Inspiration & Art Bloghop: Alben

Liebes Saarland und Rest vonne Welt,

ein Glück gibt es Bloghops, sonst würdet ihr vermutlich noch länger ohne Blogbeiträge hier auskommen müssen, aber heute dreht sich bei uns alles ums Thema Alben und auch wenn es mal kurz nicht so aussah, ich habe es trotzdem noch geschafft, euch ein kleines Anschauungsobjekt zu werkeln.

Kurzum: ich habe nicht den Hauch einer Ahnung, wie es andere Kleinkind-Mütter schaffen, dem Job, dem Kind, dem Mann, dem Haushalt und sich selbst gerecht zu werden, ohne gänzlich auf Schlaf verzichten zu müssen, nicht, dass man davon besonders viel bekäme und noch abzwacken könnte.

Je mehr ich darüber nachdenke, umso sicherer bin ich, dass es schlichtweg nicht machbar ist. Zumindest nicht, ohne dass irgendwas auf der Strecke bleibt oder aber Omas, Schwiegeromas oder sonstige Verwandschaft in der unmittelbaren Nachbarschaft bereitwillig den Nachwuchs Stunden um Stunden bespaßen.

Bei genauerer Betrachtung ist es allerdings einfacher, Familien, vorherrschend Frauen, im Glauben zu lassen, dass nur einzig sie allein Job und Familie nicht unter einen Hut bekommen während es bei allen anderen vorbildlich funktioniert. Wäre dem nämlich nicht so, müsste man ja tatsächlich mal öffentlich zugeben, dass sowas wie Vereinbarkeit von Job und Familie in Deutschland nach wie vor schlichtweg Wunschdenken ist. Und wo kämen wir denn da hin, dann müsste man ja tatsächlich das Problem mal angehen. Nee, nee, also das geht nun wirklich nicht. Wo gibt’s denn sowas. Das gab’s noch nie nicht und das hat früher ja auch schon immer (nicht) geklappt, ne!

Nun gut, im Hause T. klappt es nachweislich nicht. Zumindest nicht blogtechnisch. Oder putztechnisch. Oder wäschetechnisch. Was nicht unmittelbar lebensnotwendig ist, liegt brach bis es lebensnotwendig wird.

Wir haben nämlich keinen Zugriff auf das saarländische Kinderbetreuungskonzept „Oma und Schwiegeroma im Nachbarhaus“. Somit muss ich wohl oder übel damit leben, dass alles, was ich anfange allerspätestens in der Hälfte liegen bleibt oder aber bei 98% Fertigstellung von zwei kleinen neugierigen Patschehändchen im Kern zerstört wird.

So auch vornehmlich mit Bastelprojekten, denn wie ich neuerdings lernen durfte, sind 89 cm Körpergröße genau groß genug, um blindlings von unten auf den Tisch zu patschen und so lange zu friemeln, bis das Objekt der Begierde gefischt wurde.

Sagen wir wie es ist: Karten, Verpackungen und sonstige Papierprojekte sind nach heimlicher, eingehender Untersuchung eines Zweijährigen nicht mehr so ganz fotogen und landen anschießend eher in der Tonne als auf dem Blog.

Zumindest das Album unseres heutigen Bloghops konnte ich retten, bevor es unweigerlich auch wieder das Zeitliche segnen wird.

Die Idee zu dem Album habe ich gnadenlos gemopst. Am letzten Wochenende bin ich teamtechnisch nämlich fremdgegangen und kam in den Genuss auf Tanja Hallesbachs Teamtreffen wundervolle Swaps zu ergattern.

Melanie Joyer, hier im Bild die dritte von links, hatte sich ein traumhaftes Projekt ausgedacht, das wir zusammen nachbastelten. Also mit wir meine ich die anderen. Denn ich habe mal wieder fotografiert und die Chipstüte leergegessen während die anderen werkelten. Ihren Swap inklusive der Anleitung findet ihr auf ihrem Blog hier, es ist wirklich ein Träumchen.

