und ich gestehe, dass ich den Kampf um die Fassung zumindest stellenweise gnadenlos verlor. Es ist einfach immer noch völlig unbegreiflich und surreal.
Dann passierte aber das, was ich im Vorfeld erwartet hatte: obwohl jeder auf seine Art traurig und geschockt über die Tragik der Situation war und es auch immer wieder zur Sprache kam, kann ich nicht sagen, dass es die restliche Veranstaltung „überschattet“ hätte. Klar wurde es immer mal wieder angesprochen, aber der große Vorteil von unser aller Hobby ist tatsächlich, dass wir schöne Dinge aus schönem Material machen und das die Stimmung ungemein hebt. Was selbst zu gestalten hat nämlich nicht nur meditativen Charakter, das Resultat in den Händen zu halten macht auch einfach glücklich. Genauso wie lecker Essen. Und auch davon gab es wieder reichlich. Die Stimmung war also nichtsdestotrotz überwiegend fröhlich bis ausgelassen.
Um 18 Uhr war dann erstmal Schluss mit Werkeln. Die Fußlahmen verzogen sich auf ihr Zimmer, die Mobilen versammelten sich zu einem kleinen Waldspaziergang in Hexenoutfits und sonstiger Gruselaufmachung und Familie T. folgte dem Rat der Damen Paulus und Kreis und wanderte lieber in entgegensetzet Richtung. Der Spaziergang sollte nämlich eine kleine Überraschung in Form eines Überfallkommandos der Spessarträuber beinhalten, was vielleicht bei Dunkelheit im Wald umringt von lauter kostümierter Halloweengestalten für alle Anwesenden gruselige Unterhaltung, für das Mini-T. aber wohl eher das Trauma seines zarten Lebens gewesen wäre.
Dieser Teil des Rahmenprogramm fand also ohne mich statt. Ich ließ es mir aber nicht nehmen, an der anschließenden Abendgestaltung teilzunehmen. Diese bestand zum Einen aus – na, wer errät es? Ja logisch, Essen. Und zum Anderen aus der Kür der Miss Spooky, und nicht etwa der Miss Big Shot, wie ein kleiner Lapsus es Jenni verkünden ließ. Eins kann ich auf jeden Fall sagen, es gab vollen Körpereinsatz. Auf mehreren Ebenen.
Haben wir gelacht. Mitunter hatte man Sorge um den ein oder anderen Schlüppi.
Die Stimmung war tatsächlich bombig und die Aufmachungen mancher Mädels phänomenal. Das ist der Nachteil an spontanen Teilnahmen. An ein Kostüm hab ich so kurzfristig leider nicht gedacht, dass also ganz bieder im Strickkleidchen dabei. Dafür haben sich aber die restlichen Mädels nicht lumpen lassen. Von mehreren Morticias, über Dämonstratorinnen, zu Hexen und Mumien, es war alles dabei. Selbst eine Biene Maja hatte sich im Haufen verirrt, was prompt mit dem Ohrwurm des Abends quittiert wurde.

Hatte ich schon was zur Lautstärke gesagt?
Am anderen Ende der Hotellandschaft versuchte Herr T. nach Kräften das Mini-T. zum schlafen zu bewegen. Was soll ich sagen, irgendwie unterwanderten wir das Konzept dezibeltechnisch, da kann man schon mal auf Ideen kommen…
Sagen wir mal so, das ein oder andere Strumpfband und Dekolleté blieb nicht ganz verborgen.
Der Raum tobte. Da war er wieder der Tinnitus. Für uns aber war es jedes Fiepen im Ohr wert, wir hatten richtig, richtig Spaß. So sehr, dass die Siegerin nicht mal mitbekommen hat, dass sie gewonnen hat. Kann bei so Lachflash-Chaos ja auch mal untergehen 🙂
Schlussendlich lag ich völlig unerwarteterweise viel zu spät im Bett, was das Mini-T. prompt mit viel zu frühen Aufwachen quittierte. Wie war das nochmal? „Wer abends feiern kann, kann frühs auch aufstehen“. Irgendwie hatte ich mir das nur anders vorgestellt, nämlich dass ich IHM das irgendwann in 15 Jahren unter die Nase reibe und nicht er mir jetzt.
Ich verpasste Sonntags dann auch glatt mal den Startschuss, aber es blieben ja noch genug Stunden übrig, um wieder aufzuarbeiten.
Damit Fotografieren aber ja nicht zu kurz kommt und die gewerkelten Alben auch direkt gefüllt werden konnten, gab es nachmittags als besonderes Highlight noch eine Photobooth mit Selbstauslöser, die der Lautstärke nach definitiv jede Menge Spaß gebracht hat. Auch das obligatorische Gruppenfoto durfte nicht fehlen, das allerdings draußen in der Kälte, denn 70 Leute in der Photobooth wäre wohl eher ein schwieriges Unterfangen geworden.
