Archiv für Aus dem Leben der T.s

12 von 12 im September 2017

Liebes Saarland und Rest vonne Welt,

letzten Monat habe ich ja damit begonnen, bei dem Blogger-Hop 12 von 12 mitzumachen. Nun ist heute wieder der 12. des Monats, also lasse ich euch auch diesmal wieder an meinem Tag teilhaben.

Kurzum: er hätte unspektakulärer nicht sein können.

Wenn ich ihn in einem Bild festhalten müsste, wäre es wohl folgendes:

Die Seuche hat mich nach wie vor fest im Griff, was mich in Anbetracht des bevorstehenden Stampin‘ Up! Demotreffens am Samstag nicht nur schniefen sondern auch im Strahl brechen lässt. Ich hab’s zwar diesmal sogar hinbekommen, nicht alles auf den letzten Drücker zu erledigen, aber jeder, der schon mal ein größeres Event geplant hat, kann sich wohl munter vorstellen, dass doch noch jede Menge kleinere und größere Handgriffe getätigt werden müssen, bevor alles erledigt ist, was mit Brummschädel, zu kurzer Nacht, Schniefnase und gereizten Bronchien allenfalls mühselig von der Hand geht.

Der Tag begann, wie ihn sich die ein oder andere Frau vielleicht sogar wünschen würde. Ich fühlte eine Hand im Gesicht und mir wurden die Worte „heiß bist du“ ins Ohr geflüstert.

Wer sich nun denkt, dass es bei T.s in der früh schon abgeht wie Luzi, wird leider enttäuscht. Die Hand gehörte dem Nachwuchs und die Worte hätten wörtlicher nicht gemeint sein können:  38,3° Fieber. Ächz.

Also erst mal dopen. Nicht, dass es wirklich was bringen würde, denn Erkältungen dauern mit Medikamenten üblicherweise 7 Tage und ohne eine Woche, aber wenigstens hat man das Gefühl, was getan zu haben.

Es ging dann auch nahtlos weiter mit der Lazarettkulinarik.

Der Nachwuchs, der die Seuche überhaupt erst angeschleppt hat,  auch alles andere als fit, so dass erst mal erfolgreiches auf der Couch Lungern angesagt war. Gott lob Netflix, DVD Player und Amazon Prime! Der Vormittag bestand also quasi ausschließlich daraus, eine Folge Sendung mit der Maus nach der nächsten zu schauen. Was soll man auch sonst machen, wenn man krank ist und es draußen schüttet wie aus Eimern.

Irgendwann wurde das Rumlungern dann doch ein wenig zu öde und wir machten uns daran, noch ein wenig für das Demotreffen vorzubereiten.

Ja wir. Alleine stempeln ist nämlich nicht mehr. Sobald ich auch nur mit einem Stempelset ums Eck komme, muss ich es hergeben.

Inwiefern die Hilfe von einem Zweijährigen tatsächlich Hilfe ist, sei mal dahin gestellt, aber der Wille ist da. Und wie er da ist. Laut und ausdrucksstark.

Passend zum allgemeinen Zustand fiel das Mittagessen heute besonders reichhaltig und nahrhaft aus. Aber was soll ich sagen, das Kind war glücklich. Und beim Nachmittagssnack erst…

Wobei ich gestehen muss, dass die Mutter noch einen Ticken glücklicher war als das Kind. Aber keine Angst, bevor jetzt die Zeigefinger kommen, es gibt auch Gesundes im Hause T.

Die Suche nach meinem Handykabel hat mich tatsächlich auch mal an die frische Luft gebracht. Naja, also einmal bis zum Auto und wieder zurück,

und was soll ich sagen, ich hätte mich nach den 20 Metern auch wieder unmittelbar hinlegen können.

Da aber tatsächlich mal für einen kurzen Moment die Sonne rauskam und es nicht wie aus Eimern schüttete, wagte ich noch einen kleinen Blick ins Beet.

Ich habe nicht mehr damit gerechnet, aber die „Naschzipfel“ werden tatsächlich so langsam rot. Keine Ahnung, wann üblicherweise Erntezeit für Chilis ist, das mit dem Gärtnern lernen wir ja erst, aber ich werde sie mal noch ne Weile hängen lassen. Entweder der Rest wird auch noch rot oder aber sie sind demnächst genau so tot, wie es die Gurkenpflanze allmählich ist.

Einen letzten Smoothie können wir aber wohl noch damit auffüllen. Sonst fällt mir nämlich nichts mehr ein, was man mit der gefühlten 4879sten Gurke in diesem Sommer noch machen sollte. Tja, und dann ist auch schon Herbst. Was im Sommer die Gurke, ist im Herbst der Kürbis. Wenn die alle noch was werden, Hallelujah, dann wird es bis mindestens Februar viel Suppe geben.

Für weitere Rezepte mit Butternuss bin ich dankend offen.

Soviel zum heutigen Tag in 12 Bildern. Es ist jetzt 18 Uhr, es kommt mir vor wie 23.30 Uhr, insofern wird es jetzt noch ein kleines Abendessen geben, was dankenswerterweise seit Wochen der Part des besten Ehemannes von Welt ist und dann liegt Frau T. auch schon wieder sehr zügig im Bett und wird hoffentlich morgen früh mit anderen Worten begrüßt.

Bye

Nadine

10 Dinge, die schön waren – August 2017

Liebes Saarland und Rest vonne Welt,

um vor lauter Familie, Kind, Haus, Haushalt, Arbeit, Garten, Vorbereitungen für Kreativtreffen und und und nicht den Verstand zu verlieren, sollte man sich manchmal vielleicht mal die Dinge ins Gedächtnis rufen, die wirklich schön sind/waren. Und weil mir gerade tatsächlich danach ist, schreiend im Kreis zu laufen, gibt’s heute (mehr für mich als für euch) eine „kleine“ Liste mit Dingen, die ich im August sehr genossen habe.

1. Gutwettertage

Zugegeben, sie waren im August eher selten. Aber wenn die Sonne dann mal raus kam, war es richtig schön. Nicht zu warm, nicht zu drückend. Genau so, dass es für mich Winterkind optimal war.

2. Gartenfestchen

Ab und an stehen im Hause T. mal Geburtstage an. Oft verstreichen sie einfach so, aber manchmal wird auch ein wenig gefeiert. Wenn es dann aber so ist, dass man eingeladen hat, es aber eine Woche vorher durchgehend geschüttet hat, eine Woche nachher durchgehend geschüttet hat, nur am Tag selbst es strahlend blauer Himmel und bestes Garten-/Grillwetter hatte, dann muss man einfach dankbar sein!

3. Kurzzeitkinderbetreuung

6 Wochen Sommerferien, davon drei ohne jegliche Form der externen Kinderbetreuung, das gehörte nicht ganz so zu den Dingen, die schön waren im August. Ihr lieben ErzieherInnen/BetreuerInnen da draußen, ich danke euch von Herzen für jede einzelne Sekunde, die ihr uns Müttern die Zwerge abnehmt und ein wenig Zeit für uns selbst verschafft. Ich liebe unseren Nachwuchs keine Frage, ich liebe ihn wirklich sehr. Nur ist er halt noch sehr klein und es wird ihm schnell langweilig, wenn Mama so völlig abwegige Dinge wie Buchhaltung machen möchte. Oder allein aufs Klo gehen… und dann kommt er auf blöde Ideen oder die Stimmung kippt. Oder auch beides.

Kurzum, ich hätte vor Glück quieken können, als die Kurzzeitbetreuung nach den Ferien wieder aufmachte. Denn auch wenn es “nur” 20 Stunden im Monat sind und kein regulärer Kita-Platz, sind es genau diese 20 Stunden, die mich davor bewahren, beim 287.654sten “Mama” noch vorm Frühstück einfach überzuschnappen.

4. Genuwine – Pony

Ja, genau das Lied zu dem sich Channing Tatum ölverschmiert durch eine Werkstatt aalt.

Aus welchen Gründen auch immer, macht mich das Lied froh. Das liegt jetzt nicht zwingend an Herrn Tatum, auch wenn es zugegebenermaßen Schlimmeres gibt, was man frau sich ankucken könnte. Aber unter uns gesagt, wer braucht schon Sixpacks, wenn man selbst ne zarte 46er Kleidergröße vor sich her trägt? Hatte ich mal, taugte nix.

Nun ist es aber manchmal so, dass Mann und Kind bereits im Bett liegen und das Haus komplett in Stille gehüllt ist. Wenn dann Frau T. sich um 23:30 Uhr noch mit Katalogversand und Buchhaltung beschäftigt und es just in der Sekunde, wo sie alles ausschalten und schlafen gehen möchte, leise aus dem Eck im Wohnzimmer tönt: “…düb, düb, düb …🎶 i’m just a bachelor, looking for a partner 🎶 …düb, düb, düb…”, dann kann es schon mal passieren, dass das Schlafen gehen noch um 4 Minuten 30 verschoben wird und die T. noch eine Runde durchs Wohnzimmer tanzen muss. Ja, ich mag das Lied. Leugnen wäre zwecklos.

Aber um jeglicher Bilder im Kopf vorzubeugen: es ist jetzt nicht so, dass ich mich dabei ölverschmiert mit ner Flex über den Wohnzimmertisch räkele, denn sind wir mal ehrlich, was in Videos gut aussieht, hat mit der Realität meist recht wenig zu tun…

Zur Verdeutlichung:

Don’t Cha? TAP FOR 🗣#celestechallengeaccepted #celestebarber #funny #alexisren

Ein Beitrag geteilt von Celeste Barber (@celestebarber) am

Also bei aller Liebe, so sehr ich die Körperkontrolle von Familie Tatum auch bewundere und beneide, DAS werde ich in diesem
Leben nicht mehr erreichen. Insofern: Belassen wir es einfach dabei, dass sich meine R&B Dancemoves auf nachts um 23 Uhr bei geschlossenen Rolläden im Wohnzimmer beschränken. Das macht uns alle glücklich. Vor allem die, die es nicht sehen müssen.

5. Die Melone / das Hochbeet

Alles Hämmern und Sägen hat sich mehr als gelohnt. Neben Gurken in der Größe des Mini-T.s, Paprika, Kürbis und Aubergine brachte das Hochbeet auch eine Melonenpflanze hervor, die drohte, die halbe Nachbarschaft einzunehmen.

Geschmacklich war die erste geerntete zwar noch ausbaufähig, was wohl auf den klassischen Fall von zu früh gepflückt zurückzuführen war. Aber alleine die Tatsache, dass an einer Melonenpflanze in einem Hochbeet in unseren Breitengraden ca. 10 Früchte dran hängen, lässt mich quieken.

6. Unkrautfreie Einfahrt

Rücken. Oh Gott hatte ich Rücken. Aber wenn man bedenkt, dass diese komplette Fläche vorher ein einziges Moos-Unkraut Konglomerat war, erfüllt es mich mit purer Freude, dass es jetzt wieder sauber ist. Ich korrigiere: war! Zum Zeitpunkt des Erscheines dieses Blogbeitrags hat die grüne Hölle die feindliche Übernahme schon wieder volle Lotte voran getrieben.

7. Abendspaziergang

Es ist verrückt, aber seit Tagen besteht der Nachwuchs auf einen abendlichen Spaziergang. Den ganzen Tag über muss man das Mini-T.  quasi gewaltsam von bewegten Bildern und der Couch fernhalten, aber pünktlich zum Abendessen schießt ihm plötzlich der natürliche Bewegungsdrang seiner Altersklasse durchs Hirn und es will raus.

Auch wenn mir um die Uhrzeit eindeutig mehr nach Sofa und Kinderzapfenstreich wär, muss ich ja zugeben, dass es auch einfach schön ist, am Abend zusammen als Familie eine Runde durchs Viertel zu drehen, ein wenig Luft zu schnappen und die beginnende Nachtruhe zu genießen. Ich könnte danach tatsächlich unmittelbar selig einschlummern.

8. Bücher

Hinsetzen und in Ruhe ein Buch lesen. Wie ich es vermisse. Man muss nämlich dazu sagen, dass ich lesetechnisch eher etwas extrem veranlagt bin. Entweder ich lese gar nicht oder aber ich verschlinge die Lektüre und höre erst auf, wenn es zu Ende ist. Ich brauche wohl niemandem mit Kleinkind zu erzählen, dass letzteres nur noch möglich ist, wenn man gänzlich auf Nachtschlaf verzichtet. Aber unter uns gesagt: ich bin zu alt für den 💩. Wenn Frau T. nicht ein Mindestmaß von 7 Stunden Schlaf bekommt, ist sie gelinde gesagt tags drauf am A… hinteren Körperteil, auf dem man sitzt. Da der Nachwuchs es allerdings seit Jahren drauf anlegt, mir maximal 3–4 Stunden zu gönnen, kommt Literatur im T.schen Haushalt derzeit zu kurz. Es sei denn, man zählt “das ist Bauer Bernd mit seinem Traktor…” und “Heute ist ein aufregender Tag, Bagger Ben geht mit seinen Freunden Kiki der Kipplaster…in den Baustellenkindergarten” zu Literatur. Dann haben wir derzeit tatsächlich sogar einen eher exzessiven Hang zur Literatur im Hause T., aber ich beziehe mich jetzt mal nur auf meinen lese-Geschmack und da sieht es eher mau aus. Bücher mit viel Text fallen also zeitbedingt im Moment eher hinten runter. Deswegen erfreue ich mich umso mehr über schöne Bücher mit Bildern.

Und da gehören zweifelsohne diese zwei Exemplare dazu.

Noch habe ich beide nicht komplett durchgearbeitet, aber was ich bisher gesehen habe, abgesehen von den Tippfehlern der Erstausgabe des Handletteringbuches, gefällt mir wirklich ausgesprochen gut.

9. Das neue Stempelreich inkl. Rollwagen

Ist die Farbe nicht ein Traum? Ok, die dafür benötigten Lackdosen wurden am Ende vermutlich teurer als der Wagen an sich, aber ich liebe ihn! Genauso wie den neuen Tisch und die neue Deckenlampe. Ein Traum, um die kommende Bastel-Weihnachtssaison einzuläuten. Was ich natürlich auch gleich tun musste.

10. Der Wasserspielplatz

Eine kleine Erkundungstour in die benachbarte Pfalz brachte uns zu diesem kleinen Schmuckstück.

Einen großen Spielplatz direkt vor der Haustür zu haben, ist durchaus ein Segen. Es verleitet allerdings auch dazu, alle anderen Spielplätze in der Umgebung zu vernachlässigen. Umso schöner war der kurze Familienausflug in dieses kleine Matscheparadies. Kneipp-Becken und Trampolin inklusive. Ich fühle mich schon richtig gesund.

Und bei euch so? Welches waren eure schönen Momente im August?

Bye
Nadine

Gute Laune zum Mitnehmen

Liebe Saarland und Rest vonne Welt,

es gibt ja so Tage, da hat man die Augen noch nicht aufgemacht und möchte sie gleich wieder schließen. Ein paar solcher Tage liegen hinter mir und werden wohl auch noch vor mir liegen.

Es gibt einfach unfassbar viel zu tun, tausend Baustellen auf einmal, eine dringender als die andere und man bräuchte eigentlich drei Köpfe, sechs Hände und 72 Stunden pro Tag. Der Nachwuchs sieht das natürlich völlig anders und hat jegliche Form der Kooperation eingestellt, was es nur bedingt einfacher macht.

Sagen wir mal so, die Reizschwelle lag durchaus schon mal höher. Ich kann mir also nur zu gut vorstellen, wie es unserem Stampin‘ Up! Support-Team gestern und vorgestern erging, als uns die Nachricht ereilte, dass unser OnStage Local Event in Mainz bereits am ersten Tag ausgebucht war und doch so manche Demonstratorin, die gerne noch hätte teilnehmen wollen, keinen Platz mehr bekommen hat. Einerseits natürlich ein riesiger Erfolg, weil es zeigt, wie beliebt solche Events doch ist, andererseits natürlich auch ziemliches Entsetzen, weil niemand damit rechnen konnte, dass der Ansturm am ersten Tag so unfassbar sein würde.

Aber aus Erfahrung wird man klug, vielleicht findet es dann nächstes Jahr nicht in der Rheingoldhallte statt, sondern in der Allianzarena, da passen 75.000 rein, das sollte gerade so reichen 😉

Wie dem auch sei, es war also ein hitziger Tag gestern und deswegen ziert nun dieses Zettelchen das Email-Fach des Supports, und meine Wand.

Ich finde, es macht sich durchaus gut.

Mal schauen, ob heute Abend noch Abreißzettelchen dran sind…

Bye

Nadine

 

12 von 12 im August 2017

Liebes Saarland und Rest vonne Welt,

im Rahmen der Maßnahme „Frau T. muss wieder öfter bloggen“ habe ich mich den Monat spaßeshalber mal dazu durchgerungen, bei der monatlichen Blogger-Aktion 12 von 12 mitzumachen.

Nun war aber mein heutiger 12. Tag des Monats ja sowas von völlig unspektakulär, dass die Fotos davon fast schon mitleiderregend sind…

Aber im Sinne von #mehrrealitätimnetz möchte ich sie euch nicht vorenthalten.

Man könnte jetzt schön gepimpte und getunte Bilder eines perfekten Tages inszenieren, aber es ist nunmal wie es ist.

Der Tag beginnt im Hause T. genau so wie er es wohl in Zillionen anderen Haushalten auch tut…mit dreckigem Geschirr. Mal wieder war der Geschirrspüler nämlich am Vorabend noch nicht so voll, dass man ihn hätte starten können, in der morgendlichen Helligkeit kristallisierte sich dann aber heraus, dass, wenn man tatsächlich alles, das so rumstand, reingepackt hätte, vermutlich sogar eine zweite Ladung zusammen gekommen wäre. Hmpf.

Während Frau und Herr T. also ihr bestes taten, um nach einer mäßig erholsamen Nacht, einer Geburstagsfeier und mehreren Toynamis die Casa T. wieder halbwegs vorzeigbar zu machen, frönte das Mini-T. seiner neuen Leidenschaft der Toniebox.

♪♫ und das Hähnchen macht KIKERIKIKIIIIIIIII, jeden morgen schon ganz früh ♪♫

Danach war erst mal einkaufen angesagt.

Ja, es war noch sehr früh. Eine gewisse regionale Genetik lässt sich einfach nicht leugnen. Alaaf.

Zürück zu Hause galt es erst mal die Lieferungen der letzten Tage zu kontrollieren. Da gab es schöne

und es gab noch nicht so schöne.

Wie ich es hasse, wenn bei Großbestellungen die gelieferte Stückzahl nicht stimmt. Also erst mal an den PC und das Nachsenden der fehlenden Stückzahl eingefordert.

Zum trilliardsten male festgestellt, dass DRINGEND eine neue Tastatur fällig ist, aber wieder keine bestellt.

Nebenbei musste die Cameo noch ein wenig schnurren, denn in nur 4 Wochen wollen 80 Stampin‘ Up! Demonstratorinnen mit Dekoration beglückt werden und jeder mit Kindern weiß, 4 Wochen sind NICHTS, wenn man eine Deadline hat.

Während der Rest des Hauses sich zum Mittagsschlaf begab, erfreute ich mich an meinem neuen Arbeitstisch. Ein Traum! Arbeiten im Stehen ist nicht nur wesentlich ergonomischer, es geht tatsächlich auch deutlich schneller von der Hand. So entstanden ratz fatz noch 50 Kärtchen, die den neuen Herbst-/Winterkatalog 2017 auf seiner postalischen Reise begleiten.

Nun folgten ein paar Stunden, in denen ich völlig vergessen hab, dass ich Bilder schießen wollte…

Es sei nur so viel gesagt: Kleber alle. Ausflug zu dm. Platzregen. Bäh.

Immerhin taugt der neue Regenmantel.

Und dann war auch schon Abend. Mann und Kind im Bett und mir blieb die Buchhaltung.

5 Jahre Selbständigkeit und dieser Teil macht immer noch überhaupt gar keinen Spaß!

Auch nicht mit Doping.

Also doch lieber weiter Kataloge eintüten und bloggen.

Halbe Stunde später: ups!

Und wie war’s bei euch so?

Bye

Nadine

PS.: wer mehr vom Alltag im Hause T. sehen möchte ist auf Instagram gut aufgehoben

Sommerloch 2017

Liebes Saarland und Rest vonne Welt,

da ist sie wieder die T.! Kaum zu fassen, aber da habe ich mir doch glatt ganz unangekündigt und ungeplant eine mehr als dreiwöchige Pause gegönnt. Unfassbar.

Ist es euch überhaupt aufgefallen oder ging es im allgemeinen Sommerloch unter?

Wie dem auch sei. Woran es lag…ich weiß es nicht. Ist es auch bei mir das Sommerloch, ist es das wieder mal schlafverweigernde Kind, das „zu viel drum rum“ oder einfach nur die Routine nach fast 5 Jahren Bloggen, ich weiß es nicht, aber kurzum: die Luft war tatsächlich raus.

Ob sie allerdings jetzt nach der Auszeit wieder drin ist, kann ich noch nicht mit Gewissheit sagen (das Kind verweigert den Schlaf nämlich immer noch und bringt mich damit regelmäßig ans, nein, übers Limit), aber zumindest habe ich mich auf den Hosenboden gesetzt und einen Redaktionsplan ausgearbeitet.

Am Willen soll es also nicht scheitern.

Aber kennt ihr dieses Gefühl von „alles zu viel“? Zu viel Wäsche, zu viel Papierkram, zu viel Krempel, zu viel Unordnung….einfach von allem zu viel?

So ging es mir schon die ganze letzte Zeit. Sei es der übervolle Kleiderschrank, der nicht kleiner werdende Dokumentenstapel oder einfach nur das trillionste Krümel- und Sandinferno im Wohnzimmer. Es nimmt kein Ende. EINFACH.NIE.EIN.ENDE.

So viel nimmt man sich vor und schafft’s dann doch wieder nicht, was fertig zu bekommen. Teile des Hauses sehen noch genau so aus, wie sie aussahen als wir vor 5 (!!!!) Jahren eingezogen sind, und gefühlt ist nichts, aber auch gar nichts passiert – was natürlich nicht stimmt, aber Gefühl ist Gefühl und irgendwie frustriert es einen immer mehr, und statt doch peu à peu abzuarbeiten, saugt es einem immer weiter die Kraft aus, und statt weniger wird das Chaos nur noch immer mehr.

Und irgendwann wacht man morgens auf und erkennt, dass man sich gerade mitten in einer Abwärtsspirale befindet und weiß vor lauter Trudeln gar nicht, wie oder wo rauskraxeln.

Das nervt mich. Ich bin dazu nicht der Typ. Denn eigentlich funktionierte ich die letzten 35 Jahre meines Lebens nach dem Prinzip „Problem erkannt, Problem weggeschafft“

Und dann kam der Nachwuchs. der Schlafmangel.
Lange hab ich’s kompensiert bekommen, aber jetzt war einfach der Moment gekommen, wo ich am liebsten einfach nur noch lustlos auf der Couch rumgegammelt hätte. Was mich, unter uns gesagt, aber auch nach 5 Minuten nervt und alles andere als nen Ausgleich bringt.

Was also tun? Als erstes musste das Bastelreich dran glauben. Der alte wackelige Plastiktisch flog raus und ein großer, selbstgebauter stabiler Arbeitstisch sollte Einzug erhalten.

Jahaaa so der Plan.

Erinnert ihr euch an den Beitrag Familie T. baut ein Hochbeet? Sagen wir mal so, der Tischbau wurde zu „Hochbeet reloaded“. Ich schildere den Zusammenbau jetzt nicht wieder in aller Ausführlichkeit, aber es sei nur so viel gesagt: es waren wieder einmal 3 Besuche bei Ikea und 5 Besuche im Baumarkt nötig, bis das Teil endlich stand. Außerdem musste ich lernen, dass das Prädikat „sehr ergiebig“ auf Lackdosen eine sehr subjektive Aussage ist.

Summasummarum: es wurde doppelt so teuer wie geplant und dauerte 6 mal so lang, aber das Teil steht: eine große Arbeitsplatte mit drei Kallaxregalen als Unterbau.

Alles in allem VIIIIIIEL zu groß für das Arbeitszimmer, aber in einem Anflug von „dieses Haus muss schöner werden“ habe ich angefangen auszumisten, und vielleicht, wenn der Leidensdruck nur groß genug ist, schaffe ich es ja auch mal, mich von Bastelkrempel zu trennen und Platz zu schaffen.

Das zweite Projekt, was für Ordnung im Zimmer sorgen sollte, war ein Raskog-Servierwagen. Im Moment allerdings nur erhältlich in den Farben schrecklich oder ganz schrecklich. Weiß und schwarz sind im Umkreis von 120 km nämlich ausverkauft, bleiben noch , wie der Schwede es nennt Vanille und rot/braun, oder wie ich es nenne „Nikotin“ und „Gammelgulasch“.

Aber Frau hat ja ne Standleitung zum Baumarkt und fände die Sprühlacke inzwischan auch nachts um 3 in völliger Dunkelheit mit 5 Promille.

Passend zum Rest des Zimmers sollte das Raskog also grün werden. Denn schon lange bevor Pantone auf die Idee kam, „Grünzeug“ bzw. wie es auf Hipsterisch heißt „Greenery“ zum Farbton des Jahres 2017 zu küren und sämtliche Modeblogger, Influencer und Style-Trutschen auf den Zug aufsprangen, war die T.sche Bastelwand grün.

Greenery…ich komme tatsächlich immer noch nicht über diese Bezeichnung hinweg. Es klingt einfach so unfassbar bescheuert. Ist halt grün, ne.

Auch in diesem Falle muss ich sagen, ist „sehr ergiebig“ ein dehnbarer Begriff. Ich benötigte nämlich alles in allem für ein einziges Raskog 4 Dosen Edding Permanent Spray, nur um immer noch nicht fertig zu sein. Eine fünfte Dose sollte allerdings reichen, um das Ergebnis perfekt zu machen, nur, ihr ahnt es: nach weiteren unzähligen Besuchen im Baumarkt, ist die Farbe inzwischen ausverkauft und erst wieder ab 8.8. lieferbar. Da sind wohl noch mehr Leute auf den Greenery-Zug aufgesprungen…

Auch dieses Projekt sollte also nicht in dem dafür angesetzten Nachmittag fertig gestellt werden können, sondern dauert bisweilen noch an. Es ist zum …..

Nunja, immerhin gibt es gute Neuigkeiten von der Vorgartenfront: die Eiben sind Geschichte. Olé olé. Dafür erstreckt sich nun an der Stelle, wo sie standen ein tatsächliches Sommerloch, das es in den nächsten Tagen zu füllen und glätten gilt.

Aber davon berichte ich euch die Tage. Jetzt warte ich mal gespannt auf den Postmann, vielleicht hat der ja die inzwischen im Internet bestellten Dosen Lack im Gepäck und beschert mir ein schönes Wochenende.

Ich möchte endlich wieder an den Basteltisch und nicht mehr in Umzugskartons hausen! Wenn mal wieder Platz und Ordnung herrscht, klappt es vielleicht auch mit der Umsetzung des Redaktionsplans. Es gibt also noch viel zu tun, packen wir’s an!

Bye

Nadine

Nachtrag: Wir packen es dann wohl erst an, wenn die Streptokokken sich ein neues zu Hause gesucht haben *arghs*

 

Öhm ja…

Gulliver Welt im Blumengarten Bexbach.

Mann so: „oh da kommt noch die Hauptattraktion“

Ich aus dem Augenwinkel: „Oh Taj Mahal?“ 

Mann so: „Petersdom“ 

Gestatten, ich. 7 Semester Geschichte, 12 Semester Latein. 🙈

Und schwupps ist ein Katalog-Jahr um

Liebes Saarland und Rest vonner Welt,

in nur wenigen Stunden ist es soweit und der funkelnagelneue Stampin‘ Up! Jahreskatalog 2017/2018 geht an den Start.

Unfassbar, dass schon wieder ein ganzes Jahr rum ist! Ich habe gefühlt noch 100 Sachen aus dem „alten“ Katalog hier rumfliegen, die ich euch noch sooooo gerne zeigen wollte.
Tja, und dann war das Jahr rum. Schwupps, einfach so. Ohne Ankündigung. Einfach rum. Flupps, neuer Katalog da. Skandalös!

Gott sei Dank sind aber einige der Lieblingsteile übernommen worden, so dass die Hoffnung, euch doch noch das ein oder andere präsentieren zu können, bevor ich mich wieder ganz in den neuen Sachen verliere, noch nicht ganz gestorben ist.

Es gibt nämlich gute Nachrichten: die Eingewöhnung des Mini-T. in einer Kurzzeitbetreuung hat hervorragend geklappt. Das ist zwar immer noch kein Ersatz für einen Kitaplatz, lässt mich aber trotzdem jubeln. Denn selbst wenn ich ihn nur zwei mal die Woche für ca 2 Stunden da abgeben kann, sind das 4 Stunden, die ich tatsächlich ungestört in meinem Bastelreich verbringen kann.

Ok, sind wir realistisch, mit hinfahren, parken, zurückfahren bleiben vielleicht 3 Stunden. Abzüglich der „nur noch schnell die Waschmaschine füllen und Legos wegräumen“-Zeit 2 Stunden. Aber hey! Zwei Stunden kinderlos!!! Ein Traum. So schön, dass ich glatt die Zeit zum Netflixen und Füße hoch nutzen könnte…

Ups.

Naja, vielleicht doch lieber Bastelreich. Wenn das endlich mal seine Grundsanierung hinter sich hätte…

Die war in meinem Kopf nämlich tatsächlich so geplant, dass sie fertig ist, sobald der neue Katalog startet. Und…? Ja, ihr ratet richtig, da schoss das Leben dazwischen. Oder ne Pfälzer Bratwurst. Je nach Blickwinkel. Die hat es nämlich geschafft, meinen Magen derart in die Knie zu zwingen, dass es mich ganze drei Tage lang mehr oder minder völlig aus dem Leben geschossen hat und ich gänzlich dehydriert nicht mal mehr mit Speichelfaden im Mundwinkel auf der Couch rumvegetiert habe.

Nun gut, geben wir der Pfalz eine Chance, vielleicht war es doch ein Infekt, aber in Zukunft kaufe ich das Grillgut doch lieber wieder beim saarländischen Metzger des Vertrauens.

Wer nun denkt, „drei Tage sind Mist, sind aber halt nur drei Tage, das kann doch ein Konzept nicht so durcheinander bringen“, den muss ich leider dran erinnern, dass das Kind nun in eine Kurzzeitbetreuung geht.

Tadaaaaa, Grippaler Infekt!

Und zwar sowohl Mutter als auch Kind. Hat der Wicht mal gepflegt was angeschleppt!

Während allerdings der Zwerg lediglich zwei Tage jämmerlich mit Fieber in den Seilen hing, danach zwar noch latent quengelig aber alles in allem schon wieder passabel auf und über alles drüber kraxeln konnte, hat es mich gänzlich zerlegt.


Magendarm ging sozusagen nahtlos in Halsnasebronchien über und gönnte mir keinerlei Verschnaufpause.

Seit nunmehr zwei Wochen krieche ich also mehr oder minder wie ein Schatten meiner selbst durch die Gegend, versuche, das Kind nach Möglichkeit nicht durchgehend vorm Fernseher zu parken, das Haus nicht komplett verloddern zu lassen, und dabei irgendwie zu verdrängen, dass ich einfach nur ins Bett möchte. Das Bett im Schlafzimmer. Im Schlafzimmer unterm Dach. Bei 32 Grad Außentemperatur. Wüsste ich nicht noch zu gut, wie mistig es ist, würde ich jetzt glatt behaupten, im Strahl ko…. zu wollen. Aber nee, lass mal lieber.

Da war es also mein Dilemma. Kind in der Betreuung abwerfen, riskieren, dass er andere ansteckt, dafür aber paar Minuten Erholungsschlaf bekommen oder aber dem eigenen Motto „angeseuchte Kinder, Mütter und sonstige Herde gehören nach Hause“ treu bleiben und auf dem Sofa zur menschlichen Hüpfburg degradiert werden.

Ich habe mich für letzteres entschieden. War es richtig? Ja! War es schlau! Am Ar…!

Ich weiß nicht, ob sich mein Brustkorb jemals wieder erholt, denn wenn er nicht vom Husten durchgeschüttelt wird, kontrahieren ihn 11 kg Lebendgewicht unter triumphalen Hoppe Hoppe Reiter Gesängen.

Kurzum: ich möchte aus dem Leben scheiden. Zumindest kurzfristig. Bis der Infekt weg ist. Oder ein Lottogewinn mir Mini-T. eine Nanny beschert. Oder Karel Gott nicht mehr die Titelmelodie von Biene Maja singt. Hauptsache nicht mehr husten. Und besprungen werden. Und „In einem unbekannten Laaaaaand….“ wuaaaaah!!!!

Nunja. Das Leben ist manchmal eins der grausameren…

Wie dem auch sei. Was ich euch mit viel Text sagen wollte: morgen kommt der neue Katalog, leider aber wohl keine neues Immunsystem für mich. Habt also bitte ein wenig Nachsicht, wenn ich mit Mails beantworten hinterher hänge.

Erfahrungsgemäß machen aber die SU-Server bei Katalogstart gerne mal genau so die Grätsche wie mein Magen nach der Pfälzer Bratwurst, ärgert euch also bitte nicht, falls auch der Online Shop vorübergehend nicht ganz rund laufen sollte. Sicher ist auf jeden Fall, dass ihr eure Bestellungen bekommt. Vielleicht nicht direkt am Freitag oder Samstag, aber alles halb so wild, wir haben ja wieder ganze 12 Monate Zeit, bis der nächste Katalog übernimmt 🙂

Weil 233 Seiten neuer Katalog aber noch nicht genug sind, gibt es noch ein weiteres  Schmankerl für euch:


Wenn das kein Anreiz ist, eure Freundinnen zusammen zu trommeln und ein Stempel-Event zu organisieren, dann weiß ich auch nicht. Meldet euch gerne, ich habe noch ein paar Termine ab Mitte Juni frei.

Viren und Infekte habe ich bis dahin auch hoffentlich nicht mehr an Board.

In diesem Sinne,

Bye

Nadine

Ein Hochbeet in unter 2 Stunden, ha, ha!

Liebes Saarland und Rest vonne Welt,

kaum freut man sich, dass der Frühling nun endlich da ist und setzt voller Elan den ersten zarten Salat ins Beet, schon denkt sich Mutter Natur „nope, die T.s werden jetzt nicht auch noch vegan“ und kommt mal eben schnell mit Schnee und Bodenfrost ums Eck.

Tja, schade schade, nun müssen wir doch leider wieder den Grill anwerfen, denn der Salat wird’s wohl eher nicht überleben. So, so schade.

Damit uns das im nächsten Jahr nicht wieder passiert, und weil der T.sche Garten tatsächlich endlich mal wieder eigenes Gemüse beheimaten soll, kam ich auf die glorreiche Idee, dass wir passend zu unserem Kräuterbeet vom letzen Jahr dringend noch ein zusätzliches Hochbeet vor der Terrassenwand brauchen.

Auf Herrn T.s leichtes Seufzen antwortete ich noch völlig gechillt „ach komm, ist ja nur ein gerades Ding, das sollte nicht länger als 1-2 Stunden dauern, wir haben ja inzwischen Übung“. Zumindest an der Kreissäge machte ich damals gar keine so schlechte Figur.

Aber von wegen Übung und 1-2 Stunden. Wat soll ich sagen, wir sind jetzt bei Tag 6 und das Teil ist immer noch nicht pflanzbereit.

Aber fangen wir vorne an: unsere Terrassenwand ist ca. 1,5 m hoch und 4,2 m lang und gar nicht mal so schön. Das aktuelle „Wallpaper“ ist nämlich in nicht so dezenter Betonauswaschung-Optik gehalten und kann effektiv nur durch Verputzen, Vertäfelung oder Abriss verschönert werden. Nun ist die Wand aber zur Südseite ausgerichtet und da uns auch immer noch ein Terrassengeländer fehlt, lag die Idee nah, den Anblick mit einem Beet zu verdecken und somit auch gleich noch die potenzielle Fallhöhe von Mini-T. zu verringern, bzw. ihn wenigstens weicher landen zu lassen, wenn er denn mal da runter segeln sollte. Und seien wir ehrlich, der Wicht hat 50% meines Genmaterials, er wird da runtersegeln! Oder ich. Oder beide. Ja, Geländer wäre sinnvoller, aber der nicht vorhandene Dukatenesel leidet zudem noch ziemlich genau seit Hauskauf und Geburt des Winzlings an Konstipation.

Bleibt also vorerst nur die Lösung, die Kante mit Blumentöpfen zuzustellen bzw. den freien Fall durch ein Hochbeet abzufangen.

Und ein genau solches galt es nun zu zimmern.  Ein rechteckiger Kasten in den Maßen 400 x 80 x 60 cm. Sollte an sich machbar sein, dachten wir uns und suchten noch schnell zwischen den Feiertagen den Baumarkt des Vertrauens auf, damit man Ostersonn- und ggfs. auch noch -montag für den Aufbau nutzen konnte.

Und ab da ging’s rund. Als erstes mussten die 2 Meter x 12 cm Bretter lasiert werden. Es dauerte ca. 4 Pinselstriche bis ich feststellte: das ist ja ein total anderer Farbton als beim ersten Beet. Also kurz in den Keller und alte Eimer und Kannen zum Vergleich rausgesucht: warum um alles in der Welt hab ich diesmal Mahagoni Lasur gekauft?? Das erste Beet war in Nussbaum gestrichen, wie komme ich da auf Mahagoni???

Ah stimmt, die Terrassenmöbel sind Mahagoni. Vielleicht hatte ich es deswegen im Hinterkopf. Wieder zurück in den Garten, weiter gestrichen. Hmm. Der Farbton ist aber irgendwie auch anders als die Möbel? Naja, liegt vielleicht am Hersteller. Zurück in den Keller, nochmal alte Farbeimer rausgesucht, öhm ja, die Möbel sind auch nicht Mahagoni sondern Teak. Na prima, also haben wir jetzt drei verschiedene Holztöne direkt nebeneinander. Fällt ja dann auch gaaaar nicht auf. Nee ist klar. Aber nützt ja nix, a) war der neue Eimer teuer und b) ist’s ja jetzt eh scho drauf auf dem Brett, also was soll’s, weitermachen. Nun musste das Zeug erst mal trocknen.

Tags drauf: Das Wetter war uns gnädig, die Bretter trocken und wir konnten sägen. Handkreissäge bzw. Stichsäge zum heiligen Feiertag im Garten wollten wir den Nachbarn aber jetzt nicht unbedingt antun, also wurden die Stützpfosten per Hand gesägt. Mit Fuchsschwanz. Stumpfem Fuchsschwanz. Oh Freude.

Das Beet sollte 60 hoch werden, also 5 Bretter à 12 cm auf Kanthölzer geschraubt, genau wie beim ersten Beet.

Die Kanthölzer kürzten wir dann aber lieber doch auf 57 cm damit es von oben schön aussieht und die Eckpfosten nicht ganz so auffallen, wenn das Beet vielleicht nicht ganz in der Waage sein sollte, was bei dem Garten quasi eh nicht machbar ist.

6 Kanthölzer später, juhu die Bretter können drauf geschraubt werden. 5 Reihen sollten es werden. Aber was soll das jetzt? Bei Reihe 4 war kein Platz mehr um noch ein 5. draufzuschrauben. WTF?

4 x 12 cm = 48, wo sind die restlichen 9 cm hin um das 5. Brett zu halten???? Man kann sich doch nicht mal eben um 9 Zentimeter beim Sägen vermessen?! Zollstock ans Kantholz gehalten, 57 Zentimeter.. Häääh???

Während ich mich kopfkratzend und völlig irritiert zurück erinnerte, meinem Mathelehrer vor 20 Jahren versprochen zu haben, nie, niemals nie nicht wieder etwas mit Zahlen oder rechnen anzufangen, hatte Herr T. die zündenden Idee, die Höhe der Bretter zu messen. Ja kack doch die Wand an. Da waren die Teile doch glatt 14 Zentimeter hoch statt 12! Dabei habe ich im Baumarkt extra die Etiketten am Regal akribisch studiert, um ja die richtigen zu nehmen. Tolle Wurst. Von wegen 5 Reihen à 12 cm, wenn die Eckpfosten zu kurz sind.

Na gut. Von den Kanthölzern war aber eh noch etwas Verschnitt übrig, also setzten wir jeweils kleine Klötzchen drunter, um doch noch auf eine Länge zu kommen, dass die 5. Reihe passt. Klingt einfach, war mit Fuchsschwanz auf einer kippligen Unterlage mit einer bereits angesägten Führungsschiene aber ziemlicher Mist.

So langsam wurde der Hals dicker. Aber egal, es hielt und es musste ja weitergehen.

Erst sollte die Rückwand von dem Teil aufgestellt werden, denn bei 4 Meter Länge bewegt man das Teil danach nicht mehr so wirklich gut. Wir schraubten also munter drauf los, die Rückwand stand dann auch recht zügig, ich drehte mich rum, sah die ganzen Seitenbretter da liegen und dachte mir noch, hö? Irgendwas passt doch da nicht. Keine Längsbretter mehr da.

Ja, wir haben nicht vergessen, ein Brett zu kaufen, wir haben auch nicht vergessen, zwei Bretter zu kaufen, nein, wir haben ganze 10 Bretter vergessen! ZEHN! Eine komplette Viertelstunde standen wir vor dem Regal und haben hin und hergerechnet und gehen mit 10 Brettern zu wenig heim. Hmpf.

Also mal wieder zurück zum Baumarkt und den Rest noch geholt, inzwischen war’s aber schon so dunkel, dass man es gut sein lassen musste.

Tag 2.: Mini-T., so what from not amused, dass die Eltern schon wieder im Garten rumwuseln wollten statt ihm volle Aufmerksamkeit zu schenken, tat das, was er am besten in solchen Situationen kann: Schrauben in den Mund stecken, mit der Steckdose spielen, am Fuchsschwanz lecken, Maßband Gassi führen, und vor allem im Weg stehen. Ich liebe mein Kind sehr, aber wie können einem 90 Zentimeter Mensch tatsächlich konstant zwischen den Beinen rumwuseln. IMMER!

Es war also zügig klar, das Arbeiten würde sich heute auf die Zeit vom Mittagsschlaf beschränken, denn sonst würde es früher oder später Verletzte geben.

Passenderweise fing es genau dann an zu regnen.

Also Bretter zum Lasieren in den Keller gewuchtet. Der Keller, der seit dem Umzug von vor 5 Jahren zum ausgewachsenen Wertstoffhof mutiert ist. Zwei Meter lange Bretter bei einer Deckenhöhe von 1,90 zwischen Regalen, Gartengeräten, Sommer- sowie Winterreifen, Parkettresten, einer ausrangierten Küche und Trockner/Waschmaschine so durch die Gegend zu bugsieren, dass man noch Platz hat, sie zu lasieren, ja holla die Waldfee. Tetris Level 110 mit Standgas!

Irgendwie hat es Herr T. aber hinbekommen, die Teile auf die Böcke zu hieven, so dass ich pinseln konnte. Erkenntnis des Tages: Crocs sind kein adäquates Schuhwerk zum Lasieren. Aus Platzmangel hatte ich die Lasur in ein kleines Schüsselchen umgefüllt und dieses auf einem der Bretter geparkt. Kennt ihr den Spruch „was sie mit den Händen aufbaut, reißt sie mit dem Arsch wieder ein“? Ja, das ist nicht nur so dahergesagt. Das geht wirklich!

Ich drehte mich kurz rum, stieß mit der Pobacke ans eine Ende des Brettes, und schwups katapultierte sich auf der anderen Seite das Schüsselchen durch die Luft und landete kopfüber genau auf meinem linken Fuß. Dieses Gefühl, wenn kalte Lasur durch die Löcher der Crocs zwischen den nackten Zehen ins Schuhinnere läuft und sich dort ausbreitet…. ew….

Widerlich!! Und ja, das passierte mir nicht einmal, sondern direkt noch ein zweites Mal. Hatte ich erwähnt, dass Mahagoni eher rötlich ist? Der Keller sieht aus als hätte ich das Osterlamm persönlich mit der Kettensäge geschlachtet, ausgeweidet und noch ein paarmal eigenhändig durch die Gegend geschleudert. Die Lasur ist überall. ÜBERALL!

Aber wenigstens konnte ich mich von der Qualität überzeugen: absolut nicht abwaschbar. Auch nicht unter Gewalteinwirkung. Erst recht nicht an Fußsohlen und zwischen den Zehen. Nun gut, ist eh noch kein Sandalenwetter, bis dahin hat es sich hoffentlich verzogen…

Der Vorteil von umgekippter Lasur ist aber: das Streichen geht deutlich schneller, wenn die Bretter schon triefen. Einfach nur mit dem Pinsel verteilen und trocknen lassen. Passt. Denkste.

Inzwischen war draußen Schneechaos ausgebrochen, der Keller dementsprechend kalt und es dauerte und dauerte.

Tag 3: Großwetterlage: April halt.

Tag 4: kurzzeitig blauer Himmel, die Chance musste genutzt werden. Beim Rausbugsieren der inzwischen doch getrockneten Bretter verabschiedete sich alsbald der Felgenbaum und vier Räder verselbständigten sich im Keller. Grmpf.

Ein Blick auf die restlichen Bretter warf plötzlich Fragen auf: warum liegen da jetzt nur 8 Bretter à 80 cm? Wir brauchen doch 10 für die Seitenteile. Ja, Himmel, Arsch und Zwirn. Jetzt nochmal los zum Baumarkt, nochmal sägen, nochmal lasieren? Nä! No freaking way! Dann doch lieber die zwei fehlenden aus Verschnitt zusammenmeisseln. Die rechte Kopfseite vom Beet sieht eh nur der Nachbar *pfiffel*.

Inzwischen hatten wir auch neue Kanthölzer auf 70 cm gesägt, damit wenigstens für die Vorderseite nicht gestückelt werden musste. Wieder per Hand aus Ermangelung einer passenden Zug- oder Tischkreissäge.

Herr T. inzwischen von dem Beet nennen wir es mal latent genervt, machte sich also daran, „aus zwei mach eins“ zu zaubern. An sich kein Thema, wenn denn das Verbindungsstück nicht in sich von drei Seiten gebogen gewesen wär, was allerdings erst auffiel nachdem bereits drei Bretter auf die Kanthölzer geschraubt waren und nun beim gestückelten vierten und fünften Brett Spalten blieben, die weder rechts noch links und erst recht nicht zeitgleich auszumerzen gingen.

Von dickem Hals konnte inzwischen nicht mehr die Rede sein, es war allmählich mehr so der blanke Hass und wir überlegten ernsthaft ein verspätetes Osterfeuer aus dem Ding zu machen.

Irgendwie mit viel drehen, wenden und roher Gewalt hielten sich letztlich die Spalten doch noch in Grenzen und das letzte Brett sollte noch drauf.

Mini-T. forderte sich inzwischen die 8. Folge Peppa Wutz ein und während ich im Wohnzimmer zur Fernbedienung griff, vernahm ich draußen ein gar nicht mal so dezentes „ach scheiss doch die Wand an!“.

Ja, ihr ahnt es. Statt des 70 cm Kantholzes hatte Herr T. eins der 57 cm langen erwischt, und nun war, tatataaaa, das Holz mal wieder zu kurz, um das letzte Brett noch drauf zu schrauben. Déjà-Vu.

Dass wir zwischenzeitlich auch immer noch lasieren mussten, weil bei jedem Sägen ja wieder unbehandelte Seiten entstanden, habe ich fast vergessen zu erwähnen.

Tag 5: Es regnete/schneite immer noch. Herr T.s Urlaub ist vorbei, Frau T. ist inzwischen Expertin für Paneel-, Gehr-, Kapp-, Zug- und Kreissägen-Tutorials auf youtube. Zwei Geräte haben es bis ganz oben auf die Wunschliste geschafft, aber da waren wir wieder beim Dukatenesel. Vielleicht wenn man ihm viel Movicol und Dulcolax …

Tag 6: Die Seitenteile stehen, fast alles ist lasiert, fehlt nur noch die Front, ein Deckel und ca. 2,5 Kubikmeter Erde.

Zwei Stunden später: Die Front steht auch. Nun fehlen noch Querbalken, damit das Ding beim Befüllen nicht auseinanderquillt wie eine flachgedrückte Milchschnitte.

Noch sieht das Wetter gut aus und das Kind schläft. Wer weiß, vielleicht schaffen wir es ja noch vorm Herbst, den Kasten fertig zu kriegen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Der Plan allerdings, dem Mini-T. ein Klettergerüst in Eigenregie zu bauen, ist bei näherer Betrachtung vielleicht doch nicht ganz so genial. Da muss ich doch glatt mal noch ne Nacht drüber schlafen. Aber falls doch: es findet sich bestimmt auch noch ein vierter Holzton für die Lasur. Ich bin für Vorschläge offen.

Bye

Nadine

 

Rückblick auf OnStage Live in Amsterdam April 2017 – Teil 2

Liebes Saarland und Rest vonne Welt,

weiter geht es mit dem Bericht von OnStage Live in Amsterdam.

Ordentlich müde weil zu wenig geschlafen (ihr erinnert euch, Flugschneise und Kind in der Besucherritze), startete der Freitagmorgen dann gar nicht so früh, wie ursprünglich geplant. Ich war durchaus etwas froh, dass ich nicht die einzige war, die morgens nicht in Hektik verfallen wollte und es verzog, eher die ersten Minuten der Veranstaltung zu verpassen als auf’s Frühstück zu verzichten.

Das Programm am Vormittag war wieder gut gefüllt. Es gab mehrere Vorträge zu diversen Themen rund um Stampin‘ Up! und das Demo-Dasein, die teilweise von Leuten aus dem Office in USA gehalten wurden, teilweise aber auch, was ich besonders mag, von ganz „normalen“ Demonstratoren, die nicht im Hauptsitz arbeiten und somit ihren ganz eigenen Blickwinkel von Workshops und dem kreativen Alltag wiedergeben können. Sozusagen Erfahrungswerte direkt „von der Bastelfront“. So entsteht nämlich eine bunte Mischung aus Zahlen, Fakten, Anekdoten und Kreativität.

Ein weiterer Teil des Vormittagsprogramms waren die Ehrungen für besondere Leistungen.

Das Schöne daran Stampin‘ Up! Demonstrator zu sein, ist, dass man völlig frei entscheiden kann, auf welchem „Level“ man diese Tätigkeit betreibt. Man kann durchaus lediglich seinem Hobby nachgehen, ein wenig für sich selbst bestellen, ansonsten aber weder Workshops abhalten noch Teamaufbau betreiben wollen. Man kann aber genauso gut ambitioniert an die Sache rangehen und einen Neben- oder auch Vollzeitjob aus der Sache machen. Das ist jedem selbst überlassen. Je nachdem, wie viel oder wenig Aufwand man betreibt, kann man unterschiedliche Karriere-Stufen erreichen, die sogenannten Titel.

Das jetzt hier näher auszuführen würde aber heute Rahmen sprengen, bei Interesse bitte einfach anmailen oder einen Kommentar hinterlassen, ich gebe dann gerne nähere Informationen dazu.

Für heute ist nur interessant zu wissen, dass es diese Stufen gibt und dass Jeder Demonstrator, der einen besonderen Sprung auf diesen Karriere-Stufen macht,  seinen Moment of Fame auf der großen Bühne bekommt. Sei es als Dank für gute Teamführung, für einen Umsatzmeilenstein, einen Titelaufstieg oder aus welchen Gründen auch immer. Die Ehrungsrunde würdigt viele unterschiedlichen Punkte und das ist auch gut so.

Wer viel arbeitet, darf sich auch dafür feiern lassen.

Es wäre jetzt glatt gelogen, zu schreiben, dass es hierbei ausschließlich toll und grandios und weiß ich noch was zugeht. Denn genau wie in jedem anderen Betrieb (vor allem da, wo überwiegend Frauen arbeiten) gibt es auch unter Demonstratorinnen welche, die der anderen den Dreck unter den Fingernägeln nicht gönnen, aber alles in allem muss ich wirklich sagen, dass die Stimmung bei den Ehrungen immer super ist und es wirklich ergreifend ist, zu sehen, wie sehr sich die überwiegende Mehrheit mit jemandem freuen kann. Von Tränchen bis Standing Ovations alternativ auch Standing Ovations mit Tränchen war da schon alles mit bei. Das kannte ich vor Stampin‘ Up! Zeiten so noch nicht.

Zumindest in meiner alten Firma, über die ich mir das Studium finanziert habe, ist in 5 Jahren nie jemand aufgesprungen, um mich oder einen der Kollegen zu beglückwünschen, weil wir Tag für Tag durch vernünftige Arbeit verhindert haben, dass bei einem Autozulieferer das Band stillstand oder in einer Airline ein Gefahrgutalarm ausgelöst wurde. Auch hat mich noch kein Schuldirektor, Hoteldirektor oder sonst ein Vorgesetzter in den zillionen Jobs, die ich im Laufe der letzten 20 Jahre so hatte, freudig beglückwünscht während 900 Kollegen applaudierten. Es mag wenn man das so liest, befremdlich klingen, aber auch als eine, die keinen gesteigerten Wert drauf legt, derart im Mittelpunkt zu stehen, muss ich gestehen, dass es total Spaß macht und ungemein motiviert.

Am Nachmittag war es dann soweit, dass ich mein Produkt-Spotlight präsentieren durfte.

Gänseblümchen!

OnStage Gänseblümchen One Sheet Box puenktchenstempel

Die Anleitung für diese Box aus niegelnagelneuem Designerpapier werde ich sobald wie möglich noch posten.

Als ich den Karton mit dem Designerpapier erhielt musste ich so lachen! Man erkennt es auf dem Foto vielleicht nicht ganz so gut, aber seit fünf Jahren (!!) hatte ich genau dieses DSP in Form eines Oberteils im Schrank liegen. Fünf Jahre und noch nicht ein einziges mal angehabt.

Wenn das nun mal nicht der Moment war, dann weiß ich auch nicht. Danke Tanja nochmal für das Foto.

Da die vier verschiedenen Produkt Spotlights jeweils in Deutsch, Englisch und Französisch abgehalten wurden, fanden sie in abgetrennten Zeltchen statt, die in der großen Halle aufgestellt waren. Hier erkennt man eins im Hintergrund, das große blaue etwas.

So sah es von innen aus:

Durch den Vortrag habe ich mehr oder minder den kompletten Nachmittag in einem dieser 4 Zeltchen verbracht und kann euch gar nicht sagen, was noch außerhalb passierte, denn ich glaube, ich bin tatsächlich nicht ein einziges mal nennenswert rausgegangen.

Seht ihr diese olle Kamera überm Kopf? Die hätte mir ja fast noch einen peinlichen Moment beschert. Ich bin es ja so überhaupt nicht gewöhnt, im Sitzen zu präsentieren. Stellt man sich aber unter dieses Ding und versucht das Projekt oder die neuen Produkte so vor sich zu halten, dass die Kamera sie einfängt, erscheint auf der großen Leinwand oben drüber zumindest in meinem Fall vor allem eins: Brüste.

War ich froh, dass das Gänseblümchenoberteil kein Dekolleté hat!

Aber ich hab’s noch rechtzeitig gemerkt und mich artig hingesetzt. Soweit ich es beurteilen kann, lief die Präsentation ganz gut, zumindest ist niemand schreiend rausgelaufen oder hat gelangweilt die Augen verdreht. Insofern war ich zufrieden.

Außerhalb meines Zeltchens gab es auch wieder eine Leinwand für Photoshootings.

Und ich habe es wieder mal geschafft, auf keinem einzigen Gruppenfoto zu sein. Ich werd’s wohl nie lernen…

Samstags lag der Fokus überwiegend auf dem kreativen Teil und den Vorschau von neuen Produkten und Umsetzungsideen.

Ja, so sehr kann man sich über ein fliegendes Schweinchen freuen.

Ich glaube, ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass das Stempelset der Renner werden wird. Der komplette Saal war schockverliebt. Nicht zuletzt, weil Charlotte’s Präsentationen immer gigantisch sind, aber das Schweinchenstempelset ist auch einfach zu süß.

Projektideen über Projektideen wurden uns gezeigt. Ich bin gar nicht mehr hinterhergekommen, den Beamer abzufotografieren.

Und dann wurde es auch noch verwegen…

Nicht nur wurden wir Zeuge davon, was in Österreich passiert, wenn man zu lange an Staz-On schnüffelt….

es wurde auch noch romantisch. Was Kerle nicht alles versuchen, um sich vorm Stempeln zu drücken.

Da wird die Chefin schon mal mit einem dahingehauchten „Je t’aime“ und „küss mich mein Schatz“ aus dem Konzept gebracht.

Aber es nützte alles nichts, nachdem alle Sprachen abgehandelt waren, musste er doch ran der Göttergatte von Sara Douglass. Es war ein Fest. Davon mal abgesehen, dass man als Mann vor 900 Frauen sowieso gewonnen hat, machte er seine Sache echt nicht schlecht, auch wenn die Blicke etwas anderes verheißen ließen.

Falls also jemals eure Männer jammern, ihr würdet mehr Zeit mit euren Stempel als mit ihnen verbringen, erinnert sie ruhig daran, dass es deutlich schlimmer kommen könnte und ihr die gemeinsame Zeit vor 900 Frauen auf der Bühne verbringen könntet…ich bin mir sicher, ihr seid schneller wieder alleine in eurem Stempelreich, als euch lieb sein wird.

Mein Fazit von den drei Tagen: es war wieder einmal mehr sehr anstrengend, sehr viel Input, hat aber einen riesigen Spaß gemacht und ich freue mich jetzt schon auf die nächste Live-Veranstaltung, die allerdings in USA stattfinden wird. Aber wer weiß, mit ein bisschen Planung schaffe ich es vielleicht auch da hin.

Meine restlichen Fotos möchte ich euch auch nicht vorenthalten. Wenn ihr Lust habt, schaut gerne mal in die Galerie rein. Alle Bilder könnt ihr gerne unter Beibehaltung des Wasserzeichens für eure Blogs nutzen.

 OnStage Live 2017 Galerie 

Und falls ihr Lust habt, selbst beim nächsten mal mit dabei zu sein geht das problemlos, wenn ihr selbst Demonstrator seid. In meinem Team ist immer ein Plätzchen für neue Kollegen frei. Melde dich einfach, wenn du Fragen hast. Das Wichtigste an Informationen habe ich bereits hier zusammengetragen:

 Stampin‘ Up! Demonstrator werden 

Das war es an kurzem *öhöm* Rückblick von meiner Seite. Ich wünsche euch von Herzen schöne Feiertage und ein gesegnetes Osterfest.

Bye

Nadine

 

 

Rückblick auf OnStage Live in Amsterdam April 2017 – Teil 1

Liebes Saarland und Rest vonne Welt,

es hat ein paar Tage gedauert, aber nun kommt auch endlich mein Rückblick auf das letzte Wochenende bei OnStage Live in Amsterdam.

In den letzten Wochen wurde ich mehrfach im Freundes- und Bekanntenkreis ziemlich ungläubig angeschaut, wenn ich gesagt habe, dass ich nach Amsterdam fahre, aber nicht etwa um Grachtensightseeing zu machen, sondern um 3 Tage lang fern jeglichen Tageslichts mit knapp 900 anderen Stampin‘ Up! Demonstratorinnen in einem Kongresscenter zu sitzen und mich über neue Produkte, Kataloge und Basteltrends auszutauschen. Ungläubig ist an sich nicht das ganz richtige Wort. Eigentlich sagten die Blicke eher „ist sie jetzt völlig bekloppt geworden?!“

Und was soll ich sagen, so ganz abstreiten kann ich es nicht mal. Denn bei näherer Betrachtung, gehört schon eine gute Portion Irrsinn dazu, sich das anzutun. Allerdings trifft das auch für jeden Versicherungsvertreter, Zahnarzt, oder Dachdecker zu, der sich drei Tage lang Messen, Kongresse oder Conventions in seinem Fachbereich antut. Insofern, warum nicht auch Stempel und Papier. Die einzige Besonderheit bei uns ist nur, dass sich an den drei Tagen selbst auf dem Männerklo mehr Östrogen als Testosteron tummelt, denn die Geschlechterverteilung ist, nunja, gelinde gesagt nicht ganz ausgewogen.

Aber das tut dem Spaß keinen Abbruch.

Stampin‘ Up! hatte sich diesmal das RAI in Amsterdam als Lokalität ausgesucht.

Etwas befremdlich war die ziemlich hohe Zahl an Sicherheitskräften bei der Ankunft, aber es stellte sich recht zügig raus, dass die wohl eher wegen des türkischen Teils der Bevölkerung da waren, die zeitgleich in der Nachbarhalle ihr Kreuzchen pro oder contra Erdolein abgeben konnten und nicht etwa wegen der von unseren angeschleppten Scheren,  Prickelnadeln und Tacker ausgehenden Gefahr.

Aber zurück zum eigentlichen Event. Was muss man sich also nun unter so einem 3tägigen Stampin‘ Up! Veranstaltung vorstellen?

In erster Linie ist es ein großes offizielles Firmentreffen, das eine Mischung aus Schulung, Produktvorstellungen und Ehrungen für erreichte Meilensteine etc. darstellt. Teilnehmen darf jeder aktive Stampin‘ Up! Demonstrator weltweit, egal ob schon zig Jahre dabei oder gerade erst frisch eingestiegen. Das macht die Sache auch nach 5 Jahren noch spannend. Denn ganz ehrlich: wann hat man schon die Möglichkeit, sich zeitgleich mit Leuten aus Texas, Canada, Australien, der Provence, Niederbayern und Wanne-Eickel über neue Farben und Stempelsets auszutauschen? Verrückt.

So toll es auch immer ist, so habe ich doch zu diesen Treffen ein eher leicht schizophrenes Verhältnis. Einerseits freue ich mich total drauf und habe auch bis auf ein einziges mal tatsächlich an allen Veranstaltungen, die SU in meiner aktiven Demonstratorzeit angeboten hat, teilgenommen. Zeitgleich rollen sich mir aber auch die Zehennägel hoch, wenn ich nur dran denke, so viel Zeit mit so vielen wuseligen, lauten Hühnern auf engem Raum zu verbringen. Ich bin ja doch eher Kind vom Dorf und große Menschenansammlungen sind einfach nicht mein Fall. Mal ganz davon abgesehen, dass ich noch nie wirklich gut länger als 10 Minuten ruhig auf meinem Hintern sitzen konnte. Was bei Veranstaltungen, wo viel vorgetragen wird etwas kontraproduktiv ist. Aber dafür hab ich ja meine Kamera und die Paparazzorolle, somit fällt’s gar nicht so sehr auf, wenn ich rumrenne.

Dieses mal war es aber trotz der Erfahrungen der letzten Jahre ein klein wenig anders als sonst für mich. Vor ein paar Wochen klingelte nämlich mein Telefon und ich wurde gefragt, ob ich nicht Lust hätte, eine Präsentation mit neuen Produkten zu halten. Wie geil ist das denn bitte?! Das ist ja genau mein Element. Und dann sitzt man da, voller Vorfreude und Tatendrang, platzt fast vor Begeisterung, darf aber nichts verraten und erst recht niemandem die Produkte bzw. die Projekte zeigen. Jaiks.

OnStage Amsterdam April 2017 RAI

Die Zeit verging aber Gott sei Dank dann doch recht schnell und so musste ich gar nicht soooo lange geheimniskrämen. Dank Probe und Mikrofoncheck etc. kam ich sogar in den Genuss, die Halle noch menschenleer betreten zu dürfen, was mir persönlich ja wesentlich lieber war, als der darauf folgende Massenandrang,

Die Lautstärke in diesem Gewusel, ich kann es nicht in Worte fassen. Sagen wir mal so, der Architekt des RAI in Amsterdam hat sich bei der Planung dieses Flurs zum großen Saal vermutlich vieles gedacht, aber sicher nicht an 900 Frauen mit mind. 5 unterschiedlichen Muttersprachen, allesamt bewaffnet mit 20-200 selbstgebastelten Tauschobjekten, beim Bestreben diese unter die Leute zu bringen. Es war nicht zum Aushalten und ich habe drei Kreuze gemacht, als endlich die Türen aufgingen und wir den eigentlichen Veranstaltungsraum betreten durften.

Nicht, dass es da leiser zugegangen wäre, aber wenigstens verteilte es sich besser und man atmete nicht mehr dem Vordermann in den Nacken. Nun ging die große Platzsuche los.

Irgendwann hatte aber auch die letzte, also ich, ein freies Plätzchen gefunden, alle Kisten, Köfferchen und Taschen verstaut und dann ging es auch schon los.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von der Stampin‘ Up! CEO Sara Douglass und einem Video-Einspieler ihrer Mutter Shelli Gardner, die die Firma vor 29 Jahren zusammen mit ihrer Schwester gegründet hat.

Nach einem schweren Reitunfall und einem Jahr Auszeit ist sie allerdings weitestgehend zurückgetreten und vermeidet seitdem längere Reisen, ist aber trotz körperlicher Abwesenheit immer noch ein besonderer Teil der Stampin‘ Up! Events und lässt es sich nicht nehmen, wenigstens via Videobotschaften mit dabei zu sein.

Nach ein paar einleitenden Worten war es auch schon soweit. Der neue Katalog wurde verteilt! Woohoo.

Ein maßgeblicher Grund, an live SU Veranstaltungen teilzunehmen ist nämlich, vor allen anderen den brandneuen Katalog ausgehändigt zu bekommen und vorab schon manch neues Produkte ordern zu können.

Der Saal tobte.

Ich kann gar nicht sagen, wie lange wir Zeit hatten, ihn durchzuschauen. Nennt mich verrückt, aber ich habe ihn original in Plastikfolie verschweißt in meiner Tasche verstaut und bin erst mal rum, um die Stimmung mit der Kamera einzufangen.

Wenn ich euch verrate, dass ich erst ganze zwei Tage später zum ersten Mal überhaupt reingeschaut habe, glaubt mir das vermutlich kein Mensch. Aber es stimmt. Ich wollte mir erst in Ruhe die Veranstaltung anschauen und dann abends ganz gemütlich ohne Bohei drumherum durchblättern.

Schlauer Plan! Zumal ich abends gar nicht auf dem Sofa war, sondern auf dem Empfang für Führungskräfte, also diejenigen Demonstratoren, die ein größeres Team haben. Aber seit der Stilldemenz hab ich es nicht mehr so mit logischem Denken.

Das Dinner fand im 5 Sterne Hotel Okura statt, was viele doch etwas ins Schwitzen brachte. Denn unsere Veranstaltung ging bis 17:00 Uhr, ab 18:00 Uhr fand aber schon der Transport vom RAI zum Okura statt. An sich kein Thema, aber sehr wohl Thema, wenn man sich in der Zeit noch passend zu den 5 Sternen aufbrezeln möchte. Ich hab so manch nervöses Augenzucken und rote Flecken gesehen.

Ich war Himmel sei Dank mit einem Trupp unterwegs, der das alles etwas entspannter sah. Die Ferienwohnung auf dem Bauernhof außerhalb von Amsterdam war zeitlich nämlich eh nicht mehr zu erreichen, also wurde ganz pragmatisch auf dem RAI-Klo ein Kleid übergeworfen und die Jeans in die Tasche gestopft, alternativ auch die Tiefgarage zur Umkleide umfunktioniert.

Hat auch niemand was gesehen 🙂

Im Okura warteten lecker Häppchen, ein 3-Gänge-Menü und eine Band auf uns. Es war definitiv ein schöner Abend. Ich muss aber gestehen, dass ich mir ab 19:05 Uhr bereits so sehr mein Bett herbeisehnte, dass das Festchen alles in allem ein wenig an mir vorbei lief. So schön die Ferienwohnung auf dem Bauernhof auch war, zu den Lämmchen und Kälbchen, dem Mini-T. in der Besucherritze und der rolligen Katze gab’s auch noch die Flugschneise von Schiphol und dementsprechend kurz war mein Nachtschlaf.

Die Stimmung war dennoch super und die Band traf soweit ich das beurteilen konnte den Geschmack der breiten Masse. Um kurz nach 22 Uhr war aber auch schon Feierabend. Zumindest für unseren Tisch,  wir werden ja alle nicht jünger…

Vor allem wollten wir aber noch in der Ferienwohnung im kleinen Kreis ausgiebig die Swaps begutachten und quatschen. Wobei kleiner Kreis auch eine gewagte Aussage ist bei 14 1/2 Leute auf dem Bauernhof, davon 10 aktive Demonstratoren. Ihr könnt euch vorstellen, wie „ruhig“ der Abend ausklang.

Oh je, bereits wieder 1300 Wörter, ich teile den Beitrag dann mal lieber und schreib euch morgen den Rest.

Bye

Nadine