12 von 12 im August 2017

Liebes Saarland und Rest vonne Welt,

im Rahmen der Maßnahme „Frau T. muss wieder öfter bloggen“ habe ich mich den Monat spaßeshalber mal dazu durchgerungen, bei der monatlichen Blogger-Aktion 12 von 12 mitzumachen.

Nun war aber mein heutiger 12. Tag des Monats ja sowas von völlig unspektakulär, dass die Fotos davon fast schon mitleiderregend sind…

Aber im Sinne von #mehrrealitätimnetz möchte ich sie euch nicht vorenthalten.

Man könnte jetzt schön gepimpte und getunte Bilder eines perfekten Tages inszenieren, aber es ist nunmal wie es ist.

Der Tag beginnt im Hause T. genau so wie er es wohl in Zillionen anderen Haushalten auch tut…mit dreckigem Geschirr. Mal wieder war der Geschirrspüler nämlich am Vorabend noch nicht so voll, dass man ihn hätte starten können, in der morgendlichen Helligkeit kristallisierte sich dann aber heraus, dass, wenn man tatsächlich alles, das so rumstand, reingepackt hätte, vermutlich sogar eine zweite Ladung zusammen gekommen wäre. Hmpf.

Während Frau und Herr T. also ihr bestes taten, um nach einer mäßig erholsamen Nacht, einer Geburstagsfeier und mehreren Toynamis die Casa T. wieder halbwegs vorzeigbar zu machen, frönte das Mini-T. seiner neuen Leidenschaft der Toniebox.

♪♫ und das Hähnchen macht KIKERIKIKIIIIIIIII, jeden morgen schon ganz früh ♪♫

Danach war erst mal einkaufen angesagt.

Ja, es war noch sehr früh. Eine gewisse regionale Genetik lässt sich einfach nicht leugnen. Alaaf.

Zürück zu Hause galt es erst mal die Lieferungen der letzten Tage zu kontrollieren. Da gab es schöne

und es gab noch nicht so schöne.

Wie ich es hasse, wenn bei Großbestellungen die gelieferte Stückzahl nicht stimmt. Also erst mal an den PC und das Nachsenden der fehlenden Stückzahl eingefordert.

Zum trilliardsten male festgestellt, dass DRINGEND eine neue Tastatur fällig ist, aber wieder keine bestellt.

Nebenbei musste die Cameo noch ein wenig schnurren, denn in nur 4 Wochen wollen 80 Stampin‘ Up! Demonstratorinnen mit Dekoration beglückt werden und jeder mit Kindern weiß, 4 Wochen sind NICHTS, wenn man eine Deadline hat.

Während der Rest des Hauses sich zum Mittagsschlaf begab, erfreute ich mich an meinem neuen Arbeitstisch. Ein Traum! Arbeiten im Stehen ist nicht nur wesentlich ergonomischer, es geht tatsächlich auch deutlich schneller von der Hand. So entstanden ratz fatz noch 50 Kärtchen, die den neuen Herbst-/Winterkatalog 2017 auf seiner postalischen Reise begleiten.

Nun folgten ein paar Stunden, in denen ich völlig vergessen hab, dass ich Bilder schießen wollte…

Es sei nur so viel gesagt: Kleber alle. Ausflug zu dm. Platzregen. Bäh.

Immerhin taugt der neue Regenmantel.

Und dann war auch schon Abend. Mann und Kind im Bett und mir blieb die Buchhaltung.

5 Jahre Selbständigkeit und dieser Teil macht immer noch überhaupt gar keinen Spaß!

Auch nicht mit Doping.

Also doch lieber weiter Kataloge eintüten und bloggen.

Halbe Stunde später: ups!

Und wie war’s bei euch so?

Bye

Nadine

PS.: wer mehr vom Alltag im Hause T. sehen möchte ist auf Instagram gut aufgehoben

Stampin‘ Up! Herbst-/Weihnachtskatalog 2017

Liebes Saarland und Rest vonne Welt,

Während man in Teilen des Landes noch Spiegeleier auf dem Asphalt braten kann, geht es hinter den Stampin’ Up! Türen schon wieder los mit dem Weihnachtsgeschäft.

Stampin' Up! Aktion August 2017 Wie ein Weihnachtslied

Seit vorgestern haben wir Demonstratoren bereits Zugriff auf den neuen Herbst-/Winterkatalog und können bereits jetzt Sachen vorordern, damit wir 4 Wochen lang alles ausgiebig ausprobieren können, um dann all eure Fragen beantworten zu können sobald der Katalog am 1.9. offiziell an den Start geht.

Herbst-/Weihnachtskatalog 2017

Für euch bedeutet das im Konkreten, dass ihr bereits jetzt schon euer Katalogexemplar vorbestellen könnt und es dann schnellstmöglich von mir zugeschickt bekommt. Wie immer braucht ihr euch nicht in die Liste einzutragen, wenn ihr innerhalb der letzten 6 Monate eine Bestellung bei mir aufgegeben habt, denn dann schicke ich euch den Katalog automatisch zu.

Herbst-/Weihnachtskatalog 2017 jetzt bestellen

Ihr könnt auch bereits jetzt schon eure Wunschtermine für Workshops/Stempelparties mit mir vereinbaren, denn erfahrungsgemäß kommt Weihnachten ja immer so plötzlich und dann ist man gar nicht vorbereitet.

Aktion im August

Und weil wir ja alle immer total heiß auf neue Produkte sind, gerade wenn es um Weihnachten geht, habe ich gute Neuigkeiten für euch: ein Stempelset mit passenden Thinlits für die Big Shot könnt ihr schon jetzt im August vorab bestellen:

Wie ein Weihnachtslied Stampin Up Aktion August 2017

Wie ein Weihnachtslied Stampin Up Aktion August 2017

Wenn ihr euch inspirieren lassen möchtet, was man damit schönes werkeln kann, könnt ihr euch hier das passende Video dazu anschauen (Untertitel sind auf Deutsch verfügbar, ggfs. in den Einstellungen rechts unten im Video umstellen)

Wenn ihr noch Gutscheincodes von euren Bestellungen über 60 € vom letzten Monat habt, denkt bitte daran, sie mit einzulösen, der Stichtag dafür ist der 31. August 2017.

Bei aller Vorfreude auf den neuen Saisonkatalog vergesst bitte nicht, dass auch im Jahreskatalog einige Weihnachtsstempelsets mit drin sind. Sobald ich mit dem Umbau meines Arbeitszimmers fertig bin, werde ich euch auch ein paar Beispiele damit zeigen.