Alles in allem bin ich sehr froh, dass es geklappt hat mit dem Hinfahren, denn so ein Kreativwochenende ist tatsächlich ein kleiner Miniurlaub in eine andere Welt. Und ich hätte mich echt geärgert, wenn ich ausgerechnet die Halloween-Edition verpasst hätte.
Vor lauter Spooky Verklärung ist mir jetzt fast glatt durch die Lappen gegangen, dass ich heute auf den Tag genau mein 4jähriges Stampin‘ Up! Demodasein feiern kann. Naja, was heißt heute und feiern, in 15 Minuten ist der Tag rum und ich tippe den Beitrag hier bereits im Bett ? da kann man sowas schon mal verschwitzen.
Aber ein Glück hat man treue Leser, die einen mit ganz lieben Mails darauf aufmerksam machen. Und ein noch viel größeres Glück ist es, dass genau diese Leser an solch tollen Veranstaltungen wie den Spooky Days teilnehmen, denn so hat man die Möglichkeit, sich endlich auch mal in echt gegenüber zu stehen. Und das war mir eine sehr große Freude!
Ich hoffe inständig, dass man sich im nächsten Jahr wieder bei diesem oder einem ähnlichem Event sieht.
Bye
Nadine
Sprachlos und doch viel zu schreiben.
Liebes Saarland und Rest vonne Welt,
Was ist das nur für ein Jahr. Es gibt so Momente, da schnürt es einem die Kehle zu und man ringt um jedes Wort. Es ist gerade 4:44 Uhr, der Hunger des Mini-T. hat mich vor einer Dreiviertel Stunde aus einem befremdlichen Traum gerissen, der mich nach der Raubtierfütterung nicht sofort wieder einschliefen ließ. Zur kurzen Ablenkung griff ich zum Handy, und las eine Nachricht, die mich jetzt erst recht nicht mehr schlafen lässt.
Eine geschätzte Kollegin, die ich zwar aufgrund der räumlichen Distanz nicht oft gesehen habe, mich aber umso besser mit ihr verstand, wenn wir uns denn gesehen haben, ist viel zu früh von uns gegangen. Sie hinterlässt ihren Mann und drei wundervolle Kinder, das jüngste gerade mal zwei Jahre alt.
Mir fehlen buchstäblich die Worte.
Nicht nur weil ich es schwer befremdlich finde, dass ich zum ersten Mal seit ewig langer Zeit mal wieder vom Unfalltod meines damaligen besten Freundes träume, um mehr oder minder just im gleichen Moment zu erfahren, dass eine Freundin viel zu früh verstorben ist, sondern vor allem, weil neben mir friedlich mein Zwerg schnarcht und es mein Herz zerreißt, zu wissen, dass in einem oberfränkischen Städtchen ein nur unwesentlich älterer Zwerg nie wieder von seiner Mama zu Bett gebracht wird. Ich vermag mir nicht vorzustellen, was die Familie gerade durch macht.
Wie gesagt, gesehen haben wir uns nicht wirklich häufig, aber einen „Pflichttermin“ gab es. Nämlich das große Bastelwochenende von Jenni, Kerstin und Heike, das auch dieses WE wieder stattfindet.
Während wir vor zwei Jahren dort zeitgleich schwanger die Füße im Vorraum hochlegten, banden wir uns letztes Jahr die Winzlinge ins Tuch und schleppten sie wieder mit. Es wird mir sehr schwer fallen, morgen ohne sie an dem Event teilzunehmen, nicht zuletzt weil die Knirpse inzwischen alt genug sind, dass sie hätten miteinander spielen können während die Mamas werkeln.
Es ist einfach nicht richtig. Und es gibt so unfassbar viel „nicht richtig“ auf dieser Welt.
Wie der ein oder andere vielleicht schon mitbekommen hat, arbeitet der beste Ehemann von Welt ja in einer Klinik, so dass er/wir in unserem Alltag immer wieder mit Schicksalen konfrontiert werden, die nicht richtig und nicht fair sind. Ob das viel zu früh verstorbene Mütter, Väter, Kinder, Neugeborene oder 70 Jahr verheiratete Eheleute sind, es tut einem jedes einzelne mal in der Seele weh, wenn man aus welchen Gründen auch immer ein wenig Hintergrundinformation hat. Manches beschäftigt einen länger, manches nicht so lang, manches kommt Jahre später wieder hoch und manches vergisst man auch tatsächlich.
Was aber bleibt, ist die tägliche Erinnerung, dass der Tod zum Leben dazu gehört und niemand weiß, wann es wen treffen kann. Nun hat man die Möglichkeit, es so weit wie möglich von sich zu schieben und, wie in den letzten Jahren in der „modernen Gesellschaft“ üblich, das Sterben mit allem was dazu gehört möglichst aus dem Alltag zu verdrängen und hinter die Türen von Kliniken zu verbannen, frei nach dem Motto „wenn ich dich sehe, siehst du mich auch nicht“, oder man lässt das Thema an sich ran, spricht auch mal offen darüber und macht es wieder zu einem normalen Bestandteil des Lebens, wie das früher der Fall war, als Menschen noch zu Hause im Beisein ihrer Liebsten aus dem Leben scheiden durften. Je normaler der Umgang mit dem Tod wieder wird, umso mehr verliert er auch von seinem Schreckensgesicht. Fair wird’s dennoch leider nie werden, aber vielleicht erträglicher.
Vielleicht ist das jetzt auch die Scrapbooking-Tante in mir, die jetzt spricht, aber ich für meinen Teil versuche, mich eher darüber zu freuen, dass jemand gelebt hat und die gemeinsamen Erinnerungen am Leben zu halten, und nicht so sehr, zu trauern, dass jemand verstorben ist. Da wären wir wieder bei Fotoalben, Leute macht Fotoalben, kein Fotomessitum auf Festplatten, sondern echte Fotoalben, mit Schrift, Text, Emotion und so…
Eine Lücke und viel Schmerz hinterlässt natürlich trotzdem jeder Todesfall, vor allem wenn er plötzlich und unerwartet kommt, und noch viel mehr, wenn es jemanden trifft, der aufgrund seines Alters oder seiner Situation einfach noch nicht auf der Liste hätte stehen dürfen, nichtsdestotrotz glaube ich aber fest daran, dass es einen Hauch weniger weh tut, wenn man zu Lebzeiten nichts „verpasst“ hat und den Hinterbliebenen eine Fülle schöner Erinnerungen bleibt, an denen sie sich festhalten können.
In diesem Sinne, geht zu euren Liebsten, seid ruhig traurig, aber vergesst dabei nicht, euch auch mal gegenseitig in den Arm zu nehmen, miteinander zu lachen und die Zeit, die ihr miteinander habt egal wie viel oder wenig, für euch wertvoll zu gestalten.
Und noch zum Schluss, weil es mir ein persönliches Anliegen ist, ja, ja Arztfrau und so …. plötzliche Todesfälle sind die eine schlimme Sache. Da wird man aber ob der Plötzlichkeit nicht gezwungen, sich im Vorfeld damit zu beschäftigen. Anders verhält sich das bei Krankheitsverläufen, bei denen abzusehen ist, wo die Reise hingeht. Wer sich ein wenig näher damit beschäftigen möchte, dem kann ich einen ganz frisch erschíenenen Lesetipp ans Herz legen:
Palliativmedizin führt nämlich leider immer noch ein ziemliches Nischendasein, bis hin zu dem Punkt, dass eine nicht unwesentliche Zahl an Menschen denkt, dass Palliativmedizin das selbe sei wie aktive Sterbehilfe und der Palliativmediziner quasi mit Überschreiten der Türschwelle den Giftkoffer zückt und dem Ganzen ein Ende bereitet. Seid versichert, dem ist nicht so.
Um an dieser Stelle eine kleine Anekdote vom Autor aufzugreifen: Das Wort Palliativ vom kommt vom lateinischen palla -ae, f. „1. Obergewand 2. Mantel“ bzw. pallium -i, n. „Mantel, Umhang“ und nicht etwa von pāla, ae, f. „1. Spaten, 2. Grabscheid“, wie ein Patient, seines Zeichens Lateinlehrer einst latent panisch herleitete. Das sind doch zwei sehr unterschiedliche Ansätze, ob man jemanden mit einem Mantel umhüllt oder aber tiefer gräbt.
So ihr lieben. Inzwischen ist es 7 Uhr, ich habe mir einiges von der Seele geschrieben, was zumindest mir immer ganz gut tut. Jetzt hoffe ich, dass mich der Zwerg noch ein Stündchen schlafen lässt und der beste Ehemann von Welt bald nach Hause kommt und statt weiterer Schreckensmeldungen vielleicht mal wieder was lustiges aus dem Dienst zu erzählen hat. Denn ja, sowas gibt es tatsächlich auch in dem Job.
Euch wünsch ich alles Gute und dass ich euch nicht zu sehr mit diesem Thema runtergezogen habe. Ich für meinen Teil freue mich auf ein kreatives Wochenende, das zwar mit einem deutlichen Kloß im Hals stattfinden wird, aber sicher nicht zur Trauergesellschaft werden wird, denn das wäre definitiv nicht im Sinne von Jael und ihrem Naturell gewesen.
Bye
Nadine

