Nun kann man das Rad ja nicht immer neu erfinden und da ich nicht so der Albentyp bin – ich nutze ja für unsere Familienerinnerungen quasi ausschließlich Projekt Live Alben, bzw. die dazugehörige App – habe ich ihre Idee einfach aufgegriffen und ein Album aus ihrer Grundidee gewerkelt.

Ich bin mir nur noch nicht sicher, ob das Album tatsächlich den Fortschritt im Garten zeigen soll oder aber eher den Rückschritt. Es ist erschreckend, was wir in inzwischen 6 Jahren alles nicht auf die Reihe bekommen haben…wie war das noch mit der Vereinbarkeit…?

Nun gut, also die Vorderseite besteht aus einem Deckblatt mit Guckloch. Klappt man diese auf, findet sich im Inneren eine Schattenbox (dazu habe ich auch vor längerem mal ein Videotutorial auf Youtube gepostet).

Das Innenleben der Schattenbox besteht aus einem zur „Ziehharmonika“ gefalteten Blatt Papier, auf das sowohl auf die Vorder- als auch auf die Rückseite Fotos geklebt werden können. Leporello nennt sich das in Fachkreisen. Die erste Seite habe ich mit einem Projekt Live Kärtchen dekoriert, weil die Reihe Hallo Sonnenschein so prima zum Gartenthema passt.

An sich kann man die gefalteten Seiten beliebig erweitern. Man muss nur aufpassen, dass man am Ende nicht über die Dicke des Rahmens hinauskommt.

Aber gerade um nur ein paar wenige Fotos unterzubringen, z.B. als Dankeschön einer Taufe, Hochzeit oder ähnlichem, eignet sich dieses Format besonders gut, denn man kann das Album auch prima als dekorativen Aufsteller auf dem Kaminsims oder einer Kommode nutzen.

Noch ein kleiner Tipp meinerseits zur Benutzung von selbstklebenden Alphabeten, wie es z.B. in dem Accessoires Kit der Projekt Life Kärtchen enthalten ist. Bevor ihr euch das Leben nehmt, um mit einer Pinzette in mühseliger Kleinstarbeit die Buchstaben gerade aufzukleben, weil euch euer OCD sonst in den Wahnsinn treibt, besorgt euch im Schreibwarenladen ein billiges Plastiklineal. Die haben unten nämlich so eine Rille, auf die man die Buchstaben prima aufkleben kann, sozusagen als „Führungschiene“. So könnt ihr anschließend das Wort komplett und definitiv gerade auf das Projekt übertragen. Garantiert kein nervöses Augenzucken mehr beim Anblick des fertigen Projekts!

Zum guten Schluss auch wieder die Materialliste:

Sie ist nicht ganz vollständig, denn ich habe auch ein paar wenige Sachen aus dem bald erscheinenden Jahreskatalog 2017-2018 benutzt. Hier aber schon ein kleiner Sneak Peak:

Macht das nicht Lust auf mehr? Ich kann euch sagen, es werden euch ab dem 1. Juni 2017 ein paar sehr sehr tolle Sachen erwarten und die Wunschlisten werden lang sein.

Jetzt den Stampin‘ Up! Jahreskatalog 2017-2018 vorbestellen

Meine Kunden, die in den letzten 6 Monaten bei mir bestellt haben, bekommen ihr neues Exemplar automatisch zugeschickt. Auch meine Online Shop Kunden, ihr braucht also nicht vorzubestellen. Solltet ihr noch nicht zu meinen Kunden gehören oder länger als 6 Monate nicht mehr bestellt haben, nutzt bitte dieses Formular, wenn ihr ein gedrucktes Exemplar zugeschickt bekommen möchtet.

Der Versand erfolgt ca. Mitte des Monats, sofern bis dahin die druckfrischen Exemplare bei mir eingetroffen sind.

Wenn ihr zum Katalogstart einen Workshop buchen möchtet, tut das bitte so schnell wie möglich. Am besten über das Kontaktformular, der Terminplan ist nämlich jetzt schon ordentlich voll und ist nicht bald auch schon Weihnachten?