Ich freue mich sehr auf eure Reaktionen, wie euch das neue Stempelset gefällt.

Bye

Nadine

Sommerloch 2017

Liebes Saarland und Rest vonne Welt,

da ist sie wieder die T.! Kaum zu fassen, aber da habe ich mir doch glatt ganz unangekündigt und ungeplant eine mehr als dreiwöchige Pause gegönnt. Unfassbar.

Ist es euch überhaupt aufgefallen oder ging es im allgemeinen Sommerloch unter?

Wie dem auch sei. Woran es lag…ich weiß es nicht. Ist es auch bei mir das Sommerloch, ist es das wieder mal schlafverweigernde Kind, das „zu viel drum rum“ oder einfach nur die Routine nach fast 5 Jahren Bloggen, ich weiß es nicht, aber kurzum: die Luft war tatsächlich raus.

Ob sie allerdings jetzt nach der Auszeit wieder drin ist, kann ich noch nicht mit Gewissheit sagen (das Kind verweigert den Schlaf nämlich immer noch und bringt mich damit regelmäßig ans, nein, übers Limit), aber zumindest habe ich mich auf den Hosenboden gesetzt und einen Redaktionsplan ausgearbeitet.

Am Willen soll es also nicht scheitern.

Aber kennt ihr dieses Gefühl von „alles zu viel“? Zu viel Wäsche, zu viel Papierkram, zu viel Krempel, zu viel Unordnung….einfach von allem zu viel?

So ging es mir schon die ganze letzte Zeit. Sei es der übervolle Kleiderschrank, der nicht kleiner werdende Dokumentenstapel oder einfach nur das trillionste Krümel- und Sandinferno im Wohnzimmer. Es nimmt kein Ende. EINFACH.NIE.EIN.ENDE.

So viel nimmt man sich vor und schafft’s dann doch wieder nicht, was fertig zu bekommen. Teile des Hauses sehen noch genau so aus, wie sie aussahen als wir vor 5 (!!!!) Jahren eingezogen sind, und gefühlt ist nichts, aber auch gar nichts passiert – was natürlich nicht stimmt, aber Gefühl ist Gefühl und irgendwie frustriert es einen immer mehr, und statt doch peu à peu abzuarbeiten, saugt es einem immer weiter die Kraft aus, und statt weniger wird das Chaos nur noch immer mehr.

Und irgendwann wacht man morgens auf und erkennt, dass man sich gerade mitten in einer Abwärtsspirale befindet und weiß vor lauter Trudeln gar nicht, wie oder wo rauskraxeln.

Das nervt mich. Ich bin dazu nicht der Typ. Denn eigentlich funktionierte ich die letzten 35 Jahre meines Lebens nach dem Prinzip „Problem erkannt, Problem weggeschafft“

Und dann kam der Nachwuchs. der Schlafmangel.
Lange hab ich’s kompensiert bekommen, aber jetzt war einfach der Moment gekommen, wo ich am liebsten einfach nur noch lustlos auf der Couch rumgegammelt hätte. Was mich, unter uns gesagt, aber auch nach 5 Minuten nervt und alles andere als nen Ausgleich bringt.

Was also tun? Als erstes musste das Bastelreich dran glauben. Der alte wackelige Plastiktisch flog raus und ein großer, selbstgebauter stabiler Arbeitstisch sollte Einzug erhalten.

Jahaaa so der Plan.

Erinnert ihr euch an den Beitrag Familie T. baut ein Hochbeet? Sagen wir mal so, der Tischbau wurde zu „Hochbeet reloaded“. Ich schildere den Zusammenbau jetzt nicht wieder in aller Ausführlichkeit, aber es sei nur so viel gesagt: es waren wieder einmal 3 Besuche bei Ikea und 5 Besuche im Baumarkt nötig, bis das Teil endlich stand. Außerdem musste ich lernen, dass das Prädikat „sehr ergiebig“ auf Lackdosen eine sehr subjektive Aussage ist.

Summasummarum: es wurde doppelt so teuer wie geplant und dauerte 6 mal so lang, aber das Teil steht: eine große Arbeitsplatte mit drei Kallaxregalen als Unterbau.

Alles in allem VIIIIIIEL zu groß für das Arbeitszimmer, aber in einem Anflug von „dieses Haus muss schöner werden“ habe ich angefangen auszumisten, und vielleicht, wenn der Leidensdruck nur groß genug ist, schaffe ich es ja auch mal, mich von Bastelkrempel zu trennen und Platz zu schaffen.

Das zweite Projekt, was für Ordnung im Zimmer sorgen sollte, war ein Raskog-Servierwagen. Im Moment allerdings nur erhältlich in den Farben schrecklich oder ganz schrecklich. Weiß und schwarz sind im Umkreis von 120 km nämlich ausverkauft, bleiben noch , wie der Schwede es nennt Vanille und rot/braun, oder wie ich es nenne „Nikotin“ und „Gammelgulasch“.

Aber Frau hat ja ne Standleitung zum Baumarkt und fände die Sprühlacke inzwischan auch nachts um 3 in völliger Dunkelheit mit 5 Promille.

Passend zum Rest des Zimmers sollte das Raskog also grün werden. Denn schon lange bevor Pantone auf die Idee kam, „Grünzeug“ bzw. wie es auf Hipsterisch heißt „Greenery“ zum Farbton des Jahres 2017 zu küren und sämtliche Modeblogger, Influencer und Style-Trutschen auf den Zug aufsprangen, war die T.sche Bastelwand grün.

Greenery…ich komme tatsächlich immer noch nicht über diese Bezeichnung hinweg. Es klingt einfach so unfassbar bescheuert. Ist halt grün, ne.

Auch in diesem Falle muss ich sagen, ist „sehr ergiebig“ ein dehnbarer Begriff. Ich benötigte nämlich alles in allem für ein einziges Raskog 4 Dosen Edding Permanent Spray, nur um immer noch nicht fertig zu sein. Eine fünfte Dose sollte allerdings reichen, um das Ergebnis perfekt zu machen, nur, ihr ahnt es: nach weiteren unzähligen Besuchen im Baumarkt, ist die Farbe inzwischen ausverkauft und erst wieder ab 8.8. lieferbar. Da sind wohl noch mehr Leute auf den Greenery-Zug aufgesprungen…

Auch dieses Projekt sollte also nicht in dem dafür angesetzten Nachmittag fertig gestellt werden können, sondern dauert bisweilen noch an. Es ist zum …..

Nunja, immerhin gibt es gute Neuigkeiten von der Vorgartenfront: die Eiben sind Geschichte. Olé olé. Dafür erstreckt sich nun an der Stelle, wo sie standen ein tatsächliches Sommerloch, das es in den nächsten Tagen zu füllen und glätten gilt.

Aber davon berichte ich euch die Tage. Jetzt warte ich mal gespannt auf den Postmann, vielleicht hat der ja die inzwischen im Internet bestellten Dosen Lack im Gepäck und beschert mir ein schönes Wochenende.

Ich möchte endlich wieder an den Basteltisch und nicht mehr in Umzugskartons hausen! Wenn mal wieder Platz und Ordnung herrscht, klappt es vielleicht auch mit der Umsetzung des Redaktionsplans. Es gibt also noch viel zu tun, packen wir’s an!

Bye

Nadine

Nachtrag: Wir packen es dann wohl erst an, wenn die Streptokokken sich ein neues zu Hause gesucht haben *arghs*

 

Öhm ja…

Gulliver Welt im Blumengarten Bexbach.

Mann so: „oh da kommt noch die Hauptattraktion“

Ich aus dem Augenwinkel: „Oh Taj Mahal?“ 

Mann so: „Petersdom“ 

Gestatten, ich. 7 Semester Geschichte, 12 Semester Latein. 🙈

Einfach mal so

Liebes Saarland und Rest vonne Welt,

ich weiß nicht, wie es euch geht, aber irgendwie habe ich im Moment den Eindruck, dass global der gesunde Menschenverstand aus den Fugen geraten ist.

Keine Ahnung, ob es daran liegt, dass allmählich die Stilldemenz wieder etwas rückläufig ist und ich wieder mehr Nachrichten lese, oder ob der mütterliche Hormonwall (der Schlafmangel?) einen empfindlicher werden lässt. Aber irgendwie läuft doch da draußen was nicht mehr ganz rund.

Ob das nun eine Meldung ist, dass eine 19 jährige Mutter ihre zwei Töchter im texanischen Hochsommer 15 Stunden im Auto lässt, oder kranke Köpfe in Berlin einen Obdachlosen anzünden oder Bewohner eines Londoner Hochhauses seit Jahren vergeblich einen vernünftigen Brandschutz einfordern, um letztlich im größten Brandinferno Londons seit anno tuck gefangen zu sein, das ist doch alles nicht mehr normal!

Da geh ich mitten in der Woche ganz relaxed zum Baumarkt, um noch Erde für unser Hochbeet zu holen, vor mir ein Mann mit zwei Frauen, alle drei in pakistanisch/indischen Gewändern gekleidet, lächeln, unterhalten sich, kommt uns ein saarländischer Rentner entgegen, sieht die drei und japst lautstark „du lieber Gott, wo simmer denn hier“. Schiebt dabei aber sein Bangirkai Hartholz zu seinem Hyundai.

Da möchte ich mir doch eine der Latten greifen und sie ihm gepflegt um die Ohren hauen mit den Worten „im Baumarkt du Depp, lass Gott aus dem Spiel, bevor er nen Blitz durch dich jagt und kauf nächstes mal gefälligst Eichendielen und nen VW, wenn du ein Problem mit Asien hast.“ Wobei er mit dem VW ohne asiatische Teile vermutlich auch nicht weit führe.

Diese Alltagsdepperei vergrätzt mir tatsächlich mehr und mehr die gute Laune, zumal man den Eindruck hat, dass es tendenziell eher mehr statt weniger wird.

Nun kann ich mich entweder darüber aufregen, was außer Magengeschwüren nichts bringt, oder aber ich versuche wenigstens selbst nicht Teil davon zu sein und Menschen eher zum Lächeln als zum Kopfschütteln zu bringen.

Man kann nämlich auch einfach mal nett sein. Einfach so. Ganz ohne Grund.

Und weil ich neulich beim Shoppen an diesen kleinen Tassen vorbeigelaufen bin und mir dabei jemand in den Kopf schoss, habe ich sie einfach mitgenommen, Kärtchen dazu gelegt und der Person geschickt. Einfach so. Immer noch ohne Grund. Einfach weil mir danach war und es mich freut, wenn sie sich freut. Und falls sie keine Verwendung dafür haben sollte, fällt ihr vielleicht jemand anderes ein und schickt sie weiter. Auch einfach so, einfach weil’s geht.

Bye

Nadine

Einladung zum #Saartistic2 Demotreffen

Liebes Saarland und Rest vonne Welt,

mit Freude kann ich verkünden, dass es uns gelungen ist, einen Termin für ein weiteres #saartistic2 Demotreffen in Homburg zu finden.

Am 16.9.2017 von 10-18 Uhr ist es wieder soweit: Es wird einen kompletten Tag lang gebastelt, gequatscht, gespeist und sich kreativ und geschäftlich ausgetauscht.

Wie beim letzten mal schon, ist das Treffen für aktive Stampin‘ Up! Demonstratoren und Jenni und ich freuen uns sehr auf euer zahlreiches Erscheinen.

Die Anmeldung ist ab sofort möglich und alle weiteren Infos sowie das Anmeldeformular findest du hier:

Zur Saartistic 2 Anmeldung

 

Du bist keine Demonstratorin, möchtest aber dennoch mal an einem großen Kreativtreffen im Saarland teilnehmen? Dann schreib mich bitte an, wenn das Interesse groß genug ist, stelle ich gerne was auf die Beine.

Bye

Nadine

 

Stampin‘ Up! Handstanzen reparieren

Liebes Saarland und Rest vonne Welt,

heute zeige ich euch eine kurze Anleitung, wie ihr eure Stampin‘ Up! Handstanzen reparieren könnt, falls sie mal haken sollten oder sich so verkeilt haben, dass ihr sie nicht mehr auseinander bekommt.

Ab zum Video:

Ansonsten gibt es derzeit nicht so viel von der Puenktchenstempelfront zu berichten. Das Stempelreich liegt brach und wartet darauf, komplettsaniert zu werden. Da der heimische Garten aber das gleiche Schicksal teilt und das Wetter tatsächlich mal über längeren Zeitraum so ist, dass man das Problem angehen kann, verbringen wir derzeit jede freie Minute draußen in der grünen Hölle und versuchen wenigstens schon mal den Vorgarten so in den Griff zu bekommen, dass es den Nachbarn nicht mehr die Tränen in die Augen treibt.

Der Zustand hinterm Haus wird noch gepflegt verdrängt. Denn nachdem wir gefühlte 20000 Wegplatten entfernt haben, durften wir feststellen, dass unter den Platten nicht etwa Kies liegt, wie wir erwartet haben, sondern Sandstein. Sandstein, der 1937 vielleicht wirklich mal Kiesform hatte, aber nach 80 Jahren Druckbelastung unter den Platten wieder zu einem einzigen großen Sandsteinbrocken zusammengepresst wurden. Ein paar Jahre länger und wir hätten vielleicht Diamanten ernten können, aber wir waren ja ungeduldig.

Summasummarum, es ist gänzlich unmöglich, das Zeug einfach wegzuschippen, mit Erde aufzufüllen und Rasen drüber zu sähen. Wär ja auch zu schön gewesen. Nein, uns steht erstmal noch eine größere Meißel- oder Presslufthammeraktion bevor, ehe wir uns dran machen können, die Fläche zu ebnen, einzusähen und Mini-T. sein heißersehntes Klettergerüst hinzustellen. Also heißersehnt von mir, denn inzwischen bin ich auch gewillt, ihm einen kompletten Centerpark in den Garten zu bauen, wenn es dazu führt, dass ich mal 10 Minuten ungestört am Schreibtisch sitzen kann, ohne Hoppe hoppe Reiter, Trampolin, Hüpfburg oder Bungeeseil spielen zu müssen.

Kleiner Tipp meinerseits: Bekommt eure Kinder früh, denn der Bewegungsdrang eines 2jährigen und der Bewegungsdrang einer fast 40jährigen könnten über den Tag verteilt gegensätzlicher nicht sein…

In diesem Sinne verziehe ich mich jetzt wieder zurück an den Spaten.

Und das Bastelreich? Das muss aus Ermangelung an nächtlicher Heinzelmännchen wohl oder übel auf die nächste Regenzeit warten.

Bye

Nadine

 

Und schwupps ist ein Katalog-Jahr um

Liebes Saarland und Rest vonner Welt,

in nur wenigen Stunden ist es soweit und der funkelnagelneue Stampin‘ Up! Jahreskatalog 2017/2018 geht an den Start.

Unfassbar, dass schon wieder ein ganzes Jahr rum ist! Ich habe gefühlt noch 100 Sachen aus dem „alten“ Katalog hier rumfliegen, die ich euch noch sooooo gerne zeigen wollte.
Tja, und dann war das Jahr rum. Schwupps, einfach so. Ohne Ankündigung. Einfach rum. Flupps, neuer Katalog da. Skandalös!

Gott sei Dank sind aber einige der Lieblingsteile übernommen worden, so dass die Hoffnung, euch doch noch das ein oder andere präsentieren zu können, bevor ich mich wieder ganz in den neuen Sachen verliere, noch nicht ganz gestorben ist.

Es gibt nämlich gute Nachrichten: die Eingewöhnung des Mini-T. in einer Kurzzeitbetreuung hat hervorragend geklappt. Das ist zwar immer noch kein Ersatz für einen Kitaplatz, lässt mich aber trotzdem jubeln. Denn selbst wenn ich ihn nur zwei mal die Woche für ca 2 Stunden da abgeben kann, sind das 4 Stunden, die ich tatsächlich ungestört in meinem Bastelreich verbringen kann.

Ok, sind wir realistisch, mit hinfahren, parken, zurückfahren bleiben vielleicht 3 Stunden. Abzüglich der „nur noch schnell die Waschmaschine füllen und Legos wegräumen“-Zeit 2 Stunden. Aber hey! Zwei Stunden kinderlos!!! Ein Traum. So schön, dass ich glatt die Zeit zum Netflixen und Füße hoch nutzen könnte…

Ups.

Naja, vielleicht doch lieber Bastelreich. Wenn das endlich mal seine Grundsanierung hinter sich hätte…

Die war in meinem Kopf nämlich tatsächlich so geplant, dass sie fertig ist, sobald der neue Katalog startet. Und…? Ja, ihr ratet richtig, da schoss das Leben dazwischen. Oder ne Pfälzer Bratwurst. Je nach Blickwinkel. Die hat es nämlich geschafft, meinen Magen derart in die Knie zu zwingen, dass es mich ganze drei Tage lang mehr oder minder völlig aus dem Leben geschossen hat und ich gänzlich dehydriert nicht mal mehr mit Speichelfaden im Mundwinkel auf der Couch rumvegetiert habe.

Nun gut, geben wir der Pfalz eine Chance, vielleicht war es doch ein Infekt, aber in Zukunft kaufe ich das Grillgut doch lieber wieder beim saarländischen Metzger des Vertrauens.

Wer nun denkt, „drei Tage sind Mist, sind aber halt nur drei Tage, das kann doch ein Konzept nicht so durcheinander bringen“, den muss ich leider dran erinnern, dass das Kind nun in eine Kurzzeitbetreuung geht.

Tadaaaaa, Grippaler Infekt!

Und zwar sowohl Mutter als auch Kind. Hat der Wicht mal gepflegt was angeschleppt!

Während allerdings der Zwerg lediglich zwei Tage jämmerlich mit Fieber in den Seilen hing, danach zwar noch latent quengelig aber alles in allem schon wieder passabel auf und über alles drüber kraxeln konnte, hat es mich gänzlich zerlegt.


Magendarm ging sozusagen nahtlos in Halsnasebronchien über und gönnte mir keinerlei Verschnaufpause.

Seit nunmehr zwei Wochen krieche ich also mehr oder minder wie ein Schatten meiner selbst durch die Gegend, versuche, das Kind nach Möglichkeit nicht durchgehend vorm Fernseher zu parken, das Haus nicht komplett verloddern zu lassen, und dabei irgendwie zu verdrängen, dass ich einfach nur ins Bett möchte. Das Bett im Schlafzimmer. Im Schlafzimmer unterm Dach. Bei 32 Grad Außentemperatur. Wüsste ich nicht noch zu gut, wie mistig es ist, würde ich jetzt glatt behaupten, im Strahl ko…. zu wollen. Aber nee, lass mal lieber.

Da war es also mein Dilemma. Kind in der Betreuung abwerfen, riskieren, dass er andere ansteckt, dafür aber paar Minuten Erholungsschlaf bekommen oder aber dem eigenen Motto „angeseuchte Kinder, Mütter und sonstige Herde gehören nach Hause“ treu bleiben und auf dem Sofa zur menschlichen Hüpfburg degradiert werden.

Ich habe mich für letzteres entschieden. War es richtig? Ja! War es schlau! Am Ar…!

Ich weiß nicht, ob sich mein Brustkorb jemals wieder erholt, denn wenn er nicht vom Husten durchgeschüttelt wird, kontrahieren ihn 11 kg Lebendgewicht unter triumphalen Hoppe Hoppe Reiter Gesängen.

Kurzum: ich möchte aus dem Leben scheiden. Zumindest kurzfristig. Bis der Infekt weg ist. Oder ein Lottogewinn mir Mini-T. eine Nanny beschert. Oder Karel Gott nicht mehr die Titelmelodie von Biene Maja singt. Hauptsache nicht mehr husten. Und besprungen werden. Und „In einem unbekannten Laaaaaand….“ wuaaaaah!!!!

Nunja. Das Leben ist manchmal eins der grausameren…

Wie dem auch sei. Was ich euch mit viel Text sagen wollte: morgen kommt der neue Katalog, leider aber wohl keine neues Immunsystem für mich. Habt also bitte ein wenig Nachsicht, wenn ich mit Mails beantworten hinterher hänge.

Erfahrungsgemäß machen aber die SU-Server bei Katalogstart gerne mal genau so die Grätsche wie mein Magen nach der Pfälzer Bratwurst, ärgert euch also bitte nicht, falls auch der Online Shop vorübergehend nicht ganz rund laufen sollte. Sicher ist auf jeden Fall, dass ihr eure Bestellungen bekommt. Vielleicht nicht direkt am Freitag oder Samstag, aber alles halb so wild, wir haben ja wieder ganze 12 Monate Zeit, bis der nächste Katalog übernimmt 🙂

Weil 233 Seiten neuer Katalog aber noch nicht genug sind, gibt es noch ein weiteres  Schmankerl für euch:


Wenn das kein Anreiz ist, eure Freundinnen zusammen zu trommeln und ein Stempel-Event zu organisieren, dann weiß ich auch nicht. Meldet euch gerne, ich habe noch ein paar Termine ab Mitte Juni frei.

Viren und Infekte habe ich bis dahin auch hoffentlich nicht mehr an Board.

In diesem Sinne,

Bye

Nadine

Inspiration & Art Bloghop: Alben

Liebes Saarland und Rest vonne Welt,

ein Glück gibt es Bloghops, sonst würdet ihr vermutlich noch länger ohne Blogbeiträge hier auskommen müssen, aber heute dreht sich bei uns alles ums Thema Alben und auch wenn es mal kurz nicht so aussah, ich habe es trotzdem noch geschafft, euch ein kleines Anschauungsobjekt zu werkeln.

Kurzum: ich habe nicht den Hauch einer Ahnung, wie es andere Kleinkind-Mütter schaffen, dem Job, dem Kind, dem Mann, dem Haushalt und sich selbst gerecht zu werden, ohne gänzlich auf Schlaf verzichten zu müssen, nicht, dass man davon besonders viel bekäme und noch abzwacken könnte.

Je mehr ich darüber nachdenke, umso sicherer bin ich, dass es schlichtweg nicht machbar ist. Zumindest nicht, ohne dass irgendwas auf der Strecke bleibt oder aber Omas, Schwiegeromas oder sonstige Verwandschaft in der unmittelbaren Nachbarschaft bereitwillig den Nachwuchs Stunden um Stunden bespaßen.

Bei genauerer Betrachtung ist es allerdings einfacher, Familien, vorherrschend Frauen, im Glauben zu lassen, dass nur einzig sie allein Job und Familie nicht unter einen Hut bekommen während es bei allen anderen vorbildlich funktioniert. Wäre dem nämlich nicht so, müsste man ja tatsächlich mal öffentlich zugeben, dass sowas wie Vereinbarkeit von Job und Familie in Deutschland nach wie vor schlichtweg Wunschdenken ist. Und wo kämen wir denn da hin, dann müsste man ja tatsächlich das Problem mal angehen. Nee, nee, also das geht nun wirklich nicht. Wo gibt’s denn sowas. Das gab’s noch nie nicht und das hat früher ja auch schon immer (nicht) geklappt, ne!

Nun gut, im Hause T. klappt es nachweislich nicht. Zumindest nicht blogtechnisch. Oder putztechnisch. Oder wäschetechnisch. Was nicht unmittelbar lebensnotwendig ist, liegt brach bis es lebensnotwendig wird.

Wir haben nämlich keinen Zugriff auf das saarländische Kinderbetreuungskonzept „Oma und Schwiegeroma im Nachbarhaus“. Somit muss ich wohl oder übel damit leben, dass alles, was ich anfange allerspätestens in der Hälfte liegen bleibt oder aber bei 98% Fertigstellung von zwei kleinen neugierigen Patschehändchen im Kern zerstört wird.

So auch vornehmlich mit Bastelprojekten, denn wie ich neuerdings lernen durfte, sind 89 cm Körpergröße genau groß genug, um blindlings von unten auf den Tisch zu patschen und so lange zu friemeln, bis das Objekt der Begierde gefischt wurde.

Sagen wir wie es ist: Karten, Verpackungen und sonstige Papierprojekte sind nach heimlicher, eingehender Untersuchung eines Zweijährigen nicht mehr so ganz fotogen und landen anschießend eher in der Tonne als auf dem Blog.

Zumindest das Album unseres heutigen Bloghops konnte ich retten, bevor es unweigerlich auch wieder das Zeitliche segnen wird.

Die Idee zu dem Album habe ich gnadenlos gemopst. Am letzten Wochenende bin ich teamtechnisch nämlich fremdgegangen und kam in den Genuss auf Tanja Hallesbachs Teamtreffen wundervolle Swaps zu ergattern.

Melanie Joyer, hier im Bild die dritte von links, hatte sich ein traumhaftes Projekt ausgedacht, das wir zusammen nachbastelten. Also mit wir meine ich die anderen. Denn ich habe mal wieder fotografiert und die Chipstüte leergegessen während die anderen werkelten. Ihren Swap inklusive der Anleitung findet ihr auf ihrem Blog hier, es ist wirklich ein Träumchen.

Nun kann man das Rad ja nicht immer neu erfinden und da ich nicht so der Albentyp bin – ich nutze ja für unsere Familienerinnerungen quasi ausschließlich Projekt Live Alben, bzw. die dazugehörige App – habe ich ihre Idee einfach aufgegriffen und ein Album aus ihrer Grundidee gewerkelt.

Ich bin mir nur noch nicht sicher, ob das Album tatsächlich den Fortschritt im Garten zeigen soll oder aber eher den Rückschritt. Es ist erschreckend, was wir in inzwischen 6 Jahren alles nicht auf die Reihe bekommen haben…wie war das noch mit der Vereinbarkeit…?

Nun gut, also die Vorderseite besteht aus einem Deckblatt mit Guckloch. Klappt man diese auf, findet sich im Inneren eine Schattenbox (dazu habe ich auch vor längerem mal ein Videotutorial auf Youtube gepostet).

Das Innenleben der Schattenbox besteht aus einem zur „Ziehharmonika“ gefalteten Blatt Papier, auf das sowohl auf die Vorder- als auch auf die Rückseite Fotos geklebt werden können. Leporello nennt sich das in Fachkreisen. Die erste Seite habe ich mit einem Projekt Live Kärtchen dekoriert, weil die Reihe Hallo Sonnenschein so prima zum Gartenthema passt.

An sich kann man die gefalteten Seiten beliebig erweitern. Man muss nur aufpassen, dass man am Ende nicht über die Dicke des Rahmens hinauskommt.

Aber gerade um nur ein paar wenige Fotos unterzubringen, z.B. als Dankeschön einer Taufe, Hochzeit oder ähnlichem, eignet sich dieses Format besonders gut, denn man kann das Album auch prima als dekorativen Aufsteller auf dem Kaminsims oder einer Kommode nutzen.

Noch ein kleiner Tipp meinerseits zur Benutzung von selbstklebenden Alphabeten, wie es z.B. in dem Accessoires Kit der Projekt Life Kärtchen enthalten ist. Bevor ihr euch das Leben nehmt, um mit einer Pinzette in mühseliger Kleinstarbeit die Buchstaben gerade aufzukleben, weil euch euer OCD sonst in den Wahnsinn treibt, besorgt euch im Schreibwarenladen ein billiges Plastiklineal. Die haben unten nämlich so eine Rille, auf die man die Buchstaben prima aufkleben kann, sozusagen als „Führungschiene“. So könnt ihr anschließend das Wort komplett und definitiv gerade auf das Projekt übertragen. Garantiert kein nervöses Augenzucken mehr beim Anblick des fertigen Projekts!

Zum guten Schluss auch wieder die Materialliste:

Sie ist nicht ganz vollständig, denn ich habe auch ein paar wenige Sachen aus dem bald erscheinenden Jahreskatalog 2017-2018 benutzt. Hier aber schon ein kleiner Sneak Peak:

Macht das nicht Lust auf mehr? Ich kann euch sagen, es werden euch ab dem 1. Juni 2017 ein paar sehr sehr tolle Sachen erwarten und die Wunschlisten werden lang sein.

Jetzt den Stampin‘ Up! Jahreskatalog 2017-2018 vorbestellen

Meine Kunden, die in den letzten 6 Monaten bei mir bestellt haben, bekommen ihr neues Exemplar automatisch zugeschickt. Auch meine Online Shop Kunden, ihr braucht also nicht vorzubestellen. Solltet ihr noch nicht zu meinen Kunden gehören oder länger als 6 Monate nicht mehr bestellt haben, nutzt bitte dieses Formular, wenn ihr ein gedrucktes Exemplar zugeschickt bekommen möchtet.

Der Versand erfolgt ca. Mitte des Monats, sofern bis dahin die druckfrischen Exemplare bei mir eingetroffen sind.

Wenn ihr zum Katalogstart einen Workshop buchen möchtet, tut das bitte so schnell wie möglich. Am besten über das Kontaktformular, der Terminplan ist nämlich jetzt schon ordentlich voll und ist nicht bald auch schon Weihnachten?

Außerdem ist im Bastelreich ganz dringend eine Entkernung nötig, was euch einerseits wohl freuen wird (voller Flohmarkt und so), andererseits aber die Möglichkeiten für Workshops bei mir zu Hause etwas einschränkt. Aber wir werden schon eine Lösung finden. Einfach anschreiben, ich melde mich dann umgehend bei euch.

Soderle, soviel von meiner Seite. Nun wünsche ich euch noch viel Spaß bei den anderen Bloghop Mädels und ihren Projekten und freue mich über jede Form der Rückmeldung.

Bye
Nadine

Ein Hochbeet in unter 2 Stunden, ha, ha!

Liebes Saarland und Rest vonne Welt,

kaum freut man sich, dass der Frühling nun endlich da ist und setzt voller Elan den ersten zarten Salat ins Beet, schon denkt sich Mutter Natur „nope, die T.s werden jetzt nicht auch noch vegan“ und kommt mal eben schnell mit Schnee und Bodenfrost ums Eck.

Tja, schade schade, nun müssen wir doch leider wieder den Grill anwerfen, denn der Salat wird’s wohl eher nicht überleben. So, so schade.

Damit uns das im nächsten Jahr nicht wieder passiert, und weil der T.sche Garten tatsächlich endlich mal wieder eigenes Gemüse beheimaten soll, kam ich auf die glorreiche Idee, dass wir passend zu unserem Kräuterbeet vom letzen Jahr dringend noch ein zusätzliches Hochbeet vor der Terrassenwand brauchen.

Auf Herrn T.s leichtes Seufzen antwortete ich noch völlig gechillt „ach komm, ist ja nur ein gerades Ding, das sollte nicht länger als 1-2 Stunden dauern, wir haben ja inzwischen Übung“. Zumindest an der Kreissäge machte ich damals gar keine so schlechte Figur.

Aber von wegen Übung und 1-2 Stunden. Wat soll ich sagen, wir sind jetzt bei Tag 6 und das Teil ist immer noch nicht pflanzbereit.

Aber fangen wir vorne an: unsere Terrassenwand ist ca. 1,5 m hoch und 4,2 m lang und gar nicht mal so schön. Das aktuelle „Wallpaper“ ist nämlich in nicht so dezenter Betonauswaschung-Optik gehalten und kann effektiv nur durch Verputzen, Vertäfelung oder Abriss verschönert werden. Nun ist die Wand aber zur Südseite ausgerichtet und da uns auch immer noch ein Terrassengeländer fehlt, lag die Idee nah, den Anblick mit einem Beet zu verdecken und somit auch gleich noch die potenzielle Fallhöhe von Mini-T. zu verringern, bzw. ihn wenigstens weicher landen zu lassen, wenn er denn mal da runter segeln sollte. Und seien wir ehrlich, der Wicht hat 50% meines Genmaterials, er wird da runtersegeln! Oder ich. Oder beide. Ja, Geländer wäre sinnvoller, aber der nicht vorhandene Dukatenesel leidet zudem noch ziemlich genau seit Hauskauf und Geburt des Winzlings an Konstipation.

Bleibt also vorerst nur die Lösung, die Kante mit Blumentöpfen zuzustellen bzw. den freien Fall durch ein Hochbeet abzufangen.

Und ein genau solches galt es nun zu zimmern.  Ein rechteckiger Kasten in den Maßen 400 x 80 x 60 cm. Sollte an sich machbar sein, dachten wir uns und suchten noch schnell zwischen den Feiertagen den Baumarkt des Vertrauens auf, damit man Ostersonn- und ggfs. auch noch -montag für den Aufbau nutzen konnte.

Und ab da ging’s rund. Als erstes mussten die 2 Meter x 12 cm Bretter lasiert werden. Es dauerte ca. 4 Pinselstriche bis ich feststellte: das ist ja ein total anderer Farbton als beim ersten Beet. Also kurz in den Keller und alte Eimer und Kannen zum Vergleich rausgesucht: warum um alles in der Welt hab ich diesmal Mahagoni Lasur gekauft?? Das erste Beet war in Nussbaum gestrichen, wie komme ich da auf Mahagoni???

Ah stimmt, die Terrassenmöbel sind Mahagoni. Vielleicht hatte ich es deswegen im Hinterkopf. Wieder zurück in den Garten, weiter gestrichen. Hmm. Der Farbton ist aber irgendwie auch anders als die Möbel? Naja, liegt vielleicht am Hersteller. Zurück in den Keller, nochmal alte Farbeimer rausgesucht, öhm ja, die Möbel sind auch nicht Mahagoni sondern Teak. Na prima, also haben wir jetzt drei verschiedene Holztöne direkt nebeneinander. Fällt ja dann auch gaaaar nicht auf. Nee ist klar. Aber nützt ja nix, a) war der neue Eimer teuer und b) ist’s ja jetzt eh scho drauf auf dem Brett, also was soll’s, weitermachen. Nun musste das Zeug erst mal trocknen.

Tags drauf: Das Wetter war uns gnädig, die Bretter trocken und wir konnten sägen. Handkreissäge bzw. Stichsäge zum heiligen Feiertag im Garten wollten wir den Nachbarn aber jetzt nicht unbedingt antun, also wurden die Stützpfosten per Hand gesägt. Mit Fuchsschwanz. Stumpfem Fuchsschwanz. Oh Freude.

Das Beet sollte 60 hoch werden, also 5 Bretter à 12 cm auf Kanthölzer geschraubt, genau wie beim ersten Beet.

Die Kanthölzer kürzten wir dann aber lieber doch auf 57 cm damit es von oben schön aussieht und die Eckpfosten nicht ganz so auffallen, wenn das Beet vielleicht nicht ganz in der Waage sein sollte, was bei dem Garten quasi eh nicht machbar ist.

6 Kanthölzer später, juhu die Bretter können drauf geschraubt werden. 5 Reihen sollten es werden. Aber was soll das jetzt? Bei Reihe 4 war kein Platz mehr um noch ein 5. draufzuschrauben. WTF?

4 x 12 cm = 48, wo sind die restlichen 9 cm hin um das 5. Brett zu halten???? Man kann sich doch nicht mal eben um 9 Zentimeter beim Sägen vermessen?! Zollstock ans Kantholz gehalten, 57 Zentimeter.. Häääh???

Während ich mich kopfkratzend und völlig irritiert zurück erinnerte, meinem Mathelehrer vor 20 Jahren versprochen zu haben, nie, niemals nie nicht wieder etwas mit Zahlen oder rechnen anzufangen, hatte Herr T. die zündenden Idee, die Höhe der Bretter zu messen. Ja kack doch die Wand an. Da waren die Teile doch glatt 14 Zentimeter hoch statt 12! Dabei habe ich im Baumarkt extra die Etiketten am Regal akribisch studiert, um ja die richtigen zu nehmen. Tolle Wurst. Von wegen 5 Reihen à 12 cm, wenn die Eckpfosten zu kurz sind.

Na gut. Von den Kanthölzern war aber eh noch etwas Verschnitt übrig, also setzten wir jeweils kleine Klötzchen drunter, um doch noch auf eine Länge zu kommen, dass die 5. Reihe passt. Klingt einfach, war mit Fuchsschwanz auf einer kippligen Unterlage mit einer bereits angesägten Führungsschiene aber ziemlicher Mist.

So langsam wurde der Hals dicker. Aber egal, es hielt und es musste ja weitergehen.

Erst sollte die Rückwand von dem Teil aufgestellt werden, denn bei 4 Meter Länge bewegt man das Teil danach nicht mehr so wirklich gut. Wir schraubten also munter drauf los, die Rückwand stand dann auch recht zügig, ich drehte mich rum, sah die ganzen Seitenbretter da liegen und dachte mir noch, hö? Irgendwas passt doch da nicht. Keine Längsbretter mehr da.

Ja, wir haben nicht vergessen, ein Brett zu kaufen, wir haben auch nicht vergessen, zwei Bretter zu kaufen, nein, wir haben ganze 10 Bretter vergessen! ZEHN! Eine komplette Viertelstunde standen wir vor dem Regal und haben hin und hergerechnet und gehen mit 10 Brettern zu wenig heim. Hmpf.

Also mal wieder zurück zum Baumarkt und den Rest noch geholt, inzwischen war’s aber schon so dunkel, dass man es gut sein lassen musste.

Tag 2.: Mini-T., so what from not amused, dass die Eltern schon wieder im Garten rumwuseln wollten statt ihm volle Aufmerksamkeit zu schenken, tat das, was er am besten in solchen Situationen kann: Schrauben in den Mund stecken, mit der Steckdose spielen, am Fuchsschwanz lecken, Maßband Gassi führen, und vor allem im Weg stehen. Ich liebe mein Kind sehr, aber wie können einem 90 Zentimeter Mensch tatsächlich konstant zwischen den Beinen rumwuseln. IMMER!

Es war also zügig klar, das Arbeiten würde sich heute auf die Zeit vom Mittagsschlaf beschränken, denn sonst würde es früher oder später Verletzte geben.

Passenderweise fing es genau dann an zu regnen.

Also Bretter zum Lasieren in den Keller gewuchtet. Der Keller, der seit dem Umzug von vor 5 Jahren zum ausgewachsenen Wertstoffhof mutiert ist. Zwei Meter lange Bretter bei einer Deckenhöhe von 1,90 zwischen Regalen, Gartengeräten, Sommer- sowie Winterreifen, Parkettresten, einer ausrangierten Küche und Trockner/Waschmaschine so durch die Gegend zu bugsieren, dass man noch Platz hat, sie zu lasieren, ja holla die Waldfee. Tetris Level 110 mit Standgas!

Irgendwie hat es Herr T. aber hinbekommen, die Teile auf die Böcke zu hieven, so dass ich pinseln konnte. Erkenntnis des Tages: Crocs sind kein adäquates Schuhwerk zum Lasieren. Aus Platzmangel hatte ich die Lasur in ein kleines Schüsselchen umgefüllt und dieses auf einem der Bretter geparkt. Kennt ihr den Spruch „was sie mit den Händen aufbaut, reißt sie mit dem Arsch wieder ein“? Ja, das ist nicht nur so dahergesagt. Das geht wirklich!

Ich drehte mich kurz rum, stieß mit der Pobacke ans eine Ende des Brettes, und schwups katapultierte sich auf der anderen Seite das Schüsselchen durch die Luft und landete kopfüber genau auf meinem linken Fuß. Dieses Gefühl, wenn kalte Lasur durch die Löcher der Crocs zwischen den nackten Zehen ins Schuhinnere läuft und sich dort ausbreitet…. ew….

Widerlich!! Und ja, das passierte mir nicht einmal, sondern direkt noch ein zweites Mal. Hatte ich erwähnt, dass Mahagoni eher rötlich ist? Der Keller sieht aus als hätte ich das Osterlamm persönlich mit der Kettensäge geschlachtet, ausgeweidet und noch ein paarmal eigenhändig durch die Gegend geschleudert. Die Lasur ist überall. ÜBERALL!

Aber wenigstens konnte ich mich von der Qualität überzeugen: absolut nicht abwaschbar. Auch nicht unter Gewalteinwirkung. Erst recht nicht an Fußsohlen und zwischen den Zehen. Nun gut, ist eh noch kein Sandalenwetter, bis dahin hat es sich hoffentlich verzogen…

Der Vorteil von umgekippter Lasur ist aber: das Streichen geht deutlich schneller, wenn die Bretter schon triefen. Einfach nur mit dem Pinsel verteilen und trocknen lassen. Passt. Denkste.

Inzwischen war draußen Schneechaos ausgebrochen, der Keller dementsprechend kalt und es dauerte und dauerte.

Tag 3: Großwetterlage: April halt.

Tag 4: kurzzeitig blauer Himmel, die Chance musste genutzt werden. Beim Rausbugsieren der inzwischen doch getrockneten Bretter verabschiedete sich alsbald der Felgenbaum und vier Räder verselbständigten sich im Keller. Grmpf.

Ein Blick auf die restlichen Bretter warf plötzlich Fragen auf: warum liegen da jetzt nur 8 Bretter à 80 cm? Wir brauchen doch 10 für die Seitenteile. Ja, Himmel, Arsch und Zwirn. Jetzt nochmal los zum Baumarkt, nochmal sägen, nochmal lasieren? Nä! No freaking way! Dann doch lieber die zwei fehlenden aus Verschnitt zusammenmeisseln. Die rechte Kopfseite vom Beet sieht eh nur der Nachbar *pfiffel*.

Inzwischen hatten wir auch neue Kanthölzer auf 70 cm gesägt, damit wenigstens für die Vorderseite nicht gestückelt werden musste. Wieder per Hand aus Ermangelung einer passenden Zug- oder Tischkreissäge.

Herr T. inzwischen von dem Beet nennen wir es mal latent genervt, machte sich also daran, „aus zwei mach eins“ zu zaubern. An sich kein Thema, wenn denn das Verbindungsstück nicht in sich von drei Seiten gebogen gewesen wär, was allerdings erst auffiel nachdem bereits drei Bretter auf die Kanthölzer geschraubt waren und nun beim gestückelten vierten und fünften Brett Spalten blieben, die weder rechts noch links und erst recht nicht zeitgleich auszumerzen gingen.

Von dickem Hals konnte inzwischen nicht mehr die Rede sein, es war allmählich mehr so der blanke Hass und wir überlegten ernsthaft ein verspätetes Osterfeuer aus dem Ding zu machen.

Irgendwie mit viel drehen, wenden und roher Gewalt hielten sich letztlich die Spalten doch noch in Grenzen und das letzte Brett sollte noch drauf.

Mini-T. forderte sich inzwischen die 8. Folge Peppa Wutz ein und während ich im Wohnzimmer zur Fernbedienung griff, vernahm ich draußen ein gar nicht mal so dezentes „ach scheiss doch die Wand an!“.

Ja, ihr ahnt es. Statt des 70 cm Kantholzes hatte Herr T. eins der 57 cm langen erwischt, und nun war, tatataaaa, das Holz mal wieder zu kurz, um das letzte Brett noch drauf zu schrauben. Déjà-Vu.

Dass wir zwischenzeitlich auch immer noch lasieren mussten, weil bei jedem Sägen ja wieder unbehandelte Seiten entstanden, habe ich fast vergessen zu erwähnen.

Tag 5: Es regnete/schneite immer noch. Herr T.s Urlaub ist vorbei, Frau T. ist inzwischen Expertin für Paneel-, Gehr-, Kapp-, Zug- und Kreissägen-Tutorials auf youtube. Zwei Geräte haben es bis ganz oben auf die Wunschliste geschafft, aber da waren wir wieder beim Dukatenesel. Vielleicht wenn man ihm viel Movicol und Dulcolax …

Tag 6: Die Seitenteile stehen, fast alles ist lasiert, fehlt nur noch die Front, ein Deckel und ca. 2,5 Kubikmeter Erde.

Zwei Stunden später: Die Front steht auch. Nun fehlen noch Querbalken, damit das Ding beim Befüllen nicht auseinanderquillt wie eine flachgedrückte Milchschnitte.

Noch sieht das Wetter gut aus und das Kind schläft. Wer weiß, vielleicht schaffen wir es ja noch vorm Herbst, den Kasten fertig zu kriegen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Der Plan allerdings, dem Mini-T. ein Klettergerüst in Eigenregie zu bauen, ist bei näherer Betrachtung vielleicht doch nicht ganz so genial. Da muss ich doch glatt mal noch ne Nacht drüber schlafen. Aber falls doch: es findet sich bestimmt auch noch ein vierter Holzton für die Lasur. Ich bin für Vorschläge offen.

Bye

Nadine