Außerdem ist im Bastelreich ganz dringend eine Entkernung nötig, was euch einerseits wohl freuen wird (voller Flohmarkt und so), andererseits aber die Möglichkeiten für Workshops bei mir zu Hause etwas einschränkt. Aber wir werden schon eine Lösung finden. Einfach anschreiben, ich melde mich dann umgehend bei euch.

Soderle, soviel von meiner Seite. Nun wünsche ich euch noch viel Spaß bei den anderen Bloghop Mädels und ihren Projekten und freue mich über jede Form der Rückmeldung.

Bye
Nadine

4 comments

  1. 1
    Petra says:

    Was für eine schöne Idee. Da hat sich das „Zeit frei schaufeln“ doch sehr gelohnt.
    Gruß aus Kölle
    Petra

  2. 2
    Ulrike says:

    Liebe Nadine,
    ich kann Dich so so gut verstehen! Ich liebe meine drei Ableger sehr, aber sie bringen mich auch fast jeden Tag um den Verstand! Die Großen (10 und 8 Jahre) sind zwar schon recht selbständig, haben sich aber dauernd in den Haaren und wenn ihre Freunde zum Spielen da sind, vervielfacht sich das Problem… Unser Kleiner Mini-L. (knapp 2 Jahre) ist auch ein kleines Neugierchen und hält mich den ganzen Tag auf Trab! Ohne Betreuungshilfe/-möglichkeiten beschränkt sich deshalb meine Stempelzeit auf abends und nachts, so dass ich oft erst zwischen 12 und 2 ins Bett komme, wenn ich viel vorbereiten muss…. Neulich wollte ich eine Karte für eine Kundin fertig machen und dachte, ich versuch es mal tagsüber…. Ich habe sage und schreibe den ganzen Tag gebraucht, bis sie fertig war….
    Dein Projekt sieht übrigens super aus, die Idee mit dem Lineal finde ich auch klasse – ich fummle meistens mit der Pinzette…
    Ich wünsche Dir gute Nerven, lass Dich nicht unterkriegen, Du hast so einen tollen humorvollen Blog, ich komme Dich immer wieder gerne besuchen!!!

  3. 3
    ulla s says:

    nadine ich kann dich sehr gut verstehen,,diese proplem hatte ich vor langer zeit auch für meine 2 ,keine großeltern mann arbeite damals nur nachtschicht und die frauen in der nachbarschaft, mit kleinen kindern konnten sogar zusammen kurzurlaub machen ,,,:_)
    aber irgendwann war es dann soweit und ich konnte ein bisschen meinem hobby nachgehn ..sie werden zu schnell groß nadine geniesse diese anstrengende zeit irgendwann hättest du sie gerne zurück :-))))))))

    dein projekt sieht toll aus

    was macht denn das hochbeet ??? fertig ?? lg und hab eine schöne woche

  4. 4
    Corinne says:

    Liebe Nadine
    Vereinbarkeit von Familie und Beruf gibt es schlicht nicht. Das würde nämlich bedeuten, dass nie irgendetwas zu kurz kommt. Und das kommt es garantiert. Meist ist es die Zeit für sich selber oder für den Partner.
    Was mir hilft: ich bin nicht allein. Millionen von Eltern (und ja- auch Väter sind betroffen! Auch jene die nonchalant jeden Morgen zur Arbeit fahren, Feierabendbier trinken und am Wochenende noch Fussball-Turnier haben… die funktionieren nämlich nur dank ihrer Frau so reibungslos…) haben dasselbe Problem, nur sprechen die meisten nicht darüber… Du tust es. Ich auch. Es gibt keinen Grund zu lügen…
    Und am Ende des Tages weiss man ja auch wofür man das Alles auf sich nimmt — und knutscht die kleinen, zerstörerischen Patschehändchen liebevoll ab 😉

    P.S. Ich wurde mal beim Schreiben einer Glückwunschkarte (also zwei Sätze) fünfmal unterbrochen…

Ich freue mich über eure Kommentare